BERLIN (kobinet)
Die UN-Behinderten-Rechts-Konvention ist ein Vertrag.
UN-Behinderten-Rechts-Konvention bedeutet: Das ist ein wichtiges Gesetz.
Es gilt für alle Länder.
Das Gesetz sagt: Menschen mit Behinderungen haben gleiche Rechte.
Sie sollen überall mit-machen können.
Der Vertrag ist für die ganze Welt.
Er regelt die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Der Vertrag sagt: Es muss Barriere-Freiheit geben.
Es muss Inklusion geben.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen können überall mitmachen.
Inklusion bedeutet alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Im Oktober ist eine Konferenz in Turin.
Turin ist eine Stadt in Italien.
Die Konferenz ist über barriere-freien Tourismus.
Das ist die 3. Welt-Konferenz zu diesem Thema.
Deshalb hat kobinet gefragt: Wie geht es weiter?
Wir haben den Tourismus-Ausschuss vom Deutschen Bundes-Tag gefragt.
Tourismus-Ausschuss bedeutet: Das ist eine Arbeits-Gruppe.
Die Gruppe arbeitet für Urlaub und Reisen.
Sie macht Pläne für Touristen.
Die Gruppe will mehr Besucher holen.
Stefan Zierke ist Bundes-Tags-Abgeordneter.
Bundes-Tags-Abgeordneter bedeutet: Er arbeitet im Bundes-Tag.
Der Bundes-Tag ist das deutsche Parlament.
Die Menschen wählen den Abgeordneten.
Er macht Gesetze für ganz Deutschland.
Er spricht für die SPD über Tourismus.
Er hat auf unsere Fragen geantwortet.
Stefan Zierke sagt: Die SPD findet Barriere-Freiheit sehr wichtig.
Barriere-Freiheit ist wichtig für moderne Tourismus-Politik.
Tourismus-Politik soll sich an 3 Dingen orientieren.
Das sind: Teilhabe, Qualität und Nachhaltigkeit.
Die SPD will sich weiter für Barriere-Freiheit einsetzen.
Es soll eine neue Tourismus-Strategie geben.
Tourismus-Strategie bedeutet: Das ist ein Plan für Urlaub.
Der Plan zeigt: So können mehr Touristen kommen.
Er sagt auch: Das wollen wir erreichen.
Die Strategie hilft einer Stadt oder einem Land.
In der Strategie soll Barriere-Freiheit wichtig sein.
Es geht um verschiedene Bereiche.
Das sind: Infrastruktur, Service-Qualität, Mitarbeiter-Schulungen und digitale Angebote.
Infrastruktur bedeutet: Das sind wichtige Dinge für das Leben.
Zum Beispiel Straßen und Schulen.
Stefan Zierke sagt: Alle Menschen sollen reisen können.
Alle Menschen sollen am Leben teilnehmen können.
Dafür müssen wir Barrieren abbauen.
Es gibt ein Kennzeichnungs-System.
Kennzeichnungs-System bedeutet: Das sind Zeichen und Symbole.
Die Zeichen zeigen wichtige Infos.
Zum Beispiel: Hier ist ein Aufzug.
Oder: Dieser Weg ist barriere-frei.
Es heißt Reisen für Alle.
Stefan Zierke findet das System wichtig.
Das System hilft bei Transparenz und Qualitäts-Sicherung.
Es motiviert Betriebe zur Verbesserung.
Gäste bekommen verlässliche Informationen.
Betriebe können ihre Angebote besser machen.
Seit Januar 2024 kümmert sich die Bayern Tourist GmbH um das System.
Die Abkürzung ist BTG.
Sie ist jetzt die bundesweite Koordinierung.
Koordinierung bedeutet: Verschiedene Menschen arbeiten zusammen.
Sie sprechen miteinander ab.
Sie planen gemeinsam was sie tun.
So können alle gut zusammen arbeiten.
Sie ist auch die Prüf-Stelle.
Die Deutsche Zentrale für Tourismus kümmert sich um internationale Verbreitung.
Die Abkürzung ist DZT.
Sie kümmert sich auch um die Daten-Nutzung.
Beide Stellen arbeiten zusammen.
Sie arbeiten mit dem Bundes-Ministerium für Wirtschaft und Klima-Schutz zusammen.
Die Abkürzung ist BMWK.
Sie arbeiten auch mit dem Deutschen Behinderten-Rat zusammen.
Die Abkürzung ist DBR.
Sie arbeiten auch mit den Landes-Marketing-Organisationen zusammen.
Das BMWK fördert das Projekt weiter.
Es gibt einen jährlichen Tag des barriere-freien Tourismus.
Er findet auf der ITB Berlin statt.
Die ITB ist eine große Tourismus-Messe.
Der Tag wird öffentlich gefördert.
Die DZT macht den Tag mit.
Die Landes-Organisationen machen mit.
Die Selbst-Vertretungen machen mit.
Selbst-Vertretungen bedeutet: Menschen sprechen für sich selbst.
Sie sagen ihre eigene Meinung.
Sie entscheiden selbst über ihr Leben.
Andere Menschen reden nicht für sie.
Stefan Zierke sagt: Das ist ein wichtiges Schau-Fenster.
Das Schau-Fenster zeigt inklusive Tourismus-Konzepte.
Stefan Zierke hat erklärt: Die SPD findet verschiedene Vorhaben wichtig.
Diese Vorhaben helfen beim Ausbau von barriere-freiem Tourismus:
Im Bereich Verkehr: Die Deutsche Bahn AG führt ihr 5. Barriere-Freiheits-Programm weiter.
Das Programm läuft seit Anfang 2025.
Die Schwer-Punkte sind: Jährlich über 150 Bahn-Steige werden barriere-frei umgestaltet.
Neue rollstuhl-gerechte Fern-Verkehrs-Züge werden eingesetzt.
Zum Beispiel der ICE L.
Das Personal wird geschult.
Es gibt dynamische Anzeigen.
Es gibt taktile Leit-Systeme.
Taktile Leit-Systeme bedeutet: Das sind Hilfen zum Fühlen.
Blinde Menschen können sie mit den Füßen spüren.
Sie zeigen den Weg am Bahn-Hof.
Es gibt barriere-freie Ticket-Automaten.
Digitale Informationen werden ausgebaut.
Digitalisierung bedeutet: Computer machen Arbeit statt Papier.
Dinge werden am Computer gemacht.
Die Mobilitäts-Service-Zentrale wird ausgebaut.
Die Abkürzung ist MSZ.
In Hotellerie, Gastronomie, Kultur und dem öffentlichen Raum: Der Bund fördert barriere-freie Infrastruktur.
Das passiert über Programme wie LIFT Klima.
Das passiert auch bei regionaler Entwicklung.
Auch bei der Städte-Bau-Förderung wird Barriere-Freiheit mitgedacht.
Bei der Digitalisierung wird Barriere-Freiheit mitgedacht.
Beim Einsatz von KI wird Barriere-Freiheit mitgedacht.
Bei digitalen Angeboten: Es gibt die App DB Bahnhof live.
Es gibt barriere-freie Web-Seiten.
Zum Beispiel www.bahn.de und www.bahnhof.de.
Es gibt Video-Reise-Zentren.
Dadurch wird der digitale Zugang zur Mobilität verbessert.
Stefan Zierke hat auch über die Einbeziehung gesprochen.
Es geht um Menschen mit Behinderungen.
Die SPD-Fraktion will Menschen mit Behinderungen strukturell einbinden.
Strukturelle Verankerung bedeutet: Etwas wird fest eingebaut.
Es wird zu einem festen Teil.
Es verschwindet nicht mehr.
Es bleibt immer da.
Das passiert über den Beirat der Bundes-Initiative Barriere-Freiheit.
Im Beirat ist der Deutsche Behinderten-Rat vertreten.
Die SPD empfiehlt: Auf regionaler Ebene sollen partizipative Formate gefördert werden.
Partizipative Formate bedeutet: Menschen können mitmachen.
Sie können ihre Meinung sagen.
Sie können mitbestimmen.
Das passiert bei Treffen oder Veranstaltungen.
Partizipativ bedeutet: Menschen können mitmachen und mitbestimmen.
Kobinet hat auch gefragt: Soll Wissen zu Barriere-Freiheit stärker integriert werden?
Das soll in Lehre, Studium und Ausbildung passieren.
Stefan Zierke hat geantwortet: Ja.
Die SPD-Fraktion erkennt die Notwendigkeit.
Barriere-Freiheit soll als fachliches Quer-Schnitts-Thema integriert werden.
Das soll in Ausbildung und Studium passieren.
Der 9. Alters-Bericht betont den Bildungs-Auftrag.
Das gilt für verschiedene Bereiche.
Das sind: Tourismus, Stadt-Planung, Bau-Wesen, Pflege und Sozial-Arbeit.
Erste Modell-Projekte wurden begonnen.
Zum Beispiel in der Tourismus-Ausbildung.
Aber eine bundesweite strukturelle Verankerung ist weiterhin das Ziel.
Berufs-Schulen, Hoch-Schulen und Ausbildungs-Betriebe sollen ermutigt werden.
Sie sollen unterstützt werden.
Sie sollen barriere-freie Gestaltungs-Kompetenz systematisch vermitteln.
Das soll nicht nur technisch sein.
Das soll auch im Sinne inklusiver Haltung sein.
Das soll auch im Sinne inklusiver Kommunikation sein.
Zum Nachlesen: Links zu den bisher veröffentlichten kobinet-Artikeln zum Thema:

Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen "Barrierefreier Tourismus" weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten. Nun hat auch Stefan Zierke, MdB, der tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion auf unsere Fragen geantwortet,
In seiner Antwort auf unsere Anfrage stellt Stefan Zierke (MdB), der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion fest, dass die SPD-Fraktion Barrierefreiheit als zentrale Voraussetzung einer modernen Tourismuspolitik betrachtet, die sich an Teilhabe, Qualität und Nachhaltigkeit orientiert.“ In dem Zusammenhang verspricht er, die SPD-Bundestagsfraktion werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass auch in der neuen Tourismusstrategie das Thema Barrierefreiheit systematisch berücksichtigt wird. Dabei geht es, wie der Abgeordnete hervorhebt, sowohl um infrastrukturelle Maßnahmen als auch um Servicequalität, Mitarbeiterschulungen und digitale Angebote. „Damit alle Menschen – alt und jung, gesund und krank, mit und ohne Behinderung – neben am Reisen auch am Leben teilnehmen können, müssen wir weiter Barrieren abbauen.“ stellt Zierke fest.
Nach dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ gefragt, schätzt es der tourismuspolitische Sprecher dieser Partei „als bedeutendes Instrument für Transparenz, Qualitätssicherung und Motivation zur Verbesserung barrierefreier Angebote“ ein. Es dient Gästen als verlässliche Informationsquelle und motiviert Betriebe, ihre Angebote strukturiert zu verbessern. Nachdem im Januar 2024 die Bayern Tourist GmbH (BTG) die bundesweite Koordinierung und Prüfstelle übernommen hat, soll sich dieser Verband weiter um dieses Anliegen kümmern. Ebenso wird, so betont der SPD-Politiker, die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) weiterhin für die internationale Verbreitung und Datennutzung verantwortlich sein. „Beide Stellen arbeiten eng mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), dem Deutschen Behindertenrat (DBR) sowie den Landesmarketingorganisationen zusammen. Das Projekt wird aktuell weitergeführt und durch das BMWK gefördert.“ verspricht der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion auf die Nachfrage der kobinet-Nachrichten. Ebenso soll nach seinen Worten der jährliche Tag des barrierefreien Tourismus auf der ITB Berlin im Rahmen dieser Bemühungen weiterhin öffentlich gefördert sowie gemeinsam mit der DZT, den Landesorganisationen und der Selbstvertretungen umgesetzt werden. „Die SPD-Fraktion sieht hierin ein wichtiges Schaufenster für inklusive Tourismuskonzepte.“, hebt Stefan Zierke hervor.
Danach gefragt, welche Vorhaben die SPD im Tourismusausschuss für das Entwickeln von Barrierefreiheit in Bereichen als wichtig einschätzt, die für den Ausbau eines barrierefreien Tourismus von Bedeutung ist, verweist Stefan Zierke (MdB) auf folgende Vorhaben:
- Im Bereich Verkehr: Die Deutsche Bahn AG, die seit Anfang 2025 ihr 5. Barrierefreiheitsprogramm weiterführt. Als Schwerpunkte wurde dabei auf die barrierefreie Umgestaltung von jährlich über 150 Bahnsteigen, der Einsatz neuer rollstuhlgerechter Fernverkehrszüge (z. B. ICE L), sie Schulungen des Personals, dynamische Anzeigen, taktile Leitsysteme, barrierefreie Ticketautomaten sowie der Ausbau digitaler Informationen und der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) verwiesen.
- In Hotellerie, Gastronomie, Kultur und dem öffentlicher Raum: Die Förderung barrierefreier Infrastruktur über Programme wie LIFT Klima oder im Rahmen regionaler Entwicklung durch den Bund. Auch in der Städtebauförderung und bei der Digitalisierung oder dem Einsatz von KI wird Barrierefreiheit zunehmend mitgedacht.
- Bei digitale Angebote: Mit Angeboten wie der App „DB Bahnhof live“, barrierefreien Webseiten (z. B. www.bahn.de, www.bahnhof.de) und Video-Reisezentren wird auch digitaler Zugang zur Mobilität verbessert.
Hinsichtlich der Frage nach der Einbeziehung der von Behinderungen betroffener Personen hat der SPD-Bundestagsabgeordnete darauf verwiesen, dass sich die SPD-Fraktion für die strukturelle Einbindung von Menschen mit Behinderungen einsetzt – etwa über den Beirat der Bundesinitiative Barrierefreiheit, in dem der Deutsche Behindertenrat (DBR) vertreten ist. Zudem wird von dieser Partei empfohlen, auf regionaler Ebene partizipative Formate zu fördern.
Kobinet hatte abschließend auch danach gefragt, ob es Überlegungen gibt, Wissen zu Barrierefreiheit stärker in Lehre, Studium und Ausbildung zu integrieren. Dazu hat Stefan Zierke (MdB) erklärt: „Ja. Die SPD-Fraktion erkennt die Notwendigkeit, Barrierefreiheit als fachliches Querschnittsthema in Ausbildung und Studium zu integrieren. Der 9. Altersbericht betont den Bildungsauftrag in Bereichen wie Tourismus, Stadtplanung, Bauwesen, Pflege und Sozialarbeit. Erste Modellprojekte wurden begonnen – etwa in der Tourismusausbildung –, aber eine bundesweite strukturelle Verankerung ist weiterhin Ziel. Berufsschulen, Hochschulen und Ausbildungsbetriebe sollen ermutigt und unterstützt werden, barrierefreie Gestaltungskompetenz systematisch zu vermitteln – nicht nur technisch, sondern auch im Sinne inklusiver Haltung und Kommunikation.“
Zum Nachlesen: Links zu den bisher zum Thema veröffentlichten kobinet-Artikel:
Partei Die Linke will sich weiter für barrierefreien Tourismus einsetzen | kobinet-nachrichten
Bündnis90/Die Grünen antworten als bisher einzige Partei auf kobinet-Anfrage | kobinet-nachrichten

Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet) Die UN-Behindertenrechtskonvention, das weltweite Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, enthält eine Vielzahl von Aufgaben für die Gestaltung von Barrierefreiheit sowie die Bedingungen für die Inklusion. Mit dem Blick auf die bevorstehende Dritte Weltkonferenz zu barrierefreiem Tourismus, welche im Oktober im italienischen Turin stattfinden wird, hat die kobinet-Redaktion einmal nachgefragt, wie es denn mit der neu gewählten Bundesregierung in Sachen "Barrierefreier Tourismus" weitergehen wird. Dazu hatten wir den Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages um Informationen dazu gebeten. Nun hat auch Stefan Zierke, MdB, der tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion auf unsere Fragen geantwortet,
In seiner Antwort auf unsere Anfrage stellt Stefan Zierke (MdB), der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion fest, dass die SPD-Fraktion Barrierefreiheit als zentrale Voraussetzung einer modernen Tourismuspolitik betrachtet, die sich an Teilhabe, Qualität und Nachhaltigkeit orientiert.“ In dem Zusammenhang verspricht er, die SPD-Bundestagsfraktion werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass auch in der neuen Tourismusstrategie das Thema Barrierefreiheit systematisch berücksichtigt wird. Dabei geht es, wie der Abgeordnete hervorhebt, sowohl um infrastrukturelle Maßnahmen als auch um Servicequalität, Mitarbeiterschulungen und digitale Angebote. „Damit alle Menschen – alt und jung, gesund und krank, mit und ohne Behinderung – neben am Reisen auch am Leben teilnehmen können, müssen wir weiter Barrieren abbauen.“ stellt Zierke fest.
Nach dem Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ gefragt, schätzt es der tourismuspolitische Sprecher dieser Partei „als bedeutendes Instrument für Transparenz, Qualitätssicherung und Motivation zur Verbesserung barrierefreier Angebote“ ein. Es dient Gästen als verlässliche Informationsquelle und motiviert Betriebe, ihre Angebote strukturiert zu verbessern. Nachdem im Januar 2024 die Bayern Tourist GmbH (BTG) die bundesweite Koordinierung und Prüfstelle übernommen hat, soll sich dieser Verband weiter um dieses Anliegen kümmern. Ebenso wird, so betont der SPD-Politiker, die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) weiterhin für die internationale Verbreitung und Datennutzung verantwortlich sein. „Beide Stellen arbeiten eng mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), dem Deutschen Behindertenrat (DBR) sowie den Landesmarketingorganisationen zusammen. Das Projekt wird aktuell weitergeführt und durch das BMWK gefördert.“ verspricht der tourismuspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion auf die Nachfrage der kobinet-Nachrichten. Ebenso soll nach seinen Worten der jährliche Tag des barrierefreien Tourismus auf der ITB Berlin im Rahmen dieser Bemühungen weiterhin öffentlich gefördert sowie gemeinsam mit der DZT, den Landesorganisationen und der Selbstvertretungen umgesetzt werden. „Die SPD-Fraktion sieht hierin ein wichtiges Schaufenster für inklusive Tourismuskonzepte.“, hebt Stefan Zierke hervor.
Danach gefragt, welche Vorhaben die SPD im Tourismusausschuss für das Entwickeln von Barrierefreiheit in Bereichen als wichtig einschätzt, die für den Ausbau eines barrierefreien Tourismus von Bedeutung ist, verweist Stefan Zierke (MdB) auf folgende Vorhaben:
- Im Bereich Verkehr: Die Deutsche Bahn AG, die seit Anfang 2025 ihr 5. Barrierefreiheitsprogramm weiterführt. Als Schwerpunkte wurde dabei auf die barrierefreie Umgestaltung von jährlich über 150 Bahnsteigen, der Einsatz neuer rollstuhlgerechter Fernverkehrszüge (z. B. ICE L), sie Schulungen des Personals, dynamische Anzeigen, taktile Leitsysteme, barrierefreie Ticketautomaten sowie der Ausbau digitaler Informationen und der Mobilitätsservice-Zentrale (MSZ) verwiesen.
- In Hotellerie, Gastronomie, Kultur und dem öffentlicher Raum: Die Förderung barrierefreier Infrastruktur über Programme wie LIFT Klima oder im Rahmen regionaler Entwicklung durch den Bund. Auch in der Städtebauförderung und bei der Digitalisierung oder dem Einsatz von KI wird Barrierefreiheit zunehmend mitgedacht.
- Bei digitale Angebote: Mit Angeboten wie der App „DB Bahnhof live“, barrierefreien Webseiten (z. B. www.bahn.de, www.bahnhof.de) und Video-Reisezentren wird auch digitaler Zugang zur Mobilität verbessert.
Hinsichtlich der Frage nach der Einbeziehung der von Behinderungen betroffener Personen hat der SPD-Bundestagsabgeordnete darauf verwiesen, dass sich die SPD-Fraktion für die strukturelle Einbindung von Menschen mit Behinderungen einsetzt – etwa über den Beirat der Bundesinitiative Barrierefreiheit, in dem der Deutsche Behindertenrat (DBR) vertreten ist. Zudem wird von dieser Partei empfohlen, auf regionaler Ebene partizipative Formate zu fördern.
Kobinet hatte abschließend auch danach gefragt, ob es Überlegungen gibt, Wissen zu Barrierefreiheit stärker in Lehre, Studium und Ausbildung zu integrieren. Dazu hat Stefan Zierke (MdB) erklärt: „Ja. Die SPD-Fraktion erkennt die Notwendigkeit, Barrierefreiheit als fachliches Querschnittsthema in Ausbildung und Studium zu integrieren. Der 9. Altersbericht betont den Bildungsauftrag in Bereichen wie Tourismus, Stadtplanung, Bauwesen, Pflege und Sozialarbeit. Erste Modellprojekte wurden begonnen – etwa in der Tourismusausbildung –, aber eine bundesweite strukturelle Verankerung ist weiterhin Ziel. Berufsschulen, Hochschulen und Ausbildungsbetriebe sollen ermutigt und unterstützt werden, barrierefreie Gestaltungskompetenz systematisch zu vermitteln – nicht nur technisch, sondern auch im Sinne inklusiver Haltung und Kommunikation.“
Zum Nachlesen: Links zu den bisher zum Thema veröffentlichten kobinet-Artikel:
Partei Die Linke will sich weiter für barrierefreien Tourismus einsetzen | kobinet-nachrichten
Bündnis90/Die Grünen antworten als bisher einzige Partei auf kobinet-Anfrage | kobinet-nachrichten




