Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

Gehörlosenbund kritisiert Darstellung seiner Haltung zur Maskenpflicht

Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Logo des Deutschen Gehörlosen-Bundes
Foto: Deutscher Gehörlosen-Bund

BERLIN (kobinet) Der Deutsche Gehörlosen-Bund findet es irreführend, dass aus der Antwort der Bundesregierung die Schlussfolgerung gezogen wird, dass „Gehörlose durch Maskenpflicht beeinträchtigt“ werden, und hat sich deshalb auch an die kobinet-Redaktion gewand, die am 9. November 2020 auf der Grundlage dieser veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Antwort in dem Mitteilungen "heute im Parlament" berichtet hatte.

Der Vertreter des Deutschen Gehörlosen-Bundes weist darauf hin, dass auf Seite sechs der Antwort der Bundesregierung steht deutlich: „Eine Verständigung von gehörlosen Menschen untereinander mittels Deutscher Gebärdensprache wird durch Tragen einer MNB nur marginal erschwert.“ Daraus die Überschrift abzuleiten, dass „Gehörlose durch Masken beeinträchtigt“ werden, ist eine zu sehr verkürzte Darstellung. Damit wird aus Sicht des Deutschen Gehörlosen-Bundes ignoriert, dass die Maskenpflicht nur ein kleines Problem ist.

Vielmehr steht die Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft bei ganz anderen Sachen vor großen Hürden: Gehörlosenzentren müssen als Folge der Pandemiemaßnahmen schließen, Informationen der Bundesregierung und der Gesundheitsämter treffen nur unzulänglich ein, die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist nicht barrierefrei und noch viel mehr. Da ist die Maskenpflicht nur die Spitze des Eisbergs. Das hat unser Referent für politische Arbeit, Daniel Büter, ausführlich auf unserer Pressekonferenz am 23.09.2020 erklärt. Das dazugehörige Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.

Der betreffende kobinet-Bericht ist hier nachzulesen.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/snry480