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Staatliche Kürzungen treffen 436.000 Menschen

Rote Weste mit schwarzem Herz und schwarzen Händen, die das Herz halten
Rote Weste mit schwarzem Herz und schwarzen Händen, die das Herz halten
Foto: Pixabay/Alexas_Fotos

BERLIN (kobinet)

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, verweist anlässlich der Veröffentlichung seines Jahresberichts 2025 darauf hin, dass sich Deutschland zunehmend aus seiner internationalen Verantwortung zurückzieht, während die Zahl der Menschen in humanitärer Not weltweit steigt. Trotz einer anhaltend hohen privaten Spendenbereitschaft musste das Hilfswerk seine Unterstützung für 436.000 Menschen einstellen, weil staatliche Fördermittel deutlich zurückgegangen sind.



2025 sind Caritas international 39,9 Millionen Euro an privaten Spenden anvertraut worden. Damit blieb das Ergebnis trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage nahezu stabil. Im Vorjahr waren es 40,1 Millionen Euro gewesen. Deutlich gesunken sind hingegen die Mittel des Auswärtigen Amts und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Hilfen von Caritas international: von 50,5 Millionen Euro auf 39,8 Millionen Euro. Insgesamt wurden Caritas international im vergangenen Jahr 88,6 Millionen Euro für 595 Hilfsprojekte in 67 Ländern anvertraut.

Wie entscheidend eine verlässliche und langfristige Finanzierung humanitärer Hilfe ist, zeigt aktuell das verheerende Erdbeben in Venezuela. Nach derzeitigem Stand sind mehr als 4.800 Menschen ums Leben gekommen, rund 50.000 Menschen werden noch vermisst. Seit den Beben vom 24. Juni versorgt die Caritas Venezuela die Betroffenen mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Medikamenten. Zugleich versorgen die Mitarbeitenden alte und kranke Menschen und begleiten traumatisierte Familien. Mehr als 70.000 Menschen konnten bislang erreicht werden. Dass die Caritas unmittelbar und bis in abgelegene Regionen hinein helfen kann, ist das Ergebnis eines über Jahrzehnte aufgebauten Netzwerks. Die Caritas Venezuela ist landesweit an rund 600 Standorten präsent und wird von etwa 30.000 größtenteils freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen.

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