Das ist meine erste Kolumne.
Eine Kolumne ist ein Text in der Zeitung.
Ein Autor schreibt seine Meinung.
Ich wage es zu schreiben.
kobinet hat ein neues Werkzeug.
Das Werkzeug hilft beim Schreiben.
Es nutzt KI.
Ich bin gespannt auf die Vor-Schläge.
Diesmal schreibe ich aus Frankreich.
Ich bin wirklich hier.
Nicht zu Hause am Schreib-Tisch.
Das ist das 3. Jahr nach-einander.
Ich mache Urlaub in Frankreich.
Die Land-Schaften sind schön.
Die Camping-Plätze sind barriere-frei.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird aus-geschlossen.
Das ist dort normal.
Manche Leute wundern sich.
Ich spreche kein Französisch.
Ich verstehe auch kein Französisch.
Aber das ist gut so.
Wenn man die Sprache nicht versteht ist das gut.
Man hört nicht andere Gespräche.
Man ärgert sich nicht über andere Menschen.
Das ist entspannend.
Ich nutze Google-Übersetzer.
Das ist ein Computer-Programm.
Das Programm übersetzt Texte.
Du gibst ein Wort ein.
Das Programm macht daraus ein Wort in einer anderen Sprache.
Zum Beispiel für: Für 3 Nächte ohne Strom bitte.
Oder: Ich spreche kein Französisch.
Entschuldigen Sie bitte.
Das funktioniert gut.
Ich muss nicht viel reden.
Auf der Hin-Fahrt hörte ich Radio.
Es kam eine Nachricht.
In Deutschland gibt es weniger Toleranz.
Toleranz bedeutet: andere Meinungen akzeptieren und respektieren.
Man lässt andere Menschen ihre Meinung haben.
Am meisten Toleranz gibt es noch für: Menschen mit Behinderung.
Und für Geschlechter-Vielfalt.
Geschlechter-Vielfalt bedeutet: Es gibt verschiedene Geschlechter.
Manche Menschen sind Frauen oder Männer.
Andere Menschen fühlen sich anders.
Alle Menschen sind wichtig.
Ich bin ein weißer Mann mit Behinderung.
Ich habe in Deutschland noch Glück.
Andere Menschen haben es schwerer.
Zum Beispiel schwarze Menschen.
Oder Menschen mit Migrations-Hinter-Grund.
Das bedeutet: Eine Person oder ihre Familie ist um-gezogen.
Sie sind aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen.
Das kann vor langer Zeit gewesen sein.
Das ist nicht fair.
In meiner Heimat-Gemeinde ist es schlecht.
Das ist in Mittel-Hessen.
Die AfD blockiert dort etwas Wichtiges.
Sie blockiert die Satzung vom Behinderten-Beirat.
Eine Satzung ist ein Regel-Heft.
In der Satzung stehen wichtige Regeln.
Die Regeln gelten für einen Verein oder eine Gruppe.
Alle müssen sich an die Regeln halten.
Die CDU hilft der AfD dabei.
Das ist nicht richtig.
Der Behinderten-Beirat soll mit-reden dürfen.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
In der Gruppe sind Menschen mit Behinderungen.
Sie sprechen für alle Menschen mit Behinderungen.
Sie setzen sich für ihre Rechte ein.
Der Beirat soll auch mit-bestimmen dürfen.
Das steht in einer UN-Konvention.
Das ist ein Vertrag für Menschen mit Behinderung.
Viele Länder haben unterschrieben.
Eine UN-Konvention ist ein wichtiges Gesetz.
Deutschland muss sich daran halten.
Aber meine kleine Gemeinde macht das nicht.
Die Gemeinde hat 6500 Ein-Wohner.
Das ist sehr klein.
Aber die Gemeinde hält sich nicht an das Gesetz.
Das macht mich wütend.
Wie sollen dann große Länder das machen?
Ich mag die AfD gar nicht.
Ich mag die CDU auch nicht mehr.
Sie arbeiten zusammen.
Das ist schlecht für Menschen mit Behinderung.
Hier im Urlaub muss ich nicht diskutieren.
Das ist gut.
Aber gestern sprach mich jemand an.
Die Person sprach schlecht Deutsch.
Die Person sagte: Marine Le Pen ist gut für Frankreich.
Marine Le Pen ist eine rechte Politikerin.
In Frankreich stehen manche Orts-Schilder verkehrt herum.
Sie stehen auf dem Kopf.
Das ist ein Protest.
Die Menschen sind un-zufrieden mit der Politik.
Sie finden: Alles steht Kopf.
Wenn ich das zu Hause mache bekomme ich Ärger.
Das ist dann Land-Friedens-Bruch.
Das bedeutet: Eine Person macht schwere Gewalt gegen andere Menschen.
Die Gewalt ist so schlimm, dass alle Menschen im Land Angst haben.
Das ist ein sehr schweres Verbrechen.
Die Polizei muss dann schnell helfen.
Das ist strafbar.
Manche Orts-Schilder hier haben schöne Namen.
Zum Beispiel: Gillette oder Tourette.
Da steht auch drauf: Kleine Städte mit Charakter.
Charakter bedeutet: besondere Eigenschaften.
Bei meiner Heimat-Gemeinde müsste stehen: Kleine Stadt ohne Charakter.
Das passt besser.
Willkommen zu Hause!
Stephan Laux, September 2025

Foto: Lens_and_Light In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Saint-Martin-du-Var (kobinet) Dies ist meine erste Kolumne, die ich zu schreiben wage, nachdem kobinet ein KI-basiertes Tool zur Verfügung stellt, das dem Verfasser Hilfe bei Stil und Form seines Werkes bietet. Ich bin gespannt, was das Tool zur Überschrift dieser Kolumne vorschlägt. Berichte ich diesmal doch tatsächlich, also rein geografisch, aus dieser französischen Region und nicht von meinem heimischen Schreibtisch aus.
Schon zum dritten Mal hintereinander verbringe ich meinen Urlaub in Frankreich, wo die Landschaften schön und die Campingplätze selbstverständlich barrierefrei sind. Manche in meinem Umfeld verwundert das. Spreche und verstehe ich doch kein Wort dieser wohlklingenden Sprache.
Wahrscheinlich ist das genau ein Grund, warum es mich in den letzten Jahren in unser Nachbarland zieht. Wenn man die Sprache weder versteht noch spricht, kommt man nicht in Versuchung, heimlich Gespräche am Nachbartisch zu belauschen, um sich dann über deren Inhalt zu ärgern.
„Pour trois nuits sans électricité s’il vous plaît“ – „Für drei Nächte ohne Strom bitte“; „Je ne parle pas français. Excusez-moi, s’il vous plaît“ – „Ich spreche kein Französisch, entschuldigen Sie bitte“. Das bekommt der Google-Übersetzer tadellos hin und entbindet einen jeglicher Pflicht zur Konversation, einige Höflichkeitsfloskeln wie „Merci“ und „Bonjour“ ausgenommen.
Ich weiß nicht, wie es in Frankreich aktuell aussieht, aber als ich auf der Hinfahrt noch den Deutschlandfunk im Autoradio empfing, kam in den Nachrichten die Meldung, dass in Deutschland die Toleranz abgenommen habe. Am tolerantesten sei man noch in den Bereichen Behinderung und Geschlecht.
Da habe ich persönlich, als weißer Mann mit Behinderung, in Deutschland noch relativ gute Karten. Gar nicht auszudenken, wäre ich divers, schwarz, muslimisch und hätte einen Migrationshintergrund.
Ganz so gut steht es um die Toleranz gegenüber unserer Randgruppe in meiner Heimatgemeinde in Mittelhessen nicht. Wobei wir wieder bei Nachrichten aus der deutschen Provinz wären. Ein kommunaler Ableger der AfD blockiert mit Unterstützung der CDU die Abstimmung über die Satzung des Beirates für Menschen mit Behinderungen, weil sie unter anderem ein Stimm- und Rederecht beinhaltet. In der deutschen Provinz sind die Brandmauern niedriger. Und ich frage mich, warum sich Unrechtsstaaten an das Völkerrecht halten sollen, wenn es nicht einmal einer 6500-Seelen-Gemeinde gelingt, eine völkerrechtlich bindende Konvention umzusetzen.
Meine persönliche Toleranzschwelle gegenüber der AfD bewegte sich schon immer gegen null. Und die der CDU schrappt extrem daran entlang.
Zum Glück muss ich hier im Urlaub aus oben genannten Gründen keine Diskussionen darüber anfangen. Obwohl mich gestern vollkommen unaufgefordert ein Passant in brüchigem Deutsch ansprach, um mir zu erklären, dass Marine Le Pen nicht ein Problem, sondern die Lösung für Frankreich sei.
Auf meiner „Tour de France“ fallen mir immer wieder Ortsschilder auf, die auf dem Kopf stehen. Dieses Zeichen ist Teil einer Protestbewegung, die politische Entwicklungen „auf den Kopf gestellt“ sieht. Wenn ich das Schild meiner Heimatgemeinde bei der Ortseinfahrt zu meinem Zuhause ummontiere, bekomme ich bestimmt eine Klage wegen „Landfriedensbruch“ an den Hals.
Manche Ortsschilder in der Provence mit so klangvollen Namen wie „Gillette“ oder „Tourette“ sind mit dem Zusatz versehen: „Petites Cités avec Caractère“.
„Petites Cités sans Caractère“ müsste dann wohl am Ortseingang meiner Heimatgemeinde stehen.
Willkommen daheim!
Stephan Laux, September 2025

Foto: Lens_and_Light In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
Saint-Martin-du-Var (kobinet) Dies ist meine erste Kolumne, die ich zu schreiben wage, nachdem kobinet ein KI-basiertes Tool zur Verfügung stellt, das dem Verfasser Hilfe bei Stil und Form seines Werkes bietet. Ich bin gespannt, was das Tool zur Überschrift dieser Kolumne vorschlägt. Berichte ich diesmal doch tatsächlich, also rein geografisch, aus dieser französischen Region und nicht von meinem heimischen Schreibtisch aus.
Schon zum dritten Mal hintereinander verbringe ich meinen Urlaub in Frankreich, wo die Landschaften schön und die Campingplätze selbstverständlich barrierefrei sind. Manche in meinem Umfeld verwundert das. Spreche und verstehe ich doch kein Wort dieser wohlklingenden Sprache.
Wahrscheinlich ist das genau ein Grund, warum es mich in den letzten Jahren in unser Nachbarland zieht. Wenn man die Sprache weder versteht noch spricht, kommt man nicht in Versuchung, heimlich Gespräche am Nachbartisch zu belauschen, um sich dann über deren Inhalt zu ärgern.
„Pour trois nuits sans électricité s’il vous plaît“ – „Für drei Nächte ohne Strom bitte“; „Je ne parle pas français. Excusez-moi, s’il vous plaît“ – „Ich spreche kein Französisch, entschuldigen Sie bitte“. Das bekommt der Google-Übersetzer tadellos hin und entbindet einen jeglicher Pflicht zur Konversation, einige Höflichkeitsfloskeln wie „Merci“ und „Bonjour“ ausgenommen.
Ich weiß nicht, wie es in Frankreich aktuell aussieht, aber als ich auf der Hinfahrt noch den Deutschlandfunk im Autoradio empfing, kam in den Nachrichten die Meldung, dass in Deutschland die Toleranz abgenommen habe. Am tolerantesten sei man noch in den Bereichen Behinderung und Geschlecht.
Da habe ich persönlich, als weißer Mann mit Behinderung, in Deutschland noch relativ gute Karten. Gar nicht auszudenken, wäre ich divers, schwarz, muslimisch und hätte einen Migrationshintergrund.
Ganz so gut steht es um die Toleranz gegenüber unserer Randgruppe in meiner Heimatgemeinde in Mittelhessen nicht. Wobei wir wieder bei Nachrichten aus der deutschen Provinz wären. Ein kommunaler Ableger der AfD blockiert mit Unterstützung der CDU die Abstimmung über die Satzung des Beirates für Menschen mit Behinderungen, weil sie unter anderem ein Stimm- und Rederecht beinhaltet. In der deutschen Provinz sind die Brandmauern niedriger. Und ich frage mich, warum sich Unrechtsstaaten an das Völkerrecht halten sollen, wenn es nicht einmal einer 6500-Seelen-Gemeinde gelingt, eine völkerrechtlich bindende Konvention umzusetzen.
Meine persönliche Toleranzschwelle gegenüber der AfD bewegte sich schon immer gegen null. Und die der CDU schrappt extrem daran entlang.
Zum Glück muss ich hier im Urlaub aus oben genannten Gründen keine Diskussionen darüber anfangen. Obwohl mich gestern vollkommen unaufgefordert ein Passant in brüchigem Deutsch ansprach, um mir zu erklären, dass Marine Le Pen nicht ein Problem, sondern die Lösung für Frankreich sei.
Auf meiner „Tour de France“ fallen mir immer wieder Ortsschilder auf, die auf dem Kopf stehen. Dieses Zeichen ist Teil einer Protestbewegung, die politische Entwicklungen „auf den Kopf gestellt“ sieht. Wenn ich das Schild meiner Heimatgemeinde bei der Ortseinfahrt zu meinem Zuhause ummontiere, bekomme ich bestimmt eine Klage wegen „Landfriedensbruch“ an den Hals.
Manche Ortsschilder in der Provence mit so klangvollen Namen wie „Gillette“ oder „Tourette“ sind mit dem Zusatz versehen: „Petites Cités avec Caractère“.
„Petites Cités sans Caractère“ müsste dann wohl am Ortseingang meiner Heimatgemeinde stehen.
Willkommen daheim!
Stephan Laux, September 2025




