Staufen (kobinet)
Ulrich Schneider ist ein bekannter Sozial-Politiker.
Ein Sozial-Politiker kämpft für Menschen, die Hilfe brauchen.
Er macht sich stark für ein faires Leben für alle.
Er hat viele Jahre den Deutschen Paritätischen Wohl-fahrts-verband geleitet.
Der Paritätische Wohl-fahrts-verband ist ein großer Verein.
Er unterstützt viele Organisationen, die Menschen in Not helfen.
Das ist ein großer Sozial-Verband in Deutschland.
Ein Sozial-Verband ist eine große Organisation.
Er hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Ulrich Schneider war dort von 1999 bis 2024 tätig.
Ulrich Schneider wurde 1958 im Ruhr-gebiet geboren.
Er kommt aus einer Arbeiter-Familie.
Trotzdem hat er eine große Karriere gemacht.
Karriere bedeutet: Du wirst bei der Arbeit immer besser.
Du bekommst mit der Zeit einen wichtigeren Job.
Er hat seine Her-kunft dabei nie vergessen.
Her-kunft bedeutet: Wo kommt ein Mensch her?
Aus welcher Familie und welchem Ort kommt er?
Seit 2024 schreibt er Texte über benachteiligte Menschen.
Benachteiligte Menschen sind Menschen, die weniger Chancen haben als andere.
Er hält auch Vorträge für sie.
Er setzt sich für arme und aus-gegrenzte Menschen ein.
Aus-gegrenzt bedeutet: Jemand darf nicht mit-machen.
Die Person wird von anderen Menschen ausgeschlossen.
Das gilt auch für viele Menschen mit Behinderung.
Ulrich Schneider kämpft für soziale Teil-habe.
Teil-habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Soziale Teil-habe bedeutet: Alle können mitmachen in der Gesellschaft.
Niemand wird ausgeschlossen.
Er hat einen Armuts- und Reichtums-Bericht gestartet.
Dieser Bericht erscheint jedes Jahr.
Dieser Bericht zeigt, wer arm ist und wer reich ist in Deutschland.
Das ist wichtige Arbeit für mehr Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit bedeutet: Alle Menschen werden gleich und fair behandelt.
Niemand wird bevorzugt oder benachteiligt.
Für mehr Gerechtigkeit gibt es 2 wichtige Wege.
Der 1. Weg ist: Verbände sprechen für die Wünsche und Rechte von Menschen.
Das nennt man: Interessen vertreten.
Der 2. Weg ist: Menschen engagieren sich direkt vor Ort.
Beide Wege zusammen sind wichtig.
Diese 2 Wege sind auch wichtig für Menschen mit Behinderung.
Der Deutsch-land-funk ist ein Radio-Sender in Deutschland.
Der Deutsch-land-funk hat ein Interview mit Ulrich Schneider geführt.
Dort spricht er über seine Arbeit und sein Leben.
Du kannst das Interview hier hören:
Interview bei Deutsch-land-funk anhören
Foto: Von Martin Heinlein
Staufen (kobinet)
Ist Ulrich Schneider, der langjährige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands (alias Gesamtverband), er leitete diesen von 1999 bis 2024 und ist seither als engagierter Publizist für die Interessen und Anliegen aller gesellschaftlich Benachteiligten in diesem Land unterwegs.
1958 in eine typische Arbeiterfamilie im Ruhrpott geboren, hat er eine für die damalige Zeit bundesrepublikanischer Verhältnisse beispielhafte Aufsteigerkarriere hingelegt. Ohne sein Herkunftsmilieu zu verleugnen – er ist kein "Genosse der Bosse" geworden – wurde er unbestechlicher Anwalt für die von sozialer Teilhabe (in dieser "Klassengesellschaft") Ausgeschlossenen, für sämtliche "von Armut und Deklassierung" Betroffenen, darunter nicht zuletzt auch das Gros behinderter Menschen.
Sozialverbandslobbyist ist von mir mit Blick auf Ulrich Schneider also kein bisschen abschätzig gemeint. Seine verbandspolitische Tätigkeit und deren Wirkung (insbesondere mit dem vom ihm initiierten jährlichen "Armuts- und Reichtumsbericht") betrachte ich als exemplarisch für eine professionell spitzenmäßige Interessenvertretungspolitik im politisch institutionellen Rahmen. Ohne diesen institutionalisierten Arm des gesellschaftlichen und politischen Kampfes für die sozialen Teilhaberechte (für einen gerechten Anteil am gesellschaftlich kollektiv erarbeiteten Reichtum) bestehen wenig Realisierungschancen für Emanzipation und Inklusion der wirtschaftlich Benachteiligten und gesellschaftlich Deklassierten in einer liberalen Demokratie.
Mit anderen Worten: Ich plädiere grundsätzlich und auch speziell behindertenpolitisch für eine (gewiss nicht immer konfliktfreie) politische Doppelstrategie von institutionalisierter Interessenvertretungs- bzw. Verbandspolitik einerseits und basisdemokratischem Aktivismus andererseits. In dieser strategiepolitischen Empfehlung bestärkt mich einmal mehr das spannende und gelungene Porträt von "Deutschlands bekanntestem Sozialverbandslobbyisten" im Deutschlandfunk-Zeitzeugengespräch. - Hier der Link https://www.deutschlandfunk.de/zeitzeugen-im-gespraech-100.html
Foto: Von Martin Heinlein
Staufen (kobinet)
Ist Ulrich Schneider, der langjährige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands (alias Gesamtverband), er leitete diesen von 1999 bis 2024 und ist seither als engagierter Publizist für die Interessen und Anliegen aller gesellschaftlich Benachteiligten in diesem Land unterwegs.
1958 in eine typische Arbeiterfamilie im Ruhrpott geboren, hat er eine für die damalige Zeit bundesrepublikanischer Verhältnisse beispielhafte Aufsteigerkarriere hingelegt. Ohne sein Herkunftsmilieu zu verleugnen – er ist kein "Genosse der Bosse" geworden – wurde er unbestechlicher Anwalt für die von sozialer Teilhabe (in dieser "Klassengesellschaft") Ausgeschlossenen, für sämtliche "von Armut und Deklassierung" Betroffenen, darunter nicht zuletzt auch das Gros behinderter Menschen.
Sozialverbandslobbyist ist von mir mit Blick auf Ulrich Schneider also kein bisschen abschätzig gemeint. Seine verbandspolitische Tätigkeit und deren Wirkung (insbesondere mit dem vom ihm initiierten jährlichen "Armuts- und Reichtumsbericht") betrachte ich als exemplarisch für eine professionell spitzenmäßige Interessenvertretungspolitik im politisch institutionellen Rahmen. Ohne diesen institutionalisierten Arm des gesellschaftlichen und politischen Kampfes für die sozialen Teilhaberechte (für einen gerechten Anteil am gesellschaftlich kollektiv erarbeiteten Reichtum) bestehen wenig Realisierungschancen für Emanzipation und Inklusion der wirtschaftlich Benachteiligten und gesellschaftlich Deklassierten in einer liberalen Demokratie.
Mit anderen Worten: Ich plädiere grundsätzlich und auch speziell behindertenpolitisch für eine (gewiss nicht immer konfliktfreie) politische Doppelstrategie von institutionalisierter Interessenvertretungs- bzw. Verbandspolitik einerseits und basisdemokratischem Aktivismus andererseits. In dieser strategiepolitischen Empfehlung bestärkt mich einmal mehr das spannende und gelungene Porträt von "Deutschlands bekanntestem Sozialverbandslobbyisten" im Deutschlandfunk-Zeitzeugengespräch. - Hier der Link https://www.deutschlandfunk.de/zeitzeugen-im-gespraech-100.html





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