Berlin (kobinet)
Der Wahl-O-Mat ist ein Angebot im Internet.
Der Wahl-O-Mat hilft dir bei der Vorbereitung auf eine Wahl.
Der Wahl-O-Mat stellt 38 Aussagen vor.
Du kannst jeder Aussage zustimmen oder widersprechen.
Du kannst eine Aussage auch überspringen.
Aussage 18 lautet:
In Berlin sollen mehr Förder-Schulen gebaut werden.
Eine Förder-Schule ist eine besondere Schule.
Dort lernen Kinder, die besondere Hilfe brauchen.
Diese Förder-Schulen sind für Kinder mit Behinderung.
Eine Behinderung macht manche Sachen schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Der Landes-Beirat für Menschen mit Behinderungen kritisiert diese Aussage.
Ein Beirat ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen beraten ein Projekt oder die Politik.
Der Landes-Beirat sagt: Die Aussage ist irreführend.
Irreführend bedeutet: Die Aussage lenkt in die falsche Richtung.
Wer Kinder mit Behinderung unterstützen will, stimmt der Aussage vielleicht zu.
Aber Förder-Schulen trennen Kinder mit Behinderung von anderen Kindern.
Das nennt man Ausgrenzung.
Ausgrenzung bedeutet: Jemand darf nicht mitmachen.
Diese Person wird von anderen ferngehalten.
Viele Länder haben einen Vertrag gemacht.
Dieser Vertrag heißt: UN-Behinderten-Rechts-Konvention.
Das ist eine Vereinbarung vieler Länder.
Alle Länder halten sich an diese Vereinbarung.
Der Vertrag regelt die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Dieser Vertrag gilt auch für Berlin.
Der Vertrag sagt: Alle Kinder sollen gemeinsam lernen.
Das nennt man Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Niemand wird ausgeschlossen.
Verschiedene Parteien erklären ihre Meinung zu Aussage 18.
Eine Partei ist eine Gruppe von Menschen.
Die Menschen haben die gleiche Meinung zur Politik.
Hier sind die Erklärungen:
CDU:
Die CDU unterstützt Inklusion.
Aber Inklusion ist nicht für jedes Kind richtig.
Förder-Schulen helfen Kindern mit besonderem Bedarf.
Bedarf bedeutet: Was Menschen brauchen.
Zum Beispiel besondere Unterstützung beim Lernen.
Berlin soll diese Förder-Schulen behalten und ausbauen.
Eltern sollen selbst entscheiden, welche Schule ihr Kind besucht.
SPD:
Die SPD setzt auf Inklusion.
Die SPD will, dass alle Kinder zusammen lernen.
Neue getrennte Systeme soll es nicht geben.
Ein Sonder-System ist eine eigene Lösung nur für bestimmte Menschen.
Diese Menschen werden dabei von anderen getrennt.
Berlin soll einen Plan für 10 Jahre machen.
Dieser Plan zeigt, wie Inklusion wächst.
Alle Schulen sollen bei der Inklusion unterstützt werden.
Bündnis 90/Die Grünen:
Die Grünen wollen ein inklusives Schul-System.
Inklusiv bedeutet: Alle Menschen machen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Alle Kinder sollen gemeinsam lernen.
Normal-Schulen sollen mehr Fach-Personal für Förderung bekommen.
Fach-Personal sind Menschen mit einer besonderen Ausbildung.
Sie helfen Kindern beim Lernen.
Förder-Schulen bleiben, bis Inklusion gut funktioniert.
Danach soll es inklusive Schwerpunkt-Schulen geben.
Eine Schwerpunkt-Schule hat ein besonderes Angebot.
Sie ist besonders gut auf bestimmte Kinder vorbereitet.
Die Linke:
Die Linke will Inklusion statt Trennung.
Es soll einen Plan für ganz Berlin geben.
Dieser Plan heißt: Landes-Konzept für Schul-Inklusion.
Alle sollen sich an diesen Plan halten.
Alle Kinder sollen eine Schule in der Nähe besuchen können.
Die Linke lehnt neue Förder-Schulen ab.
AfD:
Die AfD will Förder-Schulen erhalten.
Viele Eltern wünschen sich das.
Manche Kinder können in der Normal-Schule lernen.
Unterricht ist Lernen in der Schule.
Ein Lehrer oder eine Lehrerin erklärt etwas.
Diese Kinder sollen die Normal-Schule besuchen.
Normal-Schulen sollen spezielle Klassen einrichten.
Diese Klassen kommen von Förder-Schulen.
Der Landes-Beirat sagt: Es geht nicht um alle Förder-Schulen.
Manche Förder-Schulen sind sehr wichtig.
Zum Beispiel Schulen für gehörlose Menschen.
Gehörlos bedeutet: Man kann nicht hören.
An diesen Schulen lernen Lehrkräfte die Deutsche Gebärden-Sprache.
Gebärden-Sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-Sprache.
Aber Inklusion in Normal-Schulen soll ausgebaut werden.
Das wünschen sich auch viele Eltern.
Das hat das Deutsche Institut für Menschen-Rechte herausgefunden.
Die meisten Eltern von Kindern mit Behinderung wollen inklusive Bildung.
Bildung bedeutet: Wissen haben und lernen.
Der Landes-Beirat sagt an alle, die den Wahl-O-Mat nutzen:
Lest Aussage 18 sehr genau.
Ihr wollt mehr Inklusion?
Dann klickt auf: stimme nicht zu.
Das ist bei Aussage 18 richtig.
Hier gibt es die Presse-Erklärung und weitere Informationen.
Eine Presse-Erklärung ist ein öffentlicher Brief.
Diesen Brief kann jeder Mensch lesen.
Foto: ht
Berlin (kobinet)
Der Wahl-O-Mat der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung ist nach seiner Selbstdefinition keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik. Er bietet 38 Thesen an, auf die die Nutzenden mit "stimme zu", "neutral" oder "stimme nicht zu", aber auch mit "These überspringen" reagieren können. Die 18. These lautet: "In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ("Förderschulen") für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden." Diese These führt nach Ansicht des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in die Irre. Durch ihre Formulierung würden die Nutzenden, denen die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wichtig ist, dahin gelenkt, dieser These die Zustimmung zu erteilen. Dabei enthalte diese These zugleich als Kehrseite die Absage eines vollständigen Erhalts und weiteren Ausbaus der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wege einer inklusiven Beschulung. Die jedoch sei nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention Aufgabe und Pflicht auch des Landes Berlin.
Die Begründungen von ausgewählten Parteien zu der These lauten:
CDU: "Wir unterstützen die schulische Inklusion, um die Teilhabechancen von Kindern mit Förderbedarf zu stärken. Gleichzeitig ist sie nicht für jedes Kind der beste Weg. Förderschulen bieten spezialisierte Unterstützung, die wir erhalten und ausbauen wollen. Unser Ziel ist, dass jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten bestmöglich gefördert wird. Eltern sollen weiterhin frei entscheiden können, welche Schulform für ihr Kind die richtige ist."
SPD: "Wir setzen auf Inklusion statt auf Ausbau von Sondersystemen. Mit einem verbindlichen 10-Jahres-Plan verhindern wir den Beginn lebenslanger Exklusionsketten. Grundständige Gymnasien und alle Schulformen stärken wir in ihrer inklusiven Arbeit".
Bündnis 90/Die Grünen: "Unser Ziel ist ein inklusives Schulsystem, in dem alle Kinder gemeinsam lernen können. Dafür stärken wir Regelschulen mit ausreichend sonderpädagogischem Personal, Fortbildungen und einer guten Ausstattung. Förderschulen bleiben bestehen, bis eine gute inklusive Beschulung sichergestellt ist. Statt neuer Förderschulen wollen wir inklusive Schwerpunktschulen schaffen, um die steigenden Bedarfe, insbesondere von neurodivergenten Schüler*innen, zu decken."
Die Linke: "Wir setzen auf Inklusion statt Segregation. Deshalb werden wir ein Landeskonzept Schulische Inklusion auf den Weg bringen, das über die Wahlperiode hinausweist und darlegt, wie der wohnortnahe inklusive Schulbesuch aller Kinder mittelfristig gewährleistet werden kann. Kurzfristig wollen wir die inklusiven Schwerpunktschulen als Brückenlösung ausbauen. Wir stehen fest zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Den Aus- und Neubau sonderpädagogischer Förderzentren lehnen wird deshalb ab."
AfD: "Gemäß dem Wunsch vieler Eltern will die AfD an der Förderschule festhalten und ein bedarfsgerechtes Angebot an Förderschulen bereitstellen. Schüler, die zielgleich unterrichtet werden können, sollten aber die Regelschule besuchen. Nach bayerischem Vorbild möchten wir an allgemeinen Schulen Außenklassen (Partnerklassen) von Förderschulen einrichten."
Es geht nach Ansicht des Landesbeirats nicht darum die Förderschulen abzuschaffen, die zum Beispiel für taube Menschen von besonderer Bedeutung sind, weil dort ihre Lehrkräfte die Deutsche Gebärdensprache beherrschen. Wichtig sei jedoch, die Inklusion an den Regelschulen auszubauen. Das entspreche auch dem Elternwillen, wie das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Monitoringstelle des Landes Berlin, laut ihrer Pressemitteilung vom 30.06.2026 festgestellt hat. Die deutliche Mehrheit der Eltern von schulpflichtigen Kindern mit Behinderungen wünsche sich eine inklusive Bildung.
"Wer den Wahl-O-Mat nutzt, möge wachsam sein bei der These 18, nicht in die Falle tappen, sondern die Chance ergreifen, sich mit einem Klick auf 'stimme nicht zu' für mehr Inklusion auszusprechen", heißt es in der Presseinformation des Landesbehindertenbeirats von Berlin.
Foto: ht
Berlin (kobinet)
Der Wahl-O-Mat der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung ist nach seiner Selbstdefinition keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik. Er bietet 38 Thesen an, auf die die Nutzenden mit "stimme zu", "neutral" oder "stimme nicht zu", aber auch mit "These überspringen" reagieren können. Die 18. These lautet: "In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ("Förderschulen") für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden." Diese These führt nach Ansicht des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in die Irre. Durch ihre Formulierung würden die Nutzenden, denen die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wichtig ist, dahin gelenkt, dieser These die Zustimmung zu erteilen. Dabei enthalte diese These zugleich als Kehrseite die Absage eines vollständigen Erhalts und weiteren Ausbaus der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wege einer inklusiven Beschulung. Die jedoch sei nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention Aufgabe und Pflicht auch des Landes Berlin.
Die Begründungen von ausgewählten Parteien zu der These lauten:
CDU: "Wir unterstützen die schulische Inklusion, um die Teilhabechancen von Kindern mit Förderbedarf zu stärken. Gleichzeitig ist sie nicht für jedes Kind der beste Weg. Förderschulen bieten spezialisierte Unterstützung, die wir erhalten und ausbauen wollen. Unser Ziel ist, dass jedes Kind entsprechend seinen Fähigkeiten bestmöglich gefördert wird. Eltern sollen weiterhin frei entscheiden können, welche Schulform für ihr Kind die richtige ist."
SPD: "Wir setzen auf Inklusion statt auf Ausbau von Sondersystemen. Mit einem verbindlichen 10-Jahres-Plan verhindern wir den Beginn lebenslanger Exklusionsketten. Grundständige Gymnasien und alle Schulformen stärken wir in ihrer inklusiven Arbeit".
Bündnis 90/Die Grünen: "Unser Ziel ist ein inklusives Schulsystem, in dem alle Kinder gemeinsam lernen können. Dafür stärken wir Regelschulen mit ausreichend sonderpädagogischem Personal, Fortbildungen und einer guten Ausstattung. Förderschulen bleiben bestehen, bis eine gute inklusive Beschulung sichergestellt ist. Statt neuer Förderschulen wollen wir inklusive Schwerpunktschulen schaffen, um die steigenden Bedarfe, insbesondere von neurodivergenten Schüler*innen, zu decken."
Die Linke: "Wir setzen auf Inklusion statt Segregation. Deshalb werden wir ein Landeskonzept Schulische Inklusion auf den Weg bringen, das über die Wahlperiode hinausweist und darlegt, wie der wohnortnahe inklusive Schulbesuch aller Kinder mittelfristig gewährleistet werden kann. Kurzfristig wollen wir die inklusiven Schwerpunktschulen als Brückenlösung ausbauen. Wir stehen fest zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Den Aus- und Neubau sonderpädagogischer Förderzentren lehnen wird deshalb ab."
AfD: "Gemäß dem Wunsch vieler Eltern will die AfD an der Förderschule festhalten und ein bedarfsgerechtes Angebot an Förderschulen bereitstellen. Schüler, die zielgleich unterrichtet werden können, sollten aber die Regelschule besuchen. Nach bayerischem Vorbild möchten wir an allgemeinen Schulen Außenklassen (Partnerklassen) von Förderschulen einrichten."
Es geht nach Ansicht des Landesbeirats nicht darum die Förderschulen abzuschaffen, die zum Beispiel für taube Menschen von besonderer Bedeutung sind, weil dort ihre Lehrkräfte die Deutsche Gebärdensprache beherrschen. Wichtig sei jedoch, die Inklusion an den Regelschulen auszubauen. Das entspreche auch dem Elternwillen, wie das Deutsche Institut für Menschenrechte, die Monitoringstelle des Landes Berlin, laut ihrer Pressemitteilung vom 30.06.2026 festgestellt hat. Die deutliche Mehrheit der Eltern von schulpflichtigen Kindern mit Behinderungen wünsche sich eine inklusive Bildung.
"Wer den Wahl-O-Mat nutzt, möge wachsam sein bei der These 18, nicht in die Falle tappen, sondern die Chance ergreifen, sich mit einem Klick auf 'stimme nicht zu' für mehr Inklusion auszusprechen", heißt es in der Presseinformation des Landesbehindertenbeirats von Berlin.





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