HANNOVER (kobinet)
Immer mehr Ehe-Paare haben keine Wohnung.
Diese Paare haben auch Kinder.
Das passiert in ganz Deutschland.
Das passiert auch in Nieder-Sachsen.
In Nieder-Sachsen ist das Problem noch größer.
Hier sind 8 Prozent mehr Menschen betroffen.
Das ist mehr als in anderen Bundes-Ländern.
Der Sozial-Verband Deutschland will helfen.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen.
Sie kämpfen für die Rechte von Menschen.
Zum Beispiel für Menschen mit Behinderung.
Oder für arme Menschen.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt auch SoVD.
Der SoVD fordert etwas.
Das Land muss schneller Wohnungen bauen.
Diese Wohnungen müssen günstig sein.
Der Bundes-Kanzler will das Bürger-Geld kürzen.
Das ist der Chef der deutschen Regierung.
Er wird vom Bundes-Tag gewählt.
Bürger-Geld ist Geld von der Regierung.
Menschen ohne Arbeit bekommen es jeden Monat.
Das Bürger-Geld hilft armen Menschen.
Es hilft bei den Wohn-Kosten.
Der SoVD ist gegen diese Kürzung.
Das Bundes-Amt für Statistik hat neue Zahlen.
Das ist eine Behörde.
Diese Behörde sammelt Zahlen über Deutschland.
Zum Beispiel: Wie viele Menschen leben hier?
Die Behörde macht aus den Zahlen Listen.
In Deutschland haben über 474 Tausend Menschen keine Wohnung.
In Nieder-Sachsen haben fast 33 Tausend Menschen keine Wohnung.
Besonders schlimm ist das.
Viele Paare mit Kindern haben keine Wohnung.
Es gibt wahrscheinlich noch viel mehr Betroffene.
Die Dunkel-Ziffer ist hoch.
Das bedeutet: Es gibt ein Problem.
Aber niemand weiß davon.
Die Ämter kennen das Problem nicht.
Deshalb steht das Problem nicht in den Listen.
Dirk Kortylak arbeitet beim SoVD in Nieder-Sachsen.
Er ist der Vorstand.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen leiten einen Verein.
Sie treffen wichtige Entscheidungen.
Sie sind die Chefs von dem Verein.
Kortylak sagt etwas.
Paare mit Kindern sind oft betroffen.
42 Prozent der wohnungs-losen Menschen in Nieder-Sachsen sind Paare.
Diese Paare haben Kinder.
Das ist viel mehr als in anderen Bundes-Ländern.
Der Grund sind die hohen Mieten.
Kinder sind fast ein Drittel aller wohnungs-losen Menschen.
Das muss die Regierung alarmieren.
Der SoVD mahnt die Politik.
Die Politik muss die Wohnungs-Not ernst nehmen.
Die Landes-Regierung muss schneller handeln.
Sie muss mehr günstige Wohnungen bauen.
Das geht noch viel zu langsam.
Viele Kinder in Nieder-Sachsen haben kein Dach über dem Kopf.
Das darf nicht sein.
Der Minister-Präsident muss etwas tun.
Das ist der Chef einer Landes-Regierung.
Jedes Bundes-Land hat einen Minister-Präsidenten.
Er und seine Kollegen müssen die Kürzung verhindern.
Der Kanzler will etwas kürzen.
Er will die Wohn-Kosten für Bürger-Geld-Empfänger kürzen.
Das Job-Center zahlt oft die Neben-Kosten nicht.
Das ist ein Amt.
Das Amt hilft Menschen ohne Arbeit.
Es gibt Geld an Menschen ohne Arbeit.
Es hilft auch bei der Suche nach neuer Arbeit.
Neben-Kosten sind extra Kosten für die Wohnung.
Zum Beispiel Heizung oder Wasser.
Diese Kosten kommen zum Miets-Preis dazu.
Dann können Menschen keine Lebens-Mittel kaufen.
Manche Menschen verlieren ihre Wohnung.
Die Anträge werden zu spät bearbeitet.
Kortylak sagt etwas.
Diese Pläne sind sehr schlecht.
Sie nehmen den ärmsten Menschen noch mehr weg.

Foto: chillla70 In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
HANNOVER (kobinet) Immer mehr Ehepaare mit Kindern sind wohnungslos. Dieser deutschlandweite Trend zeigt sich auch in Niedersachsen. Besonders erschreckend ist, dass hier der Anteil der Betroffenen um fast acht Prozent höher als im Bundesdurchschnitt liegt. Angesichts dieser Entwicklung fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen nicht nur einen Turbo beim sozialen Wohnungsbau, sondern auch den Einsatz der Landesregierung gegen die vom Bundeskanzler geplanten Kürzungen bei den Wohnkosten für Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld.
Aktuelle Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen: In Deutschland haben derzeit weit über 474.000 Menschen keine Wohnung. Aus der Erhebung lassen sich auch Zahlen für das Bundesland Niedersachsen ableiten. Demnach sind hier fast 33.000 Menschen wohnungslos. Besonders alarmierend ist dabei, dass vor allem Paare mit Kindern betroffen sind und davon ausgegangen werden kann, dass die Dunkelziffer noch sehr viel höher liegt. „Paare mit Kindern machen fast 42 Prozent der Wohnungslosen in Niedersachsen aus. Damit liegt unser Bundesland acht Prozent über dem deutschen Durchschnitt“, erläutert Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Verantwortlich seien dafür vor allem die hohen Mieten. „Dass durch diese Entwicklung Kinder fast ein Drittel der gemeldeten Wohnungslosen ausmachen, muss ein Alarmsignal für die Landes- und Bundesregierung sein“, betont Kortylak.
Der größte Sozialverband in Niedersachsen mahnt deshalb die Politik an, die Wohnungsnot endlich ernst zu nehmen. „Die Landesregierung muss den Turbo beim sozialen Wohnungsbau zünden. Das geht alles noch viel zu langsam“, kritisiert der Vorstand. Es könne nicht sein, dass so viele Kinder in Niedersachsen kein Dach über dem Kopf hätten. Außerdem müssten der Ministerpräsident und seine Kolleginnen und Kollegen verhindern, dass der Vorschlag des Kanzlers, die Wohnkosten für Empfänger von Bürgergeld zu kürzen, umgesetzt wird. „Aus unserer Beratung wissen wir, dass es immer wieder Probleme gibt, wenn es um die Übernahme von Wohnnebenkosten durch das Jobcenter geht. Es darf nicht sein, dass Menschen sich keine Lebensmittel leisten können oder zum Teil ihre Wohnung verlieren, weil Anträge zu spät oder gar nicht bewilligt werden“, sagt Kortylak und ergänzt: „Diese Pläne sind an Polemik nicht zu überbieten und nehmen den Ärmsten noch das Wenige, was sie haben – bis hin zu ihrem Dach über dem Kopf.“

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HANNOVER (kobinet) Immer mehr Ehepaare mit Kindern sind wohnungslos. Dieser deutschlandweite Trend zeigt sich auch in Niedersachsen. Besonders erschreckend ist, dass hier der Anteil der Betroffenen um fast acht Prozent höher als im Bundesdurchschnitt liegt. Angesichts dieser Entwicklung fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen nicht nur einen Turbo beim sozialen Wohnungsbau, sondern auch den Einsatz der Landesregierung gegen die vom Bundeskanzler geplanten Kürzungen bei den Wohnkosten für Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld.
Aktuelle Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen: In Deutschland haben derzeit weit über 474.000 Menschen keine Wohnung. Aus der Erhebung lassen sich auch Zahlen für das Bundesland Niedersachsen ableiten. Demnach sind hier fast 33.000 Menschen wohnungslos. Besonders alarmierend ist dabei, dass vor allem Paare mit Kindern betroffen sind und davon ausgegangen werden kann, dass die Dunkelziffer noch sehr viel höher liegt. „Paare mit Kindern machen fast 42 Prozent der Wohnungslosen in Niedersachsen aus. Damit liegt unser Bundesland acht Prozent über dem deutschen Durchschnitt“, erläutert Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Verantwortlich seien dafür vor allem die hohen Mieten. „Dass durch diese Entwicklung Kinder fast ein Drittel der gemeldeten Wohnungslosen ausmachen, muss ein Alarmsignal für die Landes- und Bundesregierung sein“, betont Kortylak.
Der größte Sozialverband in Niedersachsen mahnt deshalb die Politik an, die Wohnungsnot endlich ernst zu nehmen. „Die Landesregierung muss den Turbo beim sozialen Wohnungsbau zünden. Das geht alles noch viel zu langsam“, kritisiert der Vorstand. Es könne nicht sein, dass so viele Kinder in Niedersachsen kein Dach über dem Kopf hätten. Außerdem müssten der Ministerpräsident und seine Kolleginnen und Kollegen verhindern, dass der Vorschlag des Kanzlers, die Wohnkosten für Empfänger von Bürgergeld zu kürzen, umgesetzt wird. „Aus unserer Beratung wissen wir, dass es immer wieder Probleme gibt, wenn es um die Übernahme von Wohnnebenkosten durch das Jobcenter geht. Es darf nicht sein, dass Menschen sich keine Lebensmittel leisten können oder zum Teil ihre Wohnung verlieren, weil Anträge zu spät oder gar nicht bewilligt werden“, sagt Kortylak und ergänzt: „Diese Pläne sind an Polemik nicht zu überbieten und nehmen den Ärmsten noch das Wenige, was sie haben – bis hin zu ihrem Dach über dem Kopf.“




