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Siegen (kobinet) "Behinderte in die Parlamente!" Dies forderte die Behindertenbewegung bereits in den 90er Jahren. Heute, am 11. Dezember, haben die Grünen bei ihren Parteitagen zur Listenaufstellung der Kandidat*innen für die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, diesen Ruf zu erhören und für mehr Vielfalt in den Parlamenten zu sorgen. Mit Dennis Sonne in Nordrhein-Westfalen und Christian Judith in Schleswig-Holstein bewerben sich zwei äusserst und langjährig engagierte behinderte Menschen um aussichtsreiche Listenplätze für die im kommenden Frühjahr stattfindenden Landtagswahlen.

Dennis Sonne mit Grünem-T-Shirt mit Robert Habeck
Im Vorfeld der heutigen Listenparteitage führten die kobinet-nachrichten Interviews mit Dennis Sonne und Christian Judith über ihre Pläne:
Link zum Interview mit Dennis Sonne
Link zum Interview mit Christian Judith
Den beiden Kandidat*innen ist klar, dass heute für sie jede Stimme zählt, denn auch bei den Grünen ist mittlerweile die Konkurrenz unter den Kandidat*innen größer geworden. Gerade im Hinblick auf die Möglichkeit der digitalen Teilhabe und Abstimmung von zu Hause auf, hoffen sie, dass sich auch verstärkt behinderte Parteimitglieder an der Wahl zur Listenaufstellung beteiligen.





So langsam frage ich mich, warum hier so etwas überhaupt publiziert wird, denn als „Nachrichtendienst“ sollte man sich auch ein wenig an die journalistischen Regeln halten. Warum sage ich das:
„„Behinderte in die Parlamente!“ Dies forderte die Behindertenbewegung bereits in den 90er Jahren“ – Okay, wieder einmal eine „Forderung“. Diese Forderung ist nur sinnlos, denn so funktioniert Demokratie nicht.
Demokratie heißt, „gewählt werden“. Gewählt werden heißt, sich zur Wahl aufstellen. – Also über ein Direktmandat in das Parlament kommen.
Oder alternativ über die „Listenwahl“. Für die Listen sind die Parteien verantwortlich und meist sind die Listenplätze ebenfalls ein demokratischer Prozess innerhalb der Parteien und erfolgen über parteiinterne Wahlprozesse.
Das ist Demokratie und die kann nicht durch Forderungen ausgehebelt werden.