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VdK-Umfrage: Attestpflicht ab ersten Tag könnte Fehlzeiten verlängern

Redaktioneller Hinweis: Artikel mit dem Co-Autor "kobinet Redaktionsassistent" werden vollautomatisch oder größtenteils vollautomatisch reformuliert und ausgespielt. Weitere Informationen finden Sie hier: https://kobinet-nachrichten.org/kobinet-redaktionsassitent-was-ist-das/
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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Eine repräsentative YouGov-Umfrage des Sozialverbands VdK vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigt, dass eine geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag gegenteilige Effekte haben könnte. 60 Prozent der Beschäftigten würden ihr Verhalten nicht ändern, 14 Prozent würden eher krank zur Arbeit gehen, um Arztbesuche zu vermeiden, und 21 Prozent würden sich vorsorglich länger krankschreiben lassen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele betont: "Wer Beschäftigte zwingt, schon am ersten Tag zum Arzt zu gehen, riskiert, dass sich Menschen krank zur Arbeit schleppen oder sich vorsorglich länger krankschreiben lassen. Das wäre das genaue Gegenteil dessen, was die Reform angeblich erreichen soll, und schadet am Ende allen: den Beschäftigten, den Betrieben und den ohnehin überlasteten Arztpraxen."

Die Umfrage widerlegt zudem die Annahme eines massenhaften Missbrauchs von Krankmeldungen: 73 Prozent der Befragten geben an, sich nur bei tatsächlicher Arbeitsunfähigkeit krankgemeldet zu haben. Lediglich drei Prozent räumen ein, sich schon einmal ohne Krankheit krankgemeldet zu haben. Bentele kritisiert: "Wer Beschäftigten massenhaften Missbrauch unterstellt, täuscht bewusst."

Auch die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung stößt auf Ablehnung: 61 Prozent der Befragten lehnen sie ab, nur 29 Prozent befürworten sie. Aktuell macht die telefonische Krankschreibung laut Zentralinstitut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung 0,8 bis 1,2 Prozent aller Krankschreibungen aus.