HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland hat eine Umfrage gemacht.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Diese Gruppe hilft Menschen.
Die Menschen haben Probleme.
Der Verband kämpft für ihre Rechte.
Die Umfrage war in Niedersachsen.
Viele Menschen haben mit-gemacht.
Über 1.300 Menschen haben Fragen beantwortet.
Die Umfrage zeigt ein Problem.
Menschen mit Behinderung können oft nicht mit-machen.
Sie können nicht überall dabei sein.
Die Politik tut zu wenig für diese Menschen.
Der Sozial-Verband Deutschland heißt auch SoVD.
Der SoVD hat die Umfrage an vielen Orten gemacht.
Zum Beispiel in Diepholz.
Oder in Braunschweig.
Oder in Hameln.
83 von 100 Menschen sagen etwas.
Sie sagen: Menschen mit Behinderung können wenig mit-machen.
Fast 90 von 100 Menschen sagen auch etwas.
Sie sagen: Menschen mit Behinderung werden schlecht behandelt.
Das passiert oft bei der Arbeit.
Dirk Kortylak arbeitet beim SoVD in Niedersachsen.
Er ist der Chef.
Er sagt: Inklusion ist ein Menschen-Recht.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen können überall mit-machen.
Aber das klappt noch nicht gut.
Die Politik redet viel über Inklusion.
Aber sie macht zu wenig dafür.
Auch die Arbeit-Geber machen zu wenig.
Der Arbeit-Geber ist der Chef.
Er gibt Menschen Arbeit und Geld.
Viele Arbeit-Geber haben Vorurteile.
Vorurteile sind falsche Gedanken über andere Menschen.
Man denkt schlecht über jemanden.
Man kennt die Person aber gar nicht richtig.
Sie denken schlecht über Menschen mit Behinderung.
Kortylak sagt etwas zu den Arbeit-Gebern.
Arbeit-Geber müssen mehr Menschen mit Behinderung einstellen.
Es gibt nicht genug Fach-Kräfte.
Fach-Kräfte sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Es gibt zu wenige von ihnen.
Dann bleiben Arbeits-plätze leer.
Menschen mit Behinderung können gut arbeiten.
Der SoVD macht sich auch andere Sorgen.
Manche Menschen wollen keine Vielfalt.
Vielfalt bedeutet: Es gibt viele verschiedene Dinge.
Alle Dinge sind unterschiedlich.
Sie wollen keine Inklusion.
Das ist schlecht für die Demokratie.
Demokratie bedeutet: Das Volk bestimmt mit.
Alle Menschen können mit-entscheiden.
86 von 100 Menschen sagen etwas.
Sie sagen: Die Politik tut zu wenig.
Das ist ein schlechtes Zeichen.
Die Regierung muss mehr machen.
Sonst geht es Menschen mit Behinderung noch schlechter.

Foto: gemeinfrei
HANNOVER (kobinet) Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt, dass viele Befragte die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung als gering einschätzen und der Meinung sind, dass die Politik in Deutschland zu wenig für Inklusion tut. Der Verband fordert deshalb ein schnelles Handeln, damit Menschen mit Behinderung nicht weiter abgehängt werden. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Job, in der Freizeit und auch in der Bildung wird nach den Resultaten dieser Umfrage noch immer zu stiefmütterlich behandelt.
Der SoVD hat die nicht-repräsentative Befragung im Rahmen seiner Kampagne „Für mehr Miteinander“ an zahlreichen Standorten in Niedersachsen – darunter Diepholz, Osterode, Braunschweig, Hameln und im Emsland – durchgeführt. Insgesamt haben über 1.300 Menschen daran teilgenommen.
Dieses Umfrage bestätigt, dass Inklusion von der Politik immer noch stiefmütterlich behandelt wird. 83 Prozent der Befragten sind demnach der Auffassung, dass Betroffene nur wenig teilhaben können. Fast 90 Prozent sagen, dass Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden. „Hier wird deutlich: Offiziell ist Inklusion zwar ein Menschenrecht, in der Praxis sind wir aber noch sehr weit davon entfernt“, sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Als Grund dafür wird gesehen, dass die Politik zwar immer von gleichberechtigter Teilhabe redet, sich aber scheut, die notwendigen Maßnahmen vollständig umzusetzen. Gleiches gelte auch für Arbeitgeber. „Hier gibt es noch viele Vorurteile und Barrieren in den Köpfen. Arbeitgeber*innen müssen sich dafür öffnen, mehr Menschen mit Behinderung zu beschäftigen“, fordert Kortylak. Gerade angesichts des herrschenden Fachkräftemangels sei das unerlässlich.
Auch im Hinblick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Inklusion zeigt sich Niedersachsens größter Sozialverband sehr besorgt. „Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt, Zusammenhalt und Solidarität. Derzeit gibt es Strömungen, die dem entgegenwirken. Diesen Tendenzen müssen wir uns entschieden entgegenstellen, denn Inklusion bedeutet Demokratie“, betont Kortylak weiter. Es sei ein dramatisches Zeichen, wenn 86 Prozent der in der SoVD-Umfrage Befragten angeben, dass die Politik zu wenig für die gleichberechtigte Teilhabe tue: „Die Bundes- und Landesregierung muss diese Entwicklung ernst nehmen, bevor Menschen mit Behinderung noch weiter ins Hintertreffen geraten.“

Foto: gemeinfrei
HANNOVER (kobinet) Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt, dass viele Befragte die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung als gering einschätzen und der Meinung sind, dass die Politik in Deutschland zu wenig für Inklusion tut. Der Verband fordert deshalb ein schnelles Handeln, damit Menschen mit Behinderung nicht weiter abgehängt werden. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Job, in der Freizeit und auch in der Bildung wird nach den Resultaten dieser Umfrage noch immer zu stiefmütterlich behandelt.
Der SoVD hat die nicht-repräsentative Befragung im Rahmen seiner Kampagne „Für mehr Miteinander“ an zahlreichen Standorten in Niedersachsen – darunter Diepholz, Osterode, Braunschweig, Hameln und im Emsland – durchgeführt. Insgesamt haben über 1.300 Menschen daran teilgenommen.
Dieses Umfrage bestätigt, dass Inklusion von der Politik immer noch stiefmütterlich behandelt wird. 83 Prozent der Befragten sind demnach der Auffassung, dass Betroffene nur wenig teilhaben können. Fast 90 Prozent sagen, dass Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert werden. „Hier wird deutlich: Offiziell ist Inklusion zwar ein Menschenrecht, in der Praxis sind wir aber noch sehr weit davon entfernt“, sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Als Grund dafür wird gesehen, dass die Politik zwar immer von gleichberechtigter Teilhabe redet, sich aber scheut, die notwendigen Maßnahmen vollständig umzusetzen. Gleiches gelte auch für Arbeitgeber. „Hier gibt es noch viele Vorurteile und Barrieren in den Köpfen. Arbeitgeber*innen müssen sich dafür öffnen, mehr Menschen mit Behinderung zu beschäftigen“, fordert Kortylak. Gerade angesichts des herrschenden Fachkräftemangels sei das unerlässlich.
Auch im Hinblick auf den gesellschaftlichen Umgang mit Inklusion zeigt sich Niedersachsens größter Sozialverband sehr besorgt. „Eine demokratische Gesellschaft lebt von Vielfalt, Zusammenhalt und Solidarität. Derzeit gibt es Strömungen, die dem entgegenwirken. Diesen Tendenzen müssen wir uns entschieden entgegenstellen, denn Inklusion bedeutet Demokratie“, betont Kortylak weiter. Es sei ein dramatisches Zeichen, wenn 86 Prozent der in der SoVD-Umfrage Befragten angeben, dass die Politik zu wenig für die gleichberechtigte Teilhabe tue: „Die Bundes- und Landesregierung muss diese Entwicklung ernst nehmen, bevor Menschen mit Behinderung noch weiter ins Hintertreffen geraten.“




