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UN-Behindertenrechtskonvention historische Vereinbarung für Rechte behinderter Menschen

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Foto: BODYS

Bochum (kobinet) Das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) feiert ein bedeutendes Jubiläum: 15 Jahre seit der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Diese historische Vereinbarung hat die Grundlage für die Förderung der Rechte von Menschen mit Behinderungen weltweit geschaffen und eine neue Ära der Inklusion und Gleichberechtigung eingeleitet. Darauf weist BODYS in einer aktuellen Presseinformation hin.

„Die UN-BRK, die am 13. Dezember 2006 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde und am 26. März 2009 nach Ratifikation in Deutschland in Kraft trat, markierte einen Wendepunkt in der Anerkennung der Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie verpflichtet die Vertragsparteien dazu, die Menschenrechte und Grundfreiheiten von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen und gleichzeitig sicherzustellen, dass sie gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können“, heißt es in der Presseinformation von BODYS. Seit Gründung im Jahre 2015 hat sich das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) als führende Institution in Deutschland etabliert, die sich der Forschung, Lehre und Förderung der Disability Studies widmet. Durch seine Arbeit hat das Zentrum dazu beigetragen, das Bewusstsein für die Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen zu schärfen und innovative Ansätze zur Förderung ihrer Menschenrechte zu entwickeln.

Prof. Dr. Kathrin Römisch, stellvertretende Leiterin des Bochumer Zentrums für Disability Studies, kommentierte: „Die Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention vor 15 Jahren war ein wichtiger Meilenstein für die Anerkennung behinderter Menschen als Menschenrechtssubjekte in Deutschland. Als Zentrum für Disability Studies fühlen wir uns geehrt, einen Beitrag zur Förderung menschenrechtsbasierter Forschung und Behindertenpolitik geleistet zu haben.“ Die Leiterin, Prof. Dr. Theresia Degener, fügt hinzu: „Die zweite Staatenprüfung vor dem Genfer UN-BRK Ausschuss im August 2023 hat jedoch erneut bestätigt, dass Deutschland noch viele Anstrengungen unternehmen muss, um die segregierenden Strukturen im Bildungs-, Arbeits- und Wohnungswesen zu überwinden. Weder Förderschulen noch Werkstätten für behinderte Menschen noch spezielle Wohneinrichtungen sind Teil einer menschenrechtsbasierten Inklusion.“

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte plant das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) für den 10. Dezember 2024 (Internationaler Tag der Menschenrechte), das Jubiläum der Ratifikation der UN-BRK mit einem Workshop zum Thema Transformation in der deutschen Behindertenarbeit zu begehen

Weitere Informationen über das Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) und seine Aktivitäten im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums der Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention gibt’s unter: www.bodys-wissen.de.

Weiteres zum Thema:

„Die UN-Behindertenrechtskonvention als Meilenstein“, Prof. Dr. Theresia Degener im Interview beim Deutschlandfunk, Kalenderblatt vom 24.02.2024