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Sparpläne gefährden Teilhabe und Inklusion

Blick in zwei Schaufenster in den Tafeln mit Forderungen und Übersichten ausgestellt sind
Blick in das Fenster des Lebenshilfe Ladens
Foto: Anja de Bruyn

ERLANGEN (kobinet)

Die Lebenshilfe Erlangen ist über die aktuellen Sparvorhaben der Bundesregierung in der Eingliederungshilfe, der Pflegeversicherung und der Kinder- und Jugendhilfe sehr besorgt. Die Leistungskürzungen würden in großem Maße Menschen mit Beeinträchtigung treffen und ihre gesellschaftliche Teilhabe sowie Inklusion gefährden. "Eingliederungshilfe ist kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss, sondern Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen können", betont Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen.

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit Sitz in Berlin hatte im Frühjahr eine Bundestagspetition gegen die Kürzungen gestartet, die sehr erfolgreich war. Selten hatte eine Petition so viele Unterzeichner*innen: Mehr als 180.000 Unterschriften sind zusammengekommen.

Mit Kampagnenideen und Materialien unterstützt der Bundesverband Aktionen der örtlichen Lebenshilfen. "Das haben wir aufgegriffen und bis zum 19. August nutzen wir die Schaufenster des Lebenshilfe Ladens, um einige Punkte aufzuführen, die besonders negative Auswirkungen haben würden", so Lebenshilfe-Geschäftsführer Kristian Gäbler. Dazu gehört die Eingliederungshilfe, die dem individuellen Hilfebedarf gerecht werden muss. Das gilt auch für die Schulbegleitung, ohne die manche Kinder mit Beeinträchtigung ihren Schulbesuch und ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen könnten.

Zudem ist der Fahrdienst zu nennen. "Es wäre schlimm für mich, wenn ich nicht mehr zu den OBA-Freizeitaktivitäten kommen kann oder nicht mehr meine Eltern besuchen kann", sagt eine Teilnehmerin der Lebenshilfe-Freizeitangebote.

Viele Eltern mit einem Kind mit Beeinträchtigung geraten immer wieder ans Ende ihrer Kräfte. Deswegen ist die Verhinderungspflege eine unverzichtbare Entlastung.

Dies sind ausgewählte Beispiele – im Fenster des Lebenshilfe Ladens, Nürnberger Straße 47, gegenüber dem Erlanger Rathaus, gibt es bis zum 19. August mehr Informationen.

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