HAMBURG (kobinet)
Ein Hör-Gerät ist ein kleines Gerät für das Ohr.
Es macht Töne und Sprache lauter.
Viele Menschen haben eine Kranken-Kasse.
Die Kranken-Kasse soll Kosten für Gesundheit bezahlen.
Dazu gehören auch Hör-Geräte.
Aber die Kranken-Kasse zahlt oft nicht genug.
Menschen mit Kranken-Kasse kaufen Hör-Geräte.
Dafür zahlen sie oft viel Geld selbst.
Das Deutsche Ärzte-Blatt hat darüber berichtet.
Der Bericht erschien am 27. Juli 2026.
Ein Hilfs-Mittel ist ein Gerät für Menschen mit Behinderung.
Es macht das Leben leichter.
Mehr-Kosten sind Kosten, die Menschen selbst bezahlen müssen.
Bei Hilfs-Mitteln zahlen Menschen am meisten Geld extra für Hör-Geräte.
Das sind 62 von 100 Euro aller Mehr-Kosten.
Betroffene sind hier: Menschen, die schlecht hören.
Durchschnitt bedeutet: Man rechnet viele Zahlen zusammen.
Dann teilt man die Summe durch die Anzahl der Zahlen.
Das Ergebnis ist der Durchschnitt.
Im Durchschnitt zahlten Betroffene 1.656,99 Euro selbst dazu.
Der Bund der Schwer-hörigen Hamburg ist ein Verein.
Eine Hör-Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann schlecht oder gar nicht hören.
Der Verein setzt sich für Menschen mit Hör-Behinderung ein.
Der Verein findet diese Zahlen sehr problematisch.
Hör-Geräte-Versorgung bedeutet: Du bekommst ein Hör-Gerät.
Dabei helfen zum Beispiel Arzt und Kranken-Kasse.
Der Verein stellt wichtige Fragen zur Hör-Geräte-Versorgung.
Jörg Winkler arbeitet beim Bund der Schwer-hörigen Hamburg.
Er sagt: Hör-Geräte sind kein Luxus.
Menschen mit Hör-Behinderung brauchen Hör-Geräte zum Leben.
Sie müssen damit reden und arbeiten können.
Sie müssen am Leben teil-nehmen können.
Eine gute Hör-Geräte-Versorgung muss zum echten Bedarf passen.
Jeder Mensch hat einen anderen Hör-Bedarf.
Ein Hör-Gerät soll nicht nur Sprache lauter machen.
Das reicht nicht aus.
Menschen müssen in vielen Situationen gut hören können.
Zum Beispiel in diesen Situationen:
In Gesprächen mit anderen Menschen.
Am Telefon.
In Meetings – das sind Treffen mit mehreren Menschen.
In Schule und Weiter-Bildung.
Weiter-Bildung bedeutet: Man lernt neue Dinge.
Das kann zum Beispiel in einem Kurs sein.
Es ist ein Problem, wenn gute Versorgung sehr viel Geld kostet.
Dann können sich ärmere Menschen keine guten Hör-Geräte leisten.
Menschen mit weniger Geld werden so benachteiligt.
Das ist ungerecht.
Der Bund der Schwer-hörigen Hamburg sagt: Das darf nicht so sein.
Gesellschaft-lich bedeutet: Es geht um das Leben mit anderen Menschen.
Zum Beispiel in der Stadt, in der Schule oder bei der Arbeit.
Alle Menschen sollen am gesellschaft-lichen Leben teil-nehmen.
Gleich-berechtigt bedeutet: Alle haben die gleichen Rechte.
Niemand wird schlechter behandelt.
Alle sollen gleich-berechtigt sein.
Das darf nicht davon abhängen, wie viel Geld jemand hat.
Foto: DSB
HAMBURG (kobinet)
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen bei Hörgeräten besonders hohe Beträge aus eigener Tasche. Nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts vom 27. Juli 2026 entfallen rund 62 Prozent aller von Versicherten getragenen Mehrkosten bei Hilfsmitteln auf Hörhilfen. Durchschnittlich zahlten Betroffene 1.656,99 Euro zusätzlich. Für den Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg werfen diese Zahlen grundsätzliche Fragen zur Qualität und Ausgestaltung der Hörgeräteversorgung auf. "Wer hören will, muss zahlen? Gleichberechtigte Teilhabe darf keine Frage des Geldbeutels sein. Hörbehinderte Menschen benötigen Hörgeräte nicht als Komfortprodukt, sondern um kommunizieren, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben "gleichberechtigt" teilnehmen zu können", erklärt Jörg Winkler vom Hörberatungs- und Informationszentrum des Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg.
Eine Hörgeräteversorgung muss sich deshalb, so der Bund der Schwerhörigen in Hamburg, am tatsächlichen individuellen Hörbedarf orientieren. Entscheidend ist nicht allein, ob ein Gerät technisch Sprache verstärkt. Im Alltag müssen hörbehinderte Menschen Gesprächen folgen, an Besprechungen teilnehmen, telefonieren, Bildungsangebote nutzen und in unterschiedlichen akustischen Situationen möglichst selbstständig kommunizieren können. Problematisch wird es nach Einschätzung des Bundes der Schwerhörigen, wenn eine für den individuellen Bedarf geeignete Versorgung nur durch erhebliche private Mehrkosten erreichbar ist. Menschen mit geringem Einkommen können dadurch gegenüber finanziell besser gestellten Versicherten benachteiligt werden. Aus Sicht des Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg ist dies auch eine Frage der gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe.
Foto: DSB
HAMBURG (kobinet)
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen bei Hörgeräten besonders hohe Beträge aus eigener Tasche. Nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts vom 27. Juli 2026 entfallen rund 62 Prozent aller von Versicherten getragenen Mehrkosten bei Hilfsmitteln auf Hörhilfen. Durchschnittlich zahlten Betroffene 1.656,99 Euro zusätzlich. Für den Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg werfen diese Zahlen grundsätzliche Fragen zur Qualität und Ausgestaltung der Hörgeräteversorgung auf. "Wer hören will, muss zahlen? Gleichberechtigte Teilhabe darf keine Frage des Geldbeutels sein. Hörbehinderte Menschen benötigen Hörgeräte nicht als Komfortprodukt, sondern um kommunizieren, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben "gleichberechtigt" teilnehmen zu können", erklärt Jörg Winkler vom Hörberatungs- und Informationszentrum des Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg.
Eine Hörgeräteversorgung muss sich deshalb, so der Bund der Schwerhörigen in Hamburg, am tatsächlichen individuellen Hörbedarf orientieren. Entscheidend ist nicht allein, ob ein Gerät technisch Sprache verstärkt. Im Alltag müssen hörbehinderte Menschen Gesprächen folgen, an Besprechungen teilnehmen, telefonieren, Bildungsangebote nutzen und in unterschiedlichen akustischen Situationen möglichst selbstständig kommunizieren können. Problematisch wird es nach Einschätzung des Bundes der Schwerhörigen, wenn eine für den individuellen Bedarf geeignete Versorgung nur durch erhebliche private Mehrkosten erreichbar ist. Menschen mit geringem Einkommen können dadurch gegenüber finanziell besser gestellten Versicherten benachteiligt werden. Aus Sicht des Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg ist dies auch eine Frage der gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe.




