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Drei Theater wollen inklusiver werden

Masken die zur Hälft schwarz und weiß sind wobei eine Maske ein lachendes, die andere ein weinendes Gesicht zeigt.
Masken die zur Hälft schwarz und weiß sind wobei eine Maske ein lachendes, die andere ein weinendes Gesicht zeigt.
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HANNOVER (kobinet)

Seit dem 1. Juli 2026 begleitet Un-Label im Rahmen der dritten und vorerst letzten Runde des bundesweiten Qualifizierungsprogramms Access Maker das Rheinische Landestheater Neuss, das THEATER DER JUNGEN WELT Leipzig und das Staatstheater Regensburg. Über ein Jahr erhalten die Häuser ein Qualifizierungsprogramm aus Fortbildungen, Strategieberatung und individuellem Mentoring durch Expert*innen mit unterschiedlichen Behinderungsperspektiven und Fachleute der inklusiven Kulturarbeit. Ziel ist es, Inklusion in den Bereichen Programm, Personal, Publikum, PR und Partnerschaften dauerhaft in den Organisationen zu verankern.

Die drei ausgewählten Theater bringen unterschiedliche Profile ein: Das Rheinische Landestheater Neuss setzt auf Theater als sozialen Resonanzraum und konsumfreien Dritten Ort, um kulturelle Teilhabe auch in ländlichen Regionen zu stärken. Das THEATER DER JUNGEN WELT Leipzig verankert inklusive Kulturarbeit bereits als Querschnittsaufgabe, etwa durch multisensorische Inszenierungen und Mixed-Abled-Spielklubs, und will langfristig inklusive Arbeitsbedingungen für behinderte Künstlerinnen und Künstler schaffen. Das Staatstheater Regensburg, ein großes Mehrspartenhaus, befindet sich bereits in einem Transformationsprozess und möchte inklusive Strukturen in allen Arbeitsbereichen nachhaltig weiterentwickeln.

Das Qualifizierungsprogramm startet am 9. September 2026 mit einem Kick-Off, bei dem Un-Label das Programm vorstellt und sich die Theater präsentieren. Access Maker ist Teil des seit 2024 laufenden Modellprojekts "Access Maker – Innovationshub", das neue Ansätze für eine inklusive Kulturlandschaft entwickelt. Bisher wurden im Rahmen des Projekts 237 Aktivitäten mit 2.160 Teilnehmenden aus 14 Bundesländern sowie mehreren europäischen Ländern durchgeführt. Neun Kulturorganisationen mit rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden jeweils ein Jahr intensiv begleitet, und über 1.240 Schulungs- und Beratungsstunden wurden realisiert. Zudem wurden 38 Berater*innen mit Behinderung qualifiziert.

Gefördert wird Access Maker vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Beisheim Stiftung.

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