Wien / Unna (kobinet)
Der Kreis-Tag in Unna hat entschieden.
Kreis-Tag bedeutet: Eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen entscheiden für einen Land-Kreis.
Eine Sonder-Schule bekommt einen neuen Namen.
Die Schule hieß bisher Förder-Zentrum Nord.
Förder-Zentrum bedeutet: Eine besondere Schule.
Dort lernen Kinder mit Behinderungen.
Jetzt heißt sie Rosa-Parks-Schule.
Rosa Parks war eine Bürger-Rechtlerin.
Bürger-Rechtlerin bedeutet: Eine Person kämpft für die Rechte von Menschen.
Viele Menschen sind ärgerlich über diese Entscheidung.
Das gilt nicht nur in Deutschland.
Auch in anderen Ländern regen sich Menschen auf.
In Österreich schreibt eine Internet-Zeitung darüber.
Internet-Zeitung bedeutet: Eine Zeitung nur im Internet.
Man liest sie am Computer oder Handy.
Die Zeitung heißt BIZEPS.
Ein Bericht bei kobinet-nachrichten hat darüber geschrieben.
Katharina Müllebner hat einen Kommentar geschrieben.
Sie arbeitet für BIZEPS in Österreich.
Sie sagt: Das ist Etiketten-Schwindel.
Etiketten-Schwindel bedeutet: Man gibt etwas einen schönen Namen.
Aber dahinter steckt etwas anderes.
Rosa Parks war eine schwarze Amerikanerin.
Sie lebte in den 1950er Jahren.
Damals gab es Rassen-Trennung in Amerika.
Rassen-Trennung bedeutet: Menschen werden getrennt.
Das passiert wegen ihrer Haut-Farbe.
Schwarze und weiße Menschen wurden getrennt.
Sie durften nicht die gleichen Orte benutzen.
Rosa Parks hat sich dagegen gewehrt.
Sie setzte sich in einem Bus auf einen Platz.
Dieser Platz war nur für weiße Menschen gedacht.
Deshalb wurde sie verhaftet.
Mit ihrer Aktion kämpfte sie gegen Ausgrenzung.
Katharina Müllebner findet die Schul-Benennung sehr schlecht.
Sie sagt: Sonder-Schulen grenzen Menschen aus.
Menschen mit Behinderungen gehen dort hin.
Sie sind dann getrennt von anderen Kindern.
Das ist das Gegenteil von Rosa Parks.
Rosa Parks hat gegen so etwas gekämpft.
In Österreich passiert so etwas auch oft.
Einrichtungen nehmen schöne Namen.
Sie heißen dann zum Beispiel Inklusions-Zentrum.
Inklusions-Zentrum bedeutet: Ein Ort wo alle Menschen zusammen sind.
Aber sie machen trotzdem Ausgrenzung.
Das verstößt gegen die UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Ein wichtiger Vertrag.
Der Vertrag sagt: Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Rechte.
Der BIZEPS-Bericht steht hier.
Die LIGA Selbst-Vertretung ist auch dagegen.
Selbst-Vertretung bedeutet: Menschen mit Behinderungen sprechen für sich selbst.
Das ist ein Zusammen-Schluss von deutschen Vereinen.
Zusammen-Schluss bedeutet: Mehrere Menschen machen eine Gruppe.
Zusammen sind sie stärker.
Diese Vereine vertreten Menschen mit Behinderungen.
Sie sagen: Das ist ein absolutes No-Go.
No-Go bedeutet: Das geht gar nicht.
Die Schule soll nicht so tun.
Sie soll nicht so tun als würde sie für Bürger-Rechte kämpfen.
Wenn sie das wirklich will dann soll sie etwas anderes machen.
Sie soll dafür sorgen dass Kinder mit Behinderungen in normale Schulen gehen.
Dort sollen sie die Hilfe bekommen die sie brauchen.
Nur das wäre im Sinne von Rosa Parks.
Rosa Parks hat gegen Trennung gekämpft.
Rosa Parks hat gegen Diskriminierung gekämpft.
Diskriminierung bedeutet: Menschen werden schlecht behandelt.
Eine Person wird schlechter behandelt als andere.
Hier steht der erste Bericht von kobinet-nachrichten vom 5. Juli 2025.

Foto: BIZEPS ChatGPT
Wien / Unna (kobinet) Die Entscheidung des Kreistags in Unna die Sonderschule Nord, die bisher 'Förderzentrum Nord' hieß, zukünftig nach der Bürgerrechtlerin Rosa Parks zu benennen, hat nicht nur in Deutschland für massives Kopfschütteln und Ärger gesorgt, sondern macht auch international negative Schlagzeilen. "Deutsche Sonderschule soll nach Kämpferin gegen Ausgrenzung benannt werden", so titelte der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen Kommentar von Katharina Müllebner mit einem von ChatGPT kreierten Bild. "Die Afroamerikanerin Rosa Parks kämpfte als Bürgerrechtlerin gegen die Ausgrenzung von Afroamerikaner:innen zur Zeit der Rassentrennung. Nun soll eine deutsche Sonderschule ihren Namen tragen - eine neue Form des Etikettenschwindels", heißt es in der Einführung zum Kommentar von Katharina Müllebner.
„Rosa Parks ist eine bekannte Persönlichkeit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In den 1950er Jahren widersetzte sie sich der Rassentrennung, indem sie sich in einem Bus auf einen Platz setzte, der ausschließlich Weißen vorbehalten war. Aufgrund dieser mutigen Aktion wurde sie festgenommen. Mit ihrem Handeln setzte Parks ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Afroamerikaner:innen zur Zeit der Rassentrennung. Umso befremdlicher erscheint es nun, dass ausgerechnet eine deutsche Sonderschule ihren Namen tragen soll“, heißt es in dem Kommentar. Und weiter schreibt Katharina Müllebner aus Österreich auf BIZEPS: „Dass ausgrenzende Einrichtungen wie Tageszentren, Werkstätten oder Sonderschulen Begriffe wie ‚Inklusion‘ im Namen tragen, um zu verschleiern, dass sie eigentlich gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und gegen das Prinzip der Deinstitutionalisierung verstoßen, ist leider auch in Österreich gängige Praxis. Das Perfide an der Benennung nach Rosa Parks ist, dass der Etikettenschwindel nicht sofort erkennbar ist. Natürlich ist es grundsätzlich positiv, wenn öffentliche Einrichtungen nach herausragenden Persönlichkeiten wie Rosa Parks benannt werden. Doch in diesem Fall ist es hochproblematisch: Denn Sondereinrichtungen trennen Menschen mit Behinderungen von Menschen ohne Behinderungen – und behindern somit eine inklusive Gesellschaft. Eine Sonderschule steht symbolisch für genau das, wogegen Rosa Parks gekämpft hat: die Ausgrenzung von Menschen.“
Für die LIGA Selbstvertretung, ein Zusammenschluss von deutschen Selbstvertretungsorganisationen, ist es ein absolutes No-Go, dass sich eine deutsche Förderschule den Anschein des Wirkens im Sinne der Bürgerrechts- und Menschenrechtsbewegung gibt. Wenn die Schule in diesem Sinne tätig sein will, dann soll sie konsequent und nachvollziehbar darauf hinwirken, dass behinderte Kinder und Jugendliche wie alle anderen Schüler*innen auch in eine gemeinsame Schule gehen und dort entsprechend unterstützt werden. Alles andere habe mit Rosa Parks und ihrem Wirken gegen Segregation und Diskriminierung nichts, aber auch gar nichts, zu tun.

Foto: BIZEPS ChatGPT
Wien / Unna (kobinet) Die Entscheidung des Kreistags in Unna die Sonderschule Nord, die bisher 'Förderzentrum Nord' hieß, zukünftig nach der Bürgerrechtlerin Rosa Parks zu benennen, hat nicht nur in Deutschland für massives Kopfschütteln und Ärger gesorgt, sondern macht auch international negative Schlagzeilen. "Deutsche Sonderschule soll nach Kämpferin gegen Ausgrenzung benannt werden", so titelte der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen Kommentar von Katharina Müllebner mit einem von ChatGPT kreierten Bild. "Die Afroamerikanerin Rosa Parks kämpfte als Bürgerrechtlerin gegen die Ausgrenzung von Afroamerikaner:innen zur Zeit der Rassentrennung. Nun soll eine deutsche Sonderschule ihren Namen tragen - eine neue Form des Etikettenschwindels", heißt es in der Einführung zum Kommentar von Katharina Müllebner.
„Rosa Parks ist eine bekannte Persönlichkeit der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. In den 1950er Jahren widersetzte sie sich der Rassentrennung, indem sie sich in einem Bus auf einen Platz setzte, der ausschließlich Weißen vorbehalten war. Aufgrund dieser mutigen Aktion wurde sie festgenommen. Mit ihrem Handeln setzte Parks ein starkes Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Afroamerikaner:innen zur Zeit der Rassentrennung. Umso befremdlicher erscheint es nun, dass ausgerechnet eine deutsche Sonderschule ihren Namen tragen soll“, heißt es in dem Kommentar. Und weiter schreibt Katharina Müllebner aus Österreich auf BIZEPS: „Dass ausgrenzende Einrichtungen wie Tageszentren, Werkstätten oder Sonderschulen Begriffe wie ‚Inklusion‘ im Namen tragen, um zu verschleiern, dass sie eigentlich gegen die UN-Behindertenrechtskonvention und gegen das Prinzip der Deinstitutionalisierung verstoßen, ist leider auch in Österreich gängige Praxis. Das Perfide an der Benennung nach Rosa Parks ist, dass der Etikettenschwindel nicht sofort erkennbar ist. Natürlich ist es grundsätzlich positiv, wenn öffentliche Einrichtungen nach herausragenden Persönlichkeiten wie Rosa Parks benannt werden. Doch in diesem Fall ist es hochproblematisch: Denn Sondereinrichtungen trennen Menschen mit Behinderungen von Menschen ohne Behinderungen – und behindern somit eine inklusive Gesellschaft. Eine Sonderschule steht symbolisch für genau das, wogegen Rosa Parks gekämpft hat: die Ausgrenzung von Menschen.“
Für die LIGA Selbstvertretung, ein Zusammenschluss von deutschen Selbstvertretungsorganisationen, ist es ein absolutes No-Go, dass sich eine deutsche Förderschule den Anschein des Wirkens im Sinne der Bürgerrechts- und Menschenrechtsbewegung gibt. Wenn die Schule in diesem Sinne tätig sein will, dann soll sie konsequent und nachvollziehbar darauf hinwirken, dass behinderte Kinder und Jugendliche wie alle anderen Schüler*innen auch in eine gemeinsame Schule gehen und dort entsprechend unterstützt werden. Alles andere habe mit Rosa Parks und ihrem Wirken gegen Segregation und Diskriminierung nichts, aber auch gar nichts, zu tun.




