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Paritätischer Gesamtverband fordert konkrete Hitzeschutzmaßnahmen

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Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.

Berlin (kobinet)

Anlässlich der am 27. August 2026 veröffentlichten RKI-Zahlen zu Hitzetoten und der Ergebnisse der Kabinettsklausur der Bundesregierung am 25. und 26. August äußerte sich Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. Demnach starben bis zum 16. August 15.800 Menschen an Hitze – mehr als in jedem vollständigen Vorjahr.

"Diese Menschen sind Opfer einer Vorsorge, die über Jahre verweigert wurde", sagte Kipping. Nachhaltige Kühltechnik, Dämmung und Begrünung könnten nicht kurzfristig umgesetzt werden. Besonders Pflegeeinrichtungen, Kitas und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen bräuchten dringend Investitionsförderung für Hitzeschutz, da dort Menschen lebten, die am wenigsten selbst für ihren Schutz sorgen könnten. Ihre Gebäude müssten energetisch saniert und hitzefest gemacht werden. Dafür sei eine verlässliche Investitionsförderung für soziale Einrichtungen notwendig.

Die angekündigte Wiederöffnung und Ausweitung der AnpaSo-Richtlinie sei ein richtiger erster Schritt, reiche aber nicht aus, so Kipping. Die Bundesregierung habe zwar über die Folgen des Hitzesommers beraten, aber keine konkreten Beschlüsse für einen besseren Hitzeschutz gefasst. Auch die von der SPD und mehreren Landesumweltministern geforderte Verankerung von Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern im Grundgesetz sei nicht vorangebracht worden. Statt einer verlässlichen gemeinsamen Finanzierung setze die Regierung auf die bessere Verzahnung bestehender Programme und verweise auf Länder und Kommunen.

"Nach diesem Sommer braucht es mehr als Prüfaufträge und bessere Koordinierung. Es braucht jetzt konkrete politische Entscheidungen und verbindliche Investitionen", betonte Kipping. Gefordert werden eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern für Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz, eine spürbar gestärkte AnpaSo-Förderung und ein eigenes Programm für die energetische Sanierung sozialer Gebäude.