Kassel (kobinet)
Felix Welti arbeitet jeden Tag mit Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Er ist Professor an der Universität Kassel.
Professor bedeutet: Ein Lehrer an einer Hoch-Schule.
Er unterrichtet Studenten.
Er forscht auch zu wichtigen Themen.
Er arbeitet im Fach-Bereich Human-Wissenschaften.
Fach-Bereich bedeutet: Ein Teil einer Hoch-Schule.
Dort werden ähnliche Themen unterrichtet.
Zum Beispiel: Mathematik oder Geschichte.
Human-Wissenschaften bedeutet: Forschen über den Menschen.
Sie schauen: Wie lebt der Mensch?
Wie denkt er?
Wie verhält er sich?
Seit 15 Jahren ist er Beauftragter für Studium und Behinderung.
Beauftragter bedeutet: Eine Person mit einer besonderen Aufgabe.
Er kümmert sich um ein bestimmtes Thema.
Zum Beispiel: Barriere-Freiheit oder Gleichberechtigung.
Die Zeitung HNA hat ein Interview mit Felix Welti gemacht.
Interview bedeutet: Ein Gespräch mit Fragen und Antworten.
Eine Person fragt.
Die andere Person antwortet.
In dem Interview geht es um Inklusion an Universitäten.
Universität bedeutet: Eine Hoch-Schule.
Dort lernen junge Menschen nach der Schule weiter.
Sie studieren dort verschiedene Fächer.
Es geht auch darum: Die meisten Behinderungen kann man nicht sehen.
Die HNA hat Felix Welti gefragt: Wie gut läuft die Inklusion an Universitäten?
Felix Welti hat geantwortet: Mittel-gut.
Ich bekomme immer wieder die Frage: Wie viele behinderte Menschen haben wir denn?
Diese Frage zeigt etwas.
Die Menschen beschäftigen sich zum ersten Mal mit dem Thema.
Oft wird nicht gesehen: Die meisten Behinderungen sind unsichtbar.
Unsichtbar bedeutet: Man kann es nicht sehen.
Das Problem bleibt dann unbemerkt.
Schwer-Hörigkeit zum Beispiel ist gar nicht so selten.
Schwer-Hörigkeit bedeutet: Eine Person kann nicht gut hören.
Sie hört Geräusche und Sprache sehr leise.
Manchmal braucht sie ein Hör-Gerät.
Oder psychische Krankheiten.
Psychische Krankheiten bedeutet: Krankheiten der Seele.
Die Seele ist der Teil vom Menschen, der denkt und fühlt.
Bei psychischen Krankheiten fühlt sich ein Mensch sehr traurig oder sehr ängstlich.
Wer chronische Darm-Erkrankungen hat, hat Probleme.
Chronische Darm-Erkrankungen bedeutet: Krankheiten im Bauch.
Der Darm ist ein Körper-Teil im Bauch.
Chronisch bedeutet: Die Krankheit bleibt sehr lange da.
Menschen mit dieser Krankheit haben oft Bauch-Schmerzen.
Diese Menschen können nicht 3 Stunden lang Klausuren schreiben.
Klausuren bedeutet: Schriftliche Prüfungen in der Schule oder Universität.
Studenten müssen dort ihr Wissen zeigen.
Sie schreiben Antworten auf Papier.
Damit das kein Problem wird, muss eine gute Stimmung herrschen.
Jemand muss über seine Probleme sprechen können.
Dann kann er am Rand sitzen.
Dann kann er öfter auf Toilette gehen.
Oft sind es Dinge, die einfach wären.
Aber durch die Abläufe werden sie zum Problem.
Abläufe bedeutet: Die Art, wie Dinge gemacht werden.
Es ist die Reihenfolge von verschiedenen Schritten.
Zum Beispiel: Erst anmelden, dann Platz suchen, dann Prüfung schreiben.

Foto: Prof. Dr. jur. Felix Welti
Kassel (kobinet) "Einer, der täglich mit dem Thema Inkusion an der Universität zu tun hat, ist Felix Welti. Er ist Professor am Fachgebiet Humanwissenschaften und seit 15 Jahren auch Beauftragter für Studium und Behinderung", so heißt es in einem Bericht der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) mit einem Interview mit Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel, in dem es auch darum geht, dass die meisten Behinderungen unsichtbar sind.
Auf die Frage, wie gut es mit der Inklusion an Universitäten läuft, antwortete Felix Welti im HNA-Interview: „Mittelgut. Ich bekomme immer wieder die Frage, wie viele Behinderte haben wir denn? Das deutet darauf hin, dass die Menschen sich zum ersten Mal damit beschäftigen. Oft wird ja nicht gesehen, dass die meisten Behinderungen unsichtbar sind. Das Problem bleibt dann unbemerkt. Schwerhörigkeit, zum Beispiel, ist gar nicht so selten. Oder psychische Krankheiten. Wer chronische Darmerkrankungen hat, hat Probleme, drei Stunden lang Klausuren zu schreiben. Damit das kein Problem wird, muss eine Atmosphäre herrschen, in der jemand über seine Probleme sprechen kann und dann am Rand sitzen kann, um öfter auf Toilette gehen zu können. Oft sind es Dinge, die einfach wären, aber durch die Abläufe, wie sie sind, zum Problem werden.“

Foto: Prof. Dr. jur. Felix Welti
Kassel (kobinet) "Einer, der täglich mit dem Thema Inkusion an der Universität zu tun hat, ist Felix Welti. Er ist Professor am Fachgebiet Humanwissenschaften und seit 15 Jahren auch Beauftragter für Studium und Behinderung", so heißt es in einem Bericht der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen (HNA) mit einem Interview mit Prof. Dr. Felix Welti von der Universität Kassel, in dem es auch darum geht, dass die meisten Behinderungen unsichtbar sind.
Auf die Frage, wie gut es mit der Inklusion an Universitäten läuft, antwortete Felix Welti im HNA-Interview: „Mittelgut. Ich bekomme immer wieder die Frage, wie viele Behinderte haben wir denn? Das deutet darauf hin, dass die Menschen sich zum ersten Mal damit beschäftigen. Oft wird ja nicht gesehen, dass die meisten Behinderungen unsichtbar sind. Das Problem bleibt dann unbemerkt. Schwerhörigkeit, zum Beispiel, ist gar nicht so selten. Oder psychische Krankheiten. Wer chronische Darmerkrankungen hat, hat Probleme, drei Stunden lang Klausuren zu schreiben. Damit das kein Problem wird, muss eine Atmosphäre herrschen, in der jemand über seine Probleme sprechen kann und dann am Rand sitzen kann, um öfter auf Toilette gehen zu können. Oft sind es Dinge, die einfach wären, aber durch die Abläufe, wie sie sind, zum Problem werden.“




