Bielefeld (kobinet)
Du liest hier etwas über Gewalt gegen behinderte Menschen.
Das Thema ist gerade sehr wichtig.
Gewalt bedeutet: Eine Person tut einer anderen Person weh.
Das kann mit Worten passieren.
Das kann auch mit Schlägen passieren.
Es gibt viele verschiedene Arten von Gewalt.
Das Land-Gericht Bielefeld verhandelt einen Fall.
Ein Land-Gericht ist ein großes Gericht.
Dort verhandelt das Gericht schwere Verbrechen.
Verhandeln bedeutet: Das Gericht hört sich den Fall an.
Das Gericht entscheidet dann über die Schuld.
Ein Fall ist eine Sache vor Gericht.
Jemand hat etwas Verbotenes getan.
Drei ehemalige Chefs und ein Arzt sind angeklagt.
Angeklagt bedeutet: Jemand sagt vor Gericht.
Eine Person hat etwas Schlechtes getan.
Die Angeklagten sind diese Personen.
Ihnen wird etwas Schlechtes vorgeworfen.
Die Angeklagten sind 53 bis 73 Jahre alt.
Die Angeklagten arbeiteten in der Diakonischen-Stiftung-Wittekindshof.
Die Diakonische-Stiftung-Wittekindshof liegt in Bad Oeynhausen.
Die Angeklagten sperrten jahrelang Menschen ein.
Eingesperrt sein bedeutet: Eine Person bleibt in einem Raum.
Die Person darf nicht raus.
Die Staats-Anwaltschaft wirft den Angeklagten Freiheits-Beraubung vor.
Die Staats-Anwaltschaft ist eine Behörde.
Die Staats-Anwaltschaft prüft: Hat jemand ein Gesetz gebrochen?
Dann klagt die Staats-Anwaltschaft vor Gericht an.
Freiheits-Beraubung ist ein schweres Verbrechen.
Jemand sperrt eine andere Person ein.
Eingesperrt sein nennt man auch Freiheits-Entziehung.
Freiheits-Entziehung bedeutet: Jemand nimmt die Freiheit.
Die Person darf nicht mehr frei sein.
Das passierte in fast 200 Fällen.
Der Fall betrifft eine Wohn-Gruppe der Stiftung.
Eine Wohn-Gruppe ist: Mehrere Leute wohnen zusammen.
Die Leute wohnen in einer Wohnung.
Die Leute teilen Küche und Bad.
Dort leben Menschen mit Verhaltens-Auffälligkeiten.
Verhaltens-Auffälligkeiten bedeutet: Eine Person verhält sich anders.
Die Person ist manchmal sehr wütend oder traurig.
Im Mittelpunkt steht ein Time-Out-Raum.
Ein Time-Out-Raum ist ein besonderer Raum.
Dort soll sich jemand beruhigen.
Der Time-Out-Raum ist ein kahler Raum.
Der Raum hat keine Möbel.
Fast jeden Tag sperrten die Angeklagten Menschen dort ein.
Die eingesperrten Menschen hatten starke Aggressionen.
Aggressionen bedeutet: Jemand ist sehr wütend.
Die Person möchte anderen wehtun.
Die Person möchte Sachen kaputt machen.
Die Menschen mussten stundenlang im Raum bleiben.
Fest-gehalten werden nennt man Fixierung.
Fixierung bedeutet: Man hält eine Person fest.
Zum Beispiel mit Gurten an einem Bett.
Die Menschen wurden auch psychisch eingeschüchtert.
Eingeschüchtert sein bedeutet: Jemand hat große Angst.
Die Person traut sich nicht mehr, etwas zu sagen.
So schreibt die Aachener-Zeitung.
Hier ist der Bericht der Aachener-Zeitung:
Hier ist ein Bericht der kobinet-nachrichten vom 5. Juli 2021:
Der Bericht heißt: Ermittlungen gegen 165 Beschuldigte des Wittekindshof.
Ermittlungen bedeutet: Die Polizei sucht Beweise.
Die Polizei will wissen: Hat jemand ein Verbrechen begangen?
Beschuldigte sind Personen.
Die Polizei verdächtigt die Beschuldigten.
Bericht der kobinet-nachrichten vom 5. Juli 2021Die Aachener-Zeitung berichtet weiter:
Die Anklage sagt: Das Pflege-Personal hat systematisch gehandelt.
Pflege-Personal hilft kranken Menschen.
Das Pflege-Personal arbeitet in Krankenhäusern.
Systematisch bedeutet: Etwas passiert nach einem festen Plan.
Es passiert immer wieder auf die gleiche Art.
Die Chefs ordneten die Maßnahmen an.
Eine Maßnahme ist ein konkreter Schritt.
Man tut etwas. Damit erreicht man ein Ziel.
Die Maßnahmen waren verboten.
So lief es jedes Mal ab:
Ein Bewohner wurde aggressiv.
Ein Bewohner wohnt in einem Haus.
Zum Beispiel in einem Wohnheim.
Die Mitarbeiter drückten den Notfall-Knopf.
Mitarbeiter sind Menschen. Sie arbeiten an einem Ort.
Die Mitarbeiter helfen dort gemeinsam bei der Arbeit.
Ein Notfall-Knopf ist ein roter Knopf.
Man drückt den Knopf. Dann soll schnell Hilfe kommen.
Dann kamen mehrere Kollegen.
Die Kollegen brachten den Bewohner in den Time-Out-Raum.
Der behinderte Mensch musste sich ganz ausziehen.
Der behinderte Mensch musste ein Time-Out-Hemd anziehen.
Hier ist noch ein Bericht.
Der Bericht ist von den kobinet-nachrichten.
Der Bericht ist vom 27. September 2022.
Der Bericht heißt: Ehemalige Mitarbeiter von Einrichtung angeklagt.
Eine Einrichtung ist eine Organisation.
Das ist eine Gruppe von Menschen.
Bericht der kobinet-nachrichten vom 27. September 2022Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Bielefeld (kobinet)
Das Thema Gewalt gegen behinderte Menschen ist hoch aktuell und zeigt sich in verschiedenen Facetten. In einem aktuellen Gerichtsverfahren des Landgericht Bielefeld sind beispielsweise drei ehemalige leitende Mitarbeiter und ein Arzt angeklagt, weil sie jahrelang in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen u.a. Maßnahmen zur Freiheitsentziehung angeordnet haben sollen. "Die Staatsanwaltschaft wirft den 53 bis 73 Jahre alten Angeklagten unter anderem Freiheitsberaubung in fast 200 Fällen vor. Dabei geht es um eine Wohngruppe für verhaltensauffällige Menschen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Im Zentrum der Anklage steht ein sogenannter Time-Out-Raum - ein kahles Zimmer völlig ohne Einrichtungsgegenstände. Fast täglich sollen dort Bewohner mit zum Teil extremem Aggressionspotenzial eingesperrt und teilweise über viele Stunden fixiert und psychisch eingeschüchtert worden sein", heißt es in einem Bericht der Aachener Zeitung.
Link zum Bericht der Aachener Zeitung
Im Bericht der Aachener Zeitung heißt es u.a. weiter: "Die Anklage argumentiert, dass das Pflegepersonal auf Anweisung der Chefs systematisch zu Maßnahmen gegriffen habe, die in ihrer Härte nicht erlaubt gewesen seien. Der Ablauf sei jedes Mal ähnlich gewesen. Wenn ein Bewohner aggressiv geworden sei, hätten die Mitarbeiter einen Notfallknopf gedrückt. Dann seien mehrere Kollegen gekommen und hätten die Bewohner in den 'Time-Out-Raum' gebracht. Dort hätten sich die behinderten Menschen vollständig ausziehen und ein 'Time-Out-Hemd' anziehen müssen."
Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Bielefeld (kobinet)
Das Thema Gewalt gegen behinderte Menschen ist hoch aktuell und zeigt sich in verschiedenen Facetten. In einem aktuellen Gerichtsverfahren des Landgericht Bielefeld sind beispielsweise drei ehemalige leitende Mitarbeiter und ein Arzt angeklagt, weil sie jahrelang in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen u.a. Maßnahmen zur Freiheitsentziehung angeordnet haben sollen. "Die Staatsanwaltschaft wirft den 53 bis 73 Jahre alten Angeklagten unter anderem Freiheitsberaubung in fast 200 Fällen vor. Dabei geht es um eine Wohngruppe für verhaltensauffällige Menschen der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen. Im Zentrum der Anklage steht ein sogenannter Time-Out-Raum - ein kahles Zimmer völlig ohne Einrichtungsgegenstände. Fast täglich sollen dort Bewohner mit zum Teil extremem Aggressionspotenzial eingesperrt und teilweise über viele Stunden fixiert und psychisch eingeschüchtert worden sein", heißt es in einem Bericht der Aachener Zeitung.
Link zum Bericht der Aachener Zeitung
Im Bericht der Aachener Zeitung heißt es u.a. weiter: "Die Anklage argumentiert, dass das Pflegepersonal auf Anweisung der Chefs systematisch zu Maßnahmen gegriffen habe, die in ihrer Härte nicht erlaubt gewesen seien. Der Ablauf sei jedes Mal ähnlich gewesen. Wenn ein Bewohner aggressiv geworden sei, hätten die Mitarbeiter einen Notfallknopf gedrückt. Dann seien mehrere Kollegen gekommen und hätten die Bewohner in den 'Time-Out-Raum' gebracht. Dort hätten sich die behinderten Menschen vollständig ausziehen und ein 'Time-Out-Hemd' anziehen müssen."





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