In Niedersachsen sind mehr Menschen arm.
16,6 Prozent der Menschen sind von Armut bedroht.
Prozent bedeutet: Man teilt etwas in 100 gleiche Teile.
Bedroht bedeutet: Etwas ist in Gefahr.
Das bedeutet: Sie haben sehr wenig Geld.
Besonders junge Menschen sind betroffen.
Betroffen bedeutet: Es passiert diesen Menschen.
Auch ältere Menschen sind betroffen.
Und Menschen, die alleine Kinder erziehen.
Der Sozial-Verband Deutschland kritisiert die Politik.
Kritisiert bedeutet: Man ist nicht einverstanden.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen helfen anderen Menschen.
SoVD ist die Abkürzung für Sozial-Verband Deutschland.
Der Verband hilft Menschen mit sozialen Problemen.
Die Politik macht zu wenig gegen Armut.
Das Landes-Amt für Statistik hat neue Zahlen gemacht.
Ein Landes-Amt ist ein Büro vom Bundes-Land.
Statistik bedeutet: Zahlen über Menschen sammeln.
Die Zahlen zeigen: Armut ist ein großes Problem.
Jedes 5. Kind unter 18 Jahren ist arm.
Bei Menschen über 64 Jahren sind 18 Prozent arm.
Das sind mehr Menschen als im Jahr davor.
Dirk Kortylak arbeitet beim SoVD in Niedersachsen.
Er kritisiert die Politik stark.
Er sagt: Deutschland ist ein reiches Land.
Trotzdem sind viele Menschen arm.
Das darf nicht sein.
Die Politik macht zu wenig.
Junge Menschen brauchen mehr Hilfe.
Alte Menschen brauchen mehr Hilfe.
Menschen, die alleine Kinder erziehen, brauchen mehr Hilfe.
Kortylak sagt: Die Politik redet viel über Armut.
Aber die Politik handelt zu wenig.
Der SoVD fordert 3 wichtige Punkte:
Fordert bedeutet: Man verlangt etwas.
1. Alle Kinder sollen die gleichen Chancen haben.
Chancen bedeutet: Möglichkeiten für die Zukunft.
Die Chancen sollen in der Schule gleich sein.
Dann haben Kinder einen guten Start ins Leben.
2. Die Regierung muss mehr gegen niedrige Löhne tun.
Eine Regierung leitet ein Land.
Löhne sind Geld für Arbeit.
Niedrige Löhne bedeuten: Menschen bekommen wenig Geld.
Wenig Geld bei der Arbeit bedeutet später wenig Rente.
Rente ist Geld für alte Menschen.
Dann sind alte Menschen arm.
3. Niedersachsen braucht bessere Kinder-Betreuung.
Kinder-Betreuung bedeutet: Erwachsene kümmern sich um Kinder.
Die Kinder-Betreuung muss zu Menschen passen.
Diese Menschen erziehen alleine Kinder.
Dann können diese Menschen arbeiten gehen.
Über 40 Prozent der Menschen erziehen alleine Kinder.
Diese Menschen sind oft von Armut bedroht.
Das kann nicht so bleiben.

Foto: Ralph Milewski
Hannover (kobinet) Die Quote der Menschen in Niedersachsen, die von Armut bedroht sind, ist auf 16,6 Prozent gestiegen. Besonders Junge, Ältere und Alleinerziehende sind betroffen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass die Politik es immer noch nicht geschafft hat, effiziente Maßnahmen gegen Armut zu entwickeln und dessen Vorbeugung kaum eine Rolle spielt.
Die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen nach Ansicht des Verbands: Armut ist in Niedersachsen nach wie vor ein dringendes Thema. Jedes fünfte Kind unter 18 Jahren ist armutsgefährdet, bei den über 64-Jährigen sind es mehr als 18 Prozent. Der Wert liegt damit höher als noch ein Jahr zuvor. „Wie kann es sein, dass die Politik – sowohl auf Landes- als auch auf Bundeseben – es nicht schafft, diese Entwicklung zu stoppen? In einem reichen Land wie Deutschland darf das nicht sein“, kritisiert Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Gerade jüngere und ältere Menschen sowie Alleinerziehende müssten viel stärker im Fokus stehen. „Angeblich hat die Politik konkrete Vorstellungen, wie Armut bekämpft werden kann. Sie tut allerdings nach wie vor viel zu wenig“, sagt Kortylak.
Aus Sicht des größten Sozialverbands in Niedersachsen müssten drei Punkte schnell angegangen werden: „Wir müssen für mehr Chancengleichheit in der Bildung sorgen und damit Kindern gute Startbedingungen ins Leben bieten.“ Außerdem müsse die niedersächsische Landesregierung endlich dem Niedriglohnsektor im Land den Kampf ansagen. „Das ist besonders wichtig, denn niedrige Gehälter bedeuten später niedrige Renten und somit Altersarmut“, so der SoVD-Vorstand und ergänzt: „Außerdem brauchen wir in Niedersachsen eine Kinderbetreuung, die speziell auf die Bedürfnisse von Alleinerziehenden ausgerichtet ist, damit diejenigen, die arbeiten gehen möchten, dies auch tun können.“ Es könne nicht sein, dass über 40 Prozent der Alleinerziehenden in Niedersachsen von Armut bedroht sind.

Foto: Ralph Milewski
Hannover (kobinet) Die Quote der Menschen in Niedersachsen, die von Armut bedroht sind, ist auf 16,6 Prozent gestiegen. Besonders Junge, Ältere und Alleinerziehende sind betroffen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass die Politik es immer noch nicht geschafft hat, effiziente Maßnahmen gegen Armut zu entwickeln und dessen Vorbeugung kaum eine Rolle spielt.
Die aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik zeigen nach Ansicht des Verbands: Armut ist in Niedersachsen nach wie vor ein dringendes Thema. Jedes fünfte Kind unter 18 Jahren ist armutsgefährdet, bei den über 64-Jährigen sind es mehr als 18 Prozent. Der Wert liegt damit höher als noch ein Jahr zuvor. „Wie kann es sein, dass die Politik – sowohl auf Landes- als auch auf Bundeseben – es nicht schafft, diese Entwicklung zu stoppen? In einem reichen Land wie Deutschland darf das nicht sein“, kritisiert Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Gerade jüngere und ältere Menschen sowie Alleinerziehende müssten viel stärker im Fokus stehen. „Angeblich hat die Politik konkrete Vorstellungen, wie Armut bekämpft werden kann. Sie tut allerdings nach wie vor viel zu wenig“, sagt Kortylak.
Aus Sicht des größten Sozialverbands in Niedersachsen müssten drei Punkte schnell angegangen werden: „Wir müssen für mehr Chancengleichheit in der Bildung sorgen und damit Kindern gute Startbedingungen ins Leben bieten.“ Außerdem müsse die niedersächsische Landesregierung endlich dem Niedriglohnsektor im Land den Kampf ansagen. „Das ist besonders wichtig, denn niedrige Gehälter bedeuten später niedrige Renten und somit Altersarmut“, so der SoVD-Vorstand und ergänzt: „Außerdem brauchen wir in Niedersachsen eine Kinderbetreuung, die speziell auf die Bedürfnisse von Alleinerziehenden ausgerichtet ist, damit diejenigen, die arbeiten gehen möchten, dies auch tun können.“ Es könne nicht sein, dass über 40 Prozent der Alleinerziehenden in Niedersachsen von Armut bedroht sind.




