BERLIN (kobinet)
Das Institut forsa hat eine Umfrage gemacht.
Ein Institut ist eine Einrichtung.
Dort arbeiten Fach-Leute zusammen.
Sie forschen gemeinsam zu einem bestimmten Thema.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen befragt.
Alle antworten auf die gleichen Fragen.
Die Diakonie Deutschland hat diese Umfrage beauftragt.
Die Diakonie ist eine große Hilfs-Organisation.
Sie unterstützt Menschen, die Hilfe brauchen.
Das Institut forsa hat 2.000 Menschen befragt.
Die Befragung fand vom 13. bis 17. Juli 2026 statt.
Alle Teilnehmer waren mindestens 18 Jahre alt.
Die Umfrage zeigt:
Die Menschen wollen verschiedene Träger für soziale Aufgaben.
Ein Träger ist eine Organisation.
Die Organisation übernimmt soziale Aufgaben.
Zum Beispiel ein Verein, der Jugend-Arbeit organisiert.
Soziale Aufgaben sind Kinder-Betreuung, Alten-Pflege und Beratung.
Gemeinnützige Träger arbeiten nicht für Gewinn.
Sie helfen anderen Menschen.
Ihr Ziel ist nicht, Geld zu verdienen.
Die Umfrage zeigt, wie viele Menschen welchen Träger wollen.
Hier sind die Ergebnisse:
48 Prozent: Staat und gemeinnützige Träger zusammen
36 Prozent: Der Staat allein
12 Prozent: Freie gemeinnützige Organisationen
1 Prozent: Private Unternehmen
Private Unternehmen arbeiten für Gewinn.
Die Umfrage zeigt auch:
Vertrauen ist sehr wichtig für die Menschen.
Vertrauen bedeutet: Man glaubt, dass jemand ehrlich ist.
Man ist sicher, dass jemand das Richtige tut.
71 Prozent wollen klare Informationen über die Arbeit der Träger.
68 Prozent erwarten eine Orientierung an klaren Werten.
Orientierung an Werten bedeutet: Die Träger handeln nach Dingen, die ihnen wichtig sind.
Zum Beispiel: ehrlich sein oder anderen helfen.
55 Prozent der Befragten finden Gemeinnützigkeit wichtig.
Rüdiger Schuch ist Präsident der Diakonie Deutschland.
Als Präsident leitet er die Diakonie Deutschland.
Er sagt: Die Menschen wollen Staat und gemeinnützige Träger zusammen.
Sie wollen kein Entweder-oder.
Entweder-oder bedeutet: Man wählt nur den Staat oder nur gemeinnützige Träger.
Aber die Menschen wollen beides zusammen.
Wo Träger nach ihren Werten handeln, hilft ihre Arbeit wirklich.
Viele Menschen nutzen Angebote von gemeinnützigen Trägern.
Familien mit Kindern nutzen diese Angebote besonders oft.
Das sind 55 Prozent der Haushalte mit Kindern.
Haushalte sind Familien oder Personen, die zusammenwohnen.
Sie teilen sich die Ausgaben.
In Haushalten ohne Kinder sind es 40 Prozent.
Jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren vertrauen mehr dem Staat.
Das sind 47 Prozent dieser Alters-Gruppe.
Bei Menschen über 60 Jahren sind es nur 33 Prozent.
Ältere Menschen wollen häufiger eine Mischung aus verschiedenen Trägern.
Rüdiger Schuch sagt außerdem:
Die Umfrage zeigt der Bundes-Regierung, was die Menschen wollen.
Die Bundes-Regierung regiert Deutschland.
Nur Sparen hilft nicht bei der Daseins-Vorsorge.
Daseins-Vorsorge bedeutet: Wichtige Angebote für alle Menschen sichern.
Zum Beispiel Busse, Schulen oder Kranken-Häuser.
Die Regierung muss die Erwartungen der Menschen ernst nehmen.
Der Staat soll nicht alle sozialen Aufgaben alleine machen.
Gemeinnützige Träger sind wichtige Partner.
Sie helfen Menschen verlässlich und einfach zugänglich für alle.
Diese Zusammen-Arbeit muss auch bei Änderungen erhalten bleiben.
Solche Änderungen nennt man Reformen.
Reformen bedeutet: Regeln werden verändert.
Das Ziel ist, dass danach alles besser funktioniert.
Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Eine repräsentative Umfrage des Instituts forsa im Auftrag der Diakonie Deutschland zeigt, dass die Bevölkerung bei sozialer Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und Beratung keine radikalen Einheitslösungen will. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) spürt ausdrücklich ein Zusammenspiel aus staatlichen und gemeinnützigen Trägern. 36 Prozent sehen die Hauptverantwortung beim Staat, 12 Prozent bevorzugen freie gemeinnützige Organisationen. Lediglich ein Prozent möchte soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen. Die Umfrage wurde vom 13. bis 17. Juli 2026 mit 2.000 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.
Entscheidend für das Vertrauen in soziale Träger sind laut Umfrage Glaubwürdigkeit, Transparenz und Werteorientierung: 71 Prozent legen Wert auf transparente Informationen über die Arbeit der Träger, 68 Prozent erwarten eine Orientierung an klaren Werten, und für 55 Prozent ist Gemeinnützigkeit wichtig.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, betonte: "Die Menschen in Deutschland wünschen sich bei sozialen Aufgaben kein Entweder-oder zwischen Staat und freien, gemeinnützigen Trägern, sondern ein starkes Miteinander. Die Umfrage zeigt: Gemeinnützige Träger und ein handlungsfähiger Staat genießen großes Vertrauen. Wo Verantwortung übernommen wird und Werte glaubwürdig gelebt werden, wirkt soziale Arbeit."
Die Nutzung von Angeboten freier, gemeinnütziger Träger ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Besonders häufig werden sie von Haushalten mit Kindern (55 Prozent) genutzt, während es in Haushalten ohne Kinder 40 Prozent sind. Jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren setzen mit 47 Prozent deutlich häufiger auf den Staat als die über 60-Jährigen (33 Prozent). Mit zunehmendem Alter steigt die Präferenz für eine Mischung aus Trägern: von 40 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen auf 52 Prozent bei den über 60-Jährigen.
Schuch mahnt, die Umfrage sei ein Signal an die Bundesregierung für einen starken Sozialstaat: "Reine Spardebatten helfen nicht weiter, wenn es um die Daseinsvorsorge geht. Die Regierungskoalition muss diese Botschaft ernst nehmen und dafür sorgen, dass sich diese Erwartungen der Menschen in der Politik widerspiegeln."
Zugleich betont er: "Der Staat trägt Verantwortung – aber er soll nicht jede soziale Aufgabe selbst organisieren. Gemeinnützige Träger sind ein unverzichtbarer Partner, wenn es darum geht, Menschen verlässlich, wohnortnah und niedrigschwellig zu unterstützen. Bei den anstehenden Reformen des Sozialstaats muss diese bewährte Zusammenarbeit erhalten bleiben."
Foto: Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
BERLIN (kobinet)
Eine repräsentative Umfrage des Instituts forsa im Auftrag der Diakonie Deutschland zeigt, dass die Bevölkerung bei sozialer Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und Beratung keine radikalen Einheitslösungen will. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) spürt ausdrücklich ein Zusammenspiel aus staatlichen und gemeinnützigen Trägern. 36 Prozent sehen die Hauptverantwortung beim Staat, 12 Prozent bevorzugen freie gemeinnützige Organisationen. Lediglich ein Prozent möchte soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen. Die Umfrage wurde vom 13. bis 17. Juli 2026 mit 2.000 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.
Entscheidend für das Vertrauen in soziale Träger sind laut Umfrage Glaubwürdigkeit, Transparenz und Werteorientierung: 71 Prozent legen Wert auf transparente Informationen über die Arbeit der Träger, 68 Prozent erwarten eine Orientierung an klaren Werten, und für 55 Prozent ist Gemeinnützigkeit wichtig.
Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, betonte: "Die Menschen in Deutschland wünschen sich bei sozialen Aufgaben kein Entweder-oder zwischen Staat und freien, gemeinnützigen Trägern, sondern ein starkes Miteinander. Die Umfrage zeigt: Gemeinnützige Träger und ein handlungsfähiger Staat genießen großes Vertrauen. Wo Verantwortung übernommen wird und Werte glaubwürdig gelebt werden, wirkt soziale Arbeit."
Die Nutzung von Angeboten freier, gemeinnütziger Träger ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Besonders häufig werden sie von Haushalten mit Kindern (55 Prozent) genutzt, während es in Haushalten ohne Kinder 40 Prozent sind. Jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren setzen mit 47 Prozent deutlich häufiger auf den Staat als die über 60-Jährigen (33 Prozent). Mit zunehmendem Alter steigt die Präferenz für eine Mischung aus Trägern: von 40 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen auf 52 Prozent bei den über 60-Jährigen.
Schuch mahnt, die Umfrage sei ein Signal an die Bundesregierung für einen starken Sozialstaat: "Reine Spardebatten helfen nicht weiter, wenn es um die Daseinsvorsorge geht. Die Regierungskoalition muss diese Botschaft ernst nehmen und dafür sorgen, dass sich diese Erwartungen der Menschen in der Politik widerspiegeln."
Zugleich betont er: "Der Staat trägt Verantwortung – aber er soll nicht jede soziale Aufgabe selbst organisieren. Gemeinnützige Träger sind ein unverzichtbarer Partner, wenn es darum geht, Menschen verlässlich, wohnortnah und niedrigschwellig zu unterstützen. Bei den anstehenden Reformen des Sozialstaats muss diese bewährte Zusammenarbeit erhalten bleiben."





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