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SoVD Niedersachsen: Unterhaltsvorschuss-Kürzung belastet gewaltbetroffene Frauen

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Foto: Gerhard Bartz

Hannover (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen warnt vor den Folgen der geplanten Kürzung des Unterhaltsvorschusses. Besonders betroffen seien Frauen, die aufgrund häuslicher Gewalt in Frauenhäusern leben, da sie laut aktueller Frauenhausstatistik viermal häufiger auf die Leistung angewiesen sind als andere Alleinerziehende. Der SoVD fordert einen Stopp der Reform.

In Niedersachsen gibt es 48 Frauenhäuser, in denen gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder Schutz finden. Viele von ihnen haben keine finanziellen Mittel, da der Vater der Kinder keinen Unterhalt zahlt. Der Unterhaltsvorschuss des Staates sichere in diesen Fällen den Neustart nach einer Gewaltbeziehung, erklärte Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD Niedersachsen. Die geplanten Kürzungen würden alle Alleinerziehenden treffen, gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder jedoch besonders hart.

Swinke wies darauf hin, dass die Situation in Frauenhäusern bereits jetzt schwierig sei. Laut Frauenhausstatistik fehlen bundesweit 12.000 Plätze. Da mehr als die Hälfte der niedersächsischen Einrichtungen an der Erhebung teilgenommen habe, sei auch in Niedersachsen von einem eklatanten Mangel auszugehen. Eine Kürzung des Unterhaltsvorschusses würde die Lage weiter verschärfen: "Vielen wird dann das Geld fehlen, um sich eine eigene Wohnung zu suchen. Das ist fatal."

Der SoVD fordert die niedersächsische Landesregierung auf, sich gegen die geplante Reform einzusetzen. "Hier wird definitiv an der falschen Stelle gespart. Eine Reform darf nicht zulasten gewaltbetroffener Frauen und vor allem nicht zulasten der Kinder gehen", betonte Swinke.

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