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Kritik an mdr-Interview mit Ausfällen zur schulischen Inklusion kabarettistisch aufbereitet

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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Im Zusammenhang mit den diskriminierenden Äußerungen zur schulischen Inklusion von Björn Höcke im mdr-Sommerinterview hat die Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrats, Prof. Dr. Sigrid Arnade, auch den mdr kritisiert, der Björn Höcke eine entsprechende Plattform geboten und nicht eingegriffen hat, als menschenrechtsverachtende Thesen artikuliert wurden. Diese Kritik hat nun auch Florian Schroeder mit seinem kabarettistischen Beitrag in der Reihe WDR 2 Kabarett mit dem Beitrag "Harmlos mit Höcke" bekräftigt. Auch aus Baden-Württemberg gibt es Kritik an der Haltung der AfD zur schulischen Inklusion.

Link zum Beitrag von Florian Schroeder in WDR 2 Kabarett vom 15. August 2023

Link zum kobinet-Bericht vom 14. August mit der Kritik von Prof. Dr. Sigrid Arnade

Dass es sich bei der AfD anscheinend um ein Muster handelt, benachteiligte Gruppen abzuwerten, um Aufmerksamkeit zu bekommen, macht auch eine Reaktion aus Baden-Württemberg deutlich. Die Beauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Simone Fischer, widerspricht entschieden den Äußerungen zur Inklusion von Kindern mit Behinderungen des Thüringer AfD-Chefs und des baden-württembergischen AfD-Fraktionschefs. In ihren Sommerinterviews hatten diese gefordert, Kinder mit Behinderungen nicht mehr an Regelschulen zu unterrichten. „Jedes Kind hat das Recht auf Inklusion, überall. Es handelt sich um ein Grund- und Menschenrecht. Sie ist nicht verhandelbar. Wem nichts Besseres einfällt, als Menschen mit Behinderungen 14 Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention die Schultür vor der Nase zuzuschlagen und sie auf Sonderstrukturen zu verweisen, offenbart neben Vorurteilen, überkommene Ansätze und Vorstellungen sowie ungenügend Kenntnisse über die Rechte und Möglichkeiten eines jeden einzelnen Menschen und gelungener Inklusion. Er entlarvt seine begrenzte bildungs-, sozial- und arbeitsmarktpolitische Kompetenz. Er grenzt und sortiert aus. Er schiebt Kindern und Familien große Belastungen zu, anstatt sich dafür einzusetzen, dass Rahmenbedingungen sich verbessern, und für ein Bildungssystem einzutreten, das gerecht, zeitgemäß und klug ist“, stellte Simone Fischer klar.