Bad Segeberg / Kassel (kobinet)
Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul sprechen im IGEL-Podcast über Behinderten-Politik.
Ein Podcast ist eine Sendung im Internet.
Du kannst die Sendung hören, wann du willst.
IGEL bedeutet: Inklusion Ganz Einfach Leben.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Sie schauen zurück auf den August 2026.
Der Titel der Folge lautet: Sommer-Loch und Politik-Verdrossenheit.
Inklusion wartet nicht auf bessere Zeiten.
Das Sommer-Loch ist eine Zeit im Sommer.
In dieser Zeit gibt es wenig Nachrichten.
Politik-Verdrossenheit bedeutet: Viele Menschen haben keine Lust mehr auf Politik.
Bei kobinet-nachrichten gab es im August 196 Meldungen zur Behinderten-Politik.
Das zeigt: Im August 2026 war viel los.
Es gab Diskussionen über Reformen.
Eine Reform bedeutet: Etwas wird geändert.
Das Ziel ist, dass etwas besser wird.
Es gab Sorgen über Kürzungen.
Es gab auch Sorgen über weniger Rechte für Menschen mit Behinderungen.
Ein wichtiges Thema ist die Reform der Kinder- und Jugend-Hilfe.
Kinder- und Jugend-Hilfe bedeutet: Der Staat unterstützt Kinder und Jugendliche.
Der Staat hilft auch ihren Familien.
Es geht um Schul-Assistenz für Kinder mit Behinderungen.
Schul-Assistenz bedeutet: Eine Person hilft dem Kind in der Schule.
Es gibt neue Pläne.
Diese Pläne sagen: Mehrere Kinder sollen sich eine Assistenz teilen.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen im Alltag.
Die Hilfe ist auf den einzelnen Menschen abgestimmt.
Sascha und Ottmar sagen: Das schadet den Rechten einzelner Kinder.
Auch der Arbeits-Markt ist ein Thema.
Der Arbeits-Markt ist kein Ort, sondern eine Idee.
Die Idee zeigt, wie Menschen Arbeit suchen und finden.
Ende August 2026 waren mehr als 194.000 schwer-behinderte Menschen arbeitslos.
Viele Menschen arbeiten in Werk-Stätten für Menschen mit Behinderungen.
Dort ist die Bezahlung oft sehr niedrig.
Echte Alternativen zur Werk-Statt gibt es für viele noch nicht.
Das Bundes-Verfassungs-Gericht hat eine wichtige Entscheidung getroffen.
Bundes-Verfassungs-Gericht bedeutet: Das höchste Gericht in Deutschland.
Das Gericht entscheidet, ob Gesetze gerecht und richtig sind.
Es geht um das Persönliche Budget.
Persönliches Budget bedeutet: Menschen mit Behinderungen bekommen Geld vom Amt.
Mit dem Geld können sie sich selbst Hilfe organisieren.
Menschen mit Behinderungen können sich damit einen Assistenten bezahlen.
Das Gericht sagt: Assistenz muss ausreichend bezahlt werden.
Assistenz ist kein Luxus.
Assistenz ermöglicht Selbst-Bestimmung und Teil-Habe.
Selbst-Bestimmung bedeutet: Man entscheidet selbst über das eigene Leben.
Niemand anderes entscheidet für einen.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Ein weiteres Thema ist das Allgemeine Gleich-Behandlungs-Gesetz.
Gleich-Behandlung bedeutet: Alle Menschen werden gleich behandelt.
Niemand darf Nachteile haben.
Dieses Gesetz gibt es seit 20 Jahren.
Das Gesetz sagt: Niemand darf benachteiligt werden.
Benachteiligt werden bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere.
Die Bilanz nach 20 Jahren ist nicht gut.
Eine Bilanz ist ein Rück-Blick auf eine bestimmte Zeit.
Man schaut, was gut war und was schlecht war.
Es wurden viele Menschen befragt.
6 von 10 befragten Menschen berichten von Diskriminierungs-Erfahrungen.
Diskriminierung bedeutet: Eine Person wird ungerecht behandelt.
Die Person wird schlechter behandelt als andere Menschen.
Ottmar Miles-Paul sagt: Viele Diskriminierungen haben mit wollen nicht zu tun.
Nicht mit geht nicht.
Auch fehlen in vielen Wohn-Einrichtungen Frauen-Beauftragte.
Eine Wohn-Einrichtung ist ein Haus, in dem viele Menschen zusammen wohnen.
Dort bekommen die Menschen Hilfe im Alltag.
Frauen-Beauftragte sind Ansprechpartnerinnen für Frauen.
Sie helfen Frauen, wenn es Probleme gibt.
Sie sorgen dafür, dass Frauen fair behandelt werden.
Sie schützen Frauen und vertreten ihre Rechte.
In Wohn-Einrichtungen ist das besonders wichtig.
Ottmar Miles-Paul sagt: Es droht eine Rolle rückwärts in der Behinderten-Politik.
Rolle rückwärts bedeutet: Es geht zurück statt vorwärts.
Jede kleine Kürzung macht das Leben schwerer.
Viele kleine Kürzungen zusammen sind ein großes Problem.
Aber der Podcast erinnert auch an Erfolge.
Das Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion sammelt positive Berichte.
Seit 2021 sind es fast 500 Berichte.
Das sind sehr viele.
Es geht zum Beispiel um selbst-bestimmtes Wohnen und Arbeiten.
Oder um mehr Barriere-Freiheit im Alltag.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle Menschen können überall hingehen und alles nutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Im September 2026 stehen wichtige Entscheidungen an.
Es gibt Haushalts-Beratungen.
Haushalts-Beratungen bedeutet: Es wird entschieden, wofür der Staat Geld ausgibt.
Politiker entscheiden gemeinsam über diesen Plan.
Auch in Luxemburg gibt es Neuigkeiten.
Luxemburg plant einen neuen Aktions-Plan für Behinderten-Politik.
Ein Aktions-Plan ist ein schriftliches Versprechen.
Darin steht genau, was die Regierung tun will, um ein Problem zu lösen.
Der Plan hat mehr als 100 Aktionen für die kommenden Jahre.
Am Ende des Podcasts stellen Sascha und Ottmar eine wichtige Frage.
Kämpfen Menschen mit Behinderungen noch um neue Rechte?
Oder kämpfen sie darum, alte Rechte nicht zu verlieren?
Selbst-Vertretung und Engagement sind jetzt besonders wichtig.
Selbst-Vertretung bedeutet: Menschen mit Behinderungen sprechen selbst für sich.
Engagement bedeutet: Man setzt sich aktiv für seine Rechte ein.
Man tut etwas und gibt nicht auf.
Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet)
"Sommerloch und Politikverdrossenheit – Inklusion wartet nicht auf bessere Zeiten", so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im August 2026 bestimmt haben. Im Fokus steht in dieser Episode des IGEL-Podcast u. a. der Gesetzentwurf für die Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, das 20jährige Jubiläum des Inkrafttretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und die Frage, ob die Behindertenbewegung kaum mehr für Verbesserungen streiten kann, sondern vorwiegend damit beschäftigt wird, Erreichtes zu verteidigen.
"Sommerloch? Von wegen! 196 Meldungen bei den kobinet-nachrichten zeigen: Auch im August 2026 stand die Behindertenpolitik alles andere als still. Im Monatsrückblick diskutieren Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul über einen Sommer zwischen politischen Reformversprechen, wachsendem Kostendruck und der Sorge vor sozialen Rückschritten. Ein Schwerpunkt ist die Reform der Kinder- und Jugendhilfe und die Frage, was neue Gruppen- und Poolingmodelle bei der Schulassistenz für Kinder mit Behinderungen tatsächlich bedeuten. Denn aus einer guten Idee kann schnell ein Problem werden, wenn individuelle Rechtsansprüche dem Sparzwang zum Opfer fallen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen alarmierend: Mehr als 194.000 schwerbehinderte Menschen waren Ende August arbeitslos – und gleichzeitig warten viele weiterhin auf echte Alternativen zur Werkstatt. Sascha und Ottmar sprechen über Dumpingpreise bei Werkstattaufträgen, niedrige Entlohnung und die Frage, warum sich trotz jahrzehntelanger Debatten strukturell so wenig verändert. Ein wichtiges Signal kommt dagegen vom Bundesverfassungsgericht: Beim Persönlichen Budget dürfen Kostenträger notwendige Assistenz nicht einfach unzureichend finanzieren und Betroffene mit den Folgen alleinlassen. Denn Assistenz ist kein Luxus – sie entscheidet über Selbstbestimmung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und manchmal über elementare Dinge des täglichen Lebens. Auch 20 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sind Thema – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Sechs von zehn Befragten berichten laut einer in der Episode angesprochenen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen in den vergangenen fünf Jahren. 'Viele Diskriminierungen haben mit ''geht nicht'' gar nichts zu tun. Sie haben damit zu tun: wollen nicht.' Warum fehlen weiterhin Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen, obwohl gerade dort Schutz, Selbstvertretung und unabhängige Ansprechpartnerinnen besonders wichtig wären? Über all diesen Themen steht eine unbequeme Frage: Kämpfen Menschen mit Behinderungen derzeit noch um neue Rechte – oder längst darum, bereits erkämpfte Rechte nicht wieder zu verlieren?", heißt es u.a. in der Ankündigung des aktuellen Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026 des IGEL-Podcast.
Desweiteren beschreibt Ottmar Miles-Paul im Podcast die aktuelle Entwicklung als eine drohende "Rolle rückwärts", die sich in vielen vermeintlich kleinen Kürzungen und Verschlechterungen bemerkbar machen könnte. Doch die Episode bleibt nicht bei Frust und Kritik stehen, sondern erinnert daran, was jahrzehntelanges Engagement bereits verändert hat. "Fast 500 'Gute Nachrichten zur Inklusion' hat das gleichnamige Projekt seit 2021 sichtbar gemacht – von selbstbestimmtem Wohnen und Arbeit bis zu neuen Ideen für mehr Barrierefreiheit im Alltag. 'Wenn die Selbstvertretung irgendwann sagt: Klappe zu, kein Bock mehr – dann geht uns richtig was verloren.' Der Blick geht deshalb nach vorn: Im September stehen politische Entscheidungen, Haushaltsberatungen, Veranstaltungen und neue Auseinandersetzungen um Teilhabe und Selbstbestimmung an. Auch Luxemburg steht vor einem wichtigen Schritt: Der neue Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll mit mehr als 100 Aktionen die Behindertenpolitik der kommenden Jahre prägen. Ein Monatsrückblick über Rechte unter Druck, politische Müdigkeit, notwendige Gegenwehr – und darüber, warum gerade jetzt Engagement, Selbstvertretung und gute Nachrichten wichtiger sind denn je", heißt es weiter in der Podcastankündigung.
Link zum IGEL-Podcast mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026
Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet)
"Sommerloch und Politikverdrossenheit – Inklusion wartet nicht auf bessere Zeiten", so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im August 2026 bestimmt haben. Im Fokus steht in dieser Episode des IGEL-Podcast u. a. der Gesetzentwurf für die Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, das 20jährige Jubiläum des Inkrafttretens des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und die Frage, ob die Behindertenbewegung kaum mehr für Verbesserungen streiten kann, sondern vorwiegend damit beschäftigt wird, Erreichtes zu verteidigen.
"Sommerloch? Von wegen! 196 Meldungen bei den kobinet-nachrichten zeigen: Auch im August 2026 stand die Behindertenpolitik alles andere als still. Im Monatsrückblick diskutieren Sascha Lang und Ottmar Miles-Paul über einen Sommer zwischen politischen Reformversprechen, wachsendem Kostendruck und der Sorge vor sozialen Rückschritten. Ein Schwerpunkt ist die Reform der Kinder- und Jugendhilfe und die Frage, was neue Gruppen- und Poolingmodelle bei der Schulassistenz für Kinder mit Behinderungen tatsächlich bedeuten. Denn aus einer guten Idee kann schnell ein Problem werden, wenn individuelle Rechtsansprüche dem Sparzwang zum Opfer fallen. Auch auf dem Arbeitsmarkt sind die Zahlen alarmierend: Mehr als 194.000 schwerbehinderte Menschen waren Ende August arbeitslos – und gleichzeitig warten viele weiterhin auf echte Alternativen zur Werkstatt. Sascha und Ottmar sprechen über Dumpingpreise bei Werkstattaufträgen, niedrige Entlohnung und die Frage, warum sich trotz jahrzehntelanger Debatten strukturell so wenig verändert. Ein wichtiges Signal kommt dagegen vom Bundesverfassungsgericht: Beim Persönlichen Budget dürfen Kostenträger notwendige Assistenz nicht einfach unzureichend finanzieren und Betroffene mit den Folgen alleinlassen. Denn Assistenz ist kein Luxus – sie entscheidet über Selbstbestimmung, Arbeit, gesellschaftliche Teilhabe und manchmal über elementare Dinge des täglichen Lebens. Auch 20 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz sind Thema – und die Bilanz fällt ernüchternd aus. Sechs von zehn Befragten berichten laut einer in der Episode angesprochenen Erhebung von Diskriminierungserfahrungen in den vergangenen fünf Jahren. 'Viele Diskriminierungen haben mit ''geht nicht'' gar nichts zu tun. Sie haben damit zu tun: wollen nicht.' Warum fehlen weiterhin Frauenbeauftragte in Wohneinrichtungen, obwohl gerade dort Schutz, Selbstvertretung und unabhängige Ansprechpartnerinnen besonders wichtig wären? Über all diesen Themen steht eine unbequeme Frage: Kämpfen Menschen mit Behinderungen derzeit noch um neue Rechte – oder längst darum, bereits erkämpfte Rechte nicht wieder zu verlieren?", heißt es u.a. in der Ankündigung des aktuellen Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026 des IGEL-Podcast.
Desweiteren beschreibt Ottmar Miles-Paul im Podcast die aktuelle Entwicklung als eine drohende "Rolle rückwärts", die sich in vielen vermeintlich kleinen Kürzungen und Verschlechterungen bemerkbar machen könnte. Doch die Episode bleibt nicht bei Frust und Kritik stehen, sondern erinnert daran, was jahrzehntelanges Engagement bereits verändert hat. "Fast 500 'Gute Nachrichten zur Inklusion' hat das gleichnamige Projekt seit 2021 sichtbar gemacht – von selbstbestimmtem Wohnen und Arbeit bis zu neuen Ideen für mehr Barrierefreiheit im Alltag. 'Wenn die Selbstvertretung irgendwann sagt: Klappe zu, kein Bock mehr – dann geht uns richtig was verloren.' Der Blick geht deshalb nach vorn: Im September stehen politische Entscheidungen, Haushaltsberatungen, Veranstaltungen und neue Auseinandersetzungen um Teilhabe und Selbstbestimmung an. Auch Luxemburg steht vor einem wichtigen Schritt: Der neue Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention soll mit mehr als 100 Aktionen die Behindertenpolitik der kommenden Jahre prägen. Ein Monatsrückblick über Rechte unter Druck, politische Müdigkeit, notwendige Gegenwehr – und darüber, warum gerade jetzt Engagement, Selbstvertretung und gute Nachrichten wichtiger sind denn je", heißt es weiter in der Podcastankündigung.
Link zum IGEL-Podcast mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im August 2026





Lesermeinungen