Stuttgart (kobinet)
Heim-Pflege macht alte Menschen arm.
Heim-Pflege bedeutet: Menschen leben in einem Pflege-Heim.
Der Sozial-Verband VdK Baden-Württemberg hat eine Forderung.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen.
Sie kämpft für die Rechte von Menschen.
Der VdK ist ein Verein.
Der Verein hilft Menschen mit Problemen.
Der VdK will eine Pflege-Voll-Versicherung.
Das bedeutet: Die Versicherung zahlt alle Kosten.
Alle Kosten für die Pflege.
Ein Gutachten zeigt wichtige Ergebnisse.
Ein Gutachten ist ein wichtiger Text.
Fach-Leute schreiben diesen Text.
Sie prüfen etwas genau.
Dann schreiben sie ihre Meinung auf.
Professor Heinz Rothgang hat das Gutachten geschrieben.
Er arbeitet an der Uni Bremen.
Eine Uni ist eine große Schule.
Dort lernen junge Menschen.
Sie studieren verschiedene Fächer.
Am Ende bekommen sie einen Abschluss.
Das Gutachten sagt: Eine Pflege-Voll-Versicherung kostet nicht viel mehr.
Aber alle Menschen müssen dann Beiträge zahlen.
Beiträge ist Geld.
Menschen zahlen dieses Geld regelmäßig.
Sie zahlen es für eine Versicherung.
Hans-Josef Hotz ist der Chef vom VdK Baden-Württemberg.
Er sagt: Wir brauchen eine große Reform.
Reform bedeutet: Etwas wird verändert.
Man macht etwas besser.
Das muss jetzt passieren.
Worauf wollen wir noch warten?
Pflege-bedürftige Menschen zahlen viel Geld selbst.
Im ersten Jahr zahlen sie über 3.100 Euro jeden Monat.
Das ist der Durchschnitt in ganz Deutschland.
Durchschnitt bedeutet: Man rechnet alle Zahlen zusammen.
Dann teilt man durch die Anzahl.
In Baden-Württemberg ist es noch teurer.
Dort zahlen Menschen 3.400 Euro jeden Monat.
Das sind 220 Euro mehr als vor einem Jahr.
Hotz kritisiert das Land Baden-Württemberg.
Er sagt: Das Land muss Geld geben.
Geld für Pflege-Heime.
Das Land ist dazu verpflichtet.
Verpflichtet bedeutet: Man muss etwas tun.
Das ist eine Regel oder ein Gesetz.
Das würde den Menschen 460 Euro sparen.
460 Euro jeden Monat.
Aber das Land tut nichts.
Heim-Pflege macht Menschen arm.
Diese Menschen haben ihr Leben lang gearbeitet.
Sie haben immer ihre Beiträge bezahlt.
Trotzdem müssen sie zum Sozial-Amt gehen.
Das Sozial-Amt ist ein Büro vom Staat.
Es hilft armen Menschen.
Das ist nicht respektvoll.
Das ist beschämend.
Der VdK fordert eine Pflege-Voll-Versicherung.
Die Versicherung soll alle Kosten übernehmen.
Das wäre gerecht.
Das wäre solidarisch.
Solidarisch bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Der Staat hilft den Menschen auch.

Foto: Pixabay/PublicDomainPictures
STUTTGART (kobinet) Stationäre Pflege führt die gesetzlich Versicherten schnurstracks in die Altersarmut. Sozialverband VdK Baden-Württemberg fordert solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung und damit die Übernahme aller pflegebedingten Kosten durch die Pflegeversicherung und beruft sich dabei auf ein aktuelles Gutachten, welches zeigt, dass die Pflegevollversicherung praktisch ohne Beitragssteigerung finanzierbar ist, wenn alle einzahlen. Dieses Gutachten von Prof. Dr. Heinz Rothgang von der Universität Bremen zeigt: Eine Pflegevollversicherung ist auch langfristig im Rahmen der Sozialversicherung finanzierbar – ohne den Beitragssatz wesentlich erhöhen zu müssen – wenn die Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung weiterentwickelt wird.
„Wir brauchen eine große Reform der Pflegeversicherung – jetzt!“, sagt Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, „Worauf wollen wir denn noch warten?“ Im Schnitt zahlen gesetzlich versicherte Pflegebedürftige jetzt monatlich bundesweit über 3100 Euro aus eigener Tasche für ihren Pflegeheimplatz im ersten Jahr. In Baden-Württemberg ist der Eigenanteil im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders hoch: Er liegt bei 3400 Euro monatlich, 220 Euro mehr als noch vor einem Jahr.
„Seit Jahren fordern wir das Land auf, endlich wieder in die Investitionskostenförderung der Pflegeheime einzusteigen, dazu ist das Land gesetzlich verpflichtet. Das könnte die stationär Pflegebedürftigen um durchschnittlich 460 Euro im Monat entlasten,“ so Hotz. Es geschehe jedoch nichts. Stationäre Pflege führe die gesetzlich Versicherten weiterhin schnurstracks in die Altersarmut. „Die Menschen haben ihr Leben lang hart gearbeitet und ihre Sozialversicherungsbeiträge bezahlt und müssen dann zum Sozialamt gehen. Das ist respektlos und beschämend! Wir fordern eine solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung und damit die vollständige Übernahme aller pflegebedingten Kosten durch die Pflegeversicherung! Das wäre gerecht und solidarisch.“

Foto: Pixabay/PublicDomainPictures
STUTTGART (kobinet) Stationäre Pflege führt die gesetzlich Versicherten schnurstracks in die Altersarmut. Sozialverband VdK Baden-Württemberg fordert solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung und damit die Übernahme aller pflegebedingten Kosten durch die Pflegeversicherung und beruft sich dabei auf ein aktuelles Gutachten, welches zeigt, dass die Pflegevollversicherung praktisch ohne Beitragssteigerung finanzierbar ist, wenn alle einzahlen. Dieses Gutachten von Prof. Dr. Heinz Rothgang von der Universität Bremen zeigt: Eine Pflegevollversicherung ist auch langfristig im Rahmen der Sozialversicherung finanzierbar – ohne den Beitragssatz wesentlich erhöhen zu müssen – wenn die Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung weiterentwickelt wird.
„Wir brauchen eine große Reform der Pflegeversicherung – jetzt!“, sagt Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg, „Worauf wollen wir denn noch warten?“ Im Schnitt zahlen gesetzlich versicherte Pflegebedürftige jetzt monatlich bundesweit über 3100 Euro aus eigener Tasche für ihren Pflegeheimplatz im ersten Jahr. In Baden-Württemberg ist der Eigenanteil im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders hoch: Er liegt bei 3400 Euro monatlich, 220 Euro mehr als noch vor einem Jahr.
„Seit Jahren fordern wir das Land auf, endlich wieder in die Investitionskostenförderung der Pflegeheime einzusteigen, dazu ist das Land gesetzlich verpflichtet. Das könnte die stationär Pflegebedürftigen um durchschnittlich 460 Euro im Monat entlasten,“ so Hotz. Es geschehe jedoch nichts. Stationäre Pflege führe die gesetzlich Versicherten weiterhin schnurstracks in die Altersarmut. „Die Menschen haben ihr Leben lang hart gearbeitet und ihre Sozialversicherungsbeiträge bezahlt und müssen dann zum Sozialamt gehen. Das ist respektlos und beschämend! Wir fordern eine solidarisch finanzierte Pflegevollversicherung und damit die vollständige Übernahme aller pflegebedingten Kosten durch die Pflegeversicherung! Das wäre gerecht und solidarisch.“




