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Sozialminister Hildenbrand zieht 100-Tage-Bilanz für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Landkarte Lage Baden-Württenberg in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

STUTTGART (kobinet)

Anlässlich der 100-Tage-Bilanz der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg am 19. August 2026 hat Sozialminister Oliver Hildenbrand erste zentrale Vorhaben seines Ressorts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vorgestellt. "Wir sorgen dafür, dass die Menschen in unserem Land miteinander leben, füreinander da sein und sich umeinander kümmern können", erklärte Hildenbrand in Stuttgart.

Zur Stärkung des Ehrenamts wurde der Engagement-Preis Baden-Württemberg ausgeschrieben, um herausragende ehrenamtliche Projekte sichtbar zu machen. Mit dem Förderprogramm "Inklusionstaler" unterstützt das Land niedrigschwellige Projekte für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Zudem werden im Rahmen der Familienförderstrategie 18 innovative Konzepte gefördert, die Familien im Alltag entlasten. Der Ministerrat hat zudem den Entwurf eines Gewalthilfeausführungsgesetzes zur Anhörung freigegeben, das ab 2027 die Finanzierung des Frauenhaussystems dauerhaft sichern soll. "Frauen und Kinder, die Gewalt erleben, müssen sich auf Schutz und Beratung verlassen können – ohne Wenn und Aber", betonte Hildenbrand.

Im Gesundheitsbereich fördert das Ministerium den Ausbau von Lokalen Gesundheitszentren mit geburtshilflichem Schwerpunkt sowie Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege. In diesem Jahr entstehen rund 150 neue Plätze in der Tagespflege. Zudem bereitet das Ministerium finanzielle Unterstützung für Krisenübungen in Kliniken vor und hat eine Hitze-Taskforce eingerichtet, um den Hitzeschutz in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und beim Öffentlichen Gesundheitsdienst auszubauen. Die vom Kabinett zur Anhörung freigegebene Drug-Checking-Verordnung soll zügig in Kraft treten, um den Gesundheitsschutz für drogenkonsumierende Menschen zu stärken.

Hildenbrand bekräftigte das Bekenntnis zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft und kündigte an, den Aktionsplan "Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg" fortzuführen. Zudem wird ein neues Landesprogramm zur Demokratieförderung erarbeitet, das Angebote zur Prävention von Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bündeln soll. "100 Tage sind ein Anfang, kein Schlusspunkt", sagte Hildenbrand abschließend.

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