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Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut: Demo am 24. Juli 2026 in München

drei rote Ausrufezeichen
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Foto: ht

München (kobinet)

Unter dem Motto "Wir sind stolz und wir sind laut! Barrieren werden abgebaut!" ruft der Behindertenbeirat von München für Freitag, den 24. Juli 2026 um 15:00 Uhr zu einer Demonstration am Odeonplatz für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf. Darauf und auf eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die im Juli 2026 in München im Rahmen des Disability Pride Month in München stattfinden, hat die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte der Stadt München, Daniela Maier, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.



"München beteiligt sich erstmals mit einem eigenen Disability Pride Month an einer wachsenden Bewegung in Deutschland. Menschen mit Behinderungen, Angehörige und Unterstützer*innen gehen gemeinsam auf die Straße. Sie zeigen: Wir gehören mitten in die Gesellschaft und Teilhabe ist ein Menschenrecht! Geplant sind im gesamten Juli Veranstaltungen, Aktionen und Begegnungen in der Stadt. Höhepunkt ist eine große Demonstration am 24. Juli 2026. Auftakt ist um 15 Uhr am Odeonsplatz. Nach einer kurzen Eröffnungsrede zieht ein breites Bündnis aus Menschen mit Behinderungen und ihren Verbündeten durch die Münchner Innenstadt. Die Demonstration steht unter dem Motto 'Wir sind stolz und wir sind laut - Barrieren werden abgebaut!'." So heißt es in der Ankündigung der Demonstration.

Mehr Informationen gibt's unter https://www.behindertenbeirat-muenchen.de/mitmachen/1640-

Hintergrund:

Der Disability Pride Month hat seine Wurzeln in den USA: Im Juli 1990 kämpften behinderte Aktivist*innen dort für Gleichberechtigung und die gesetzliche Verankerung von Inklusion. Daraus entstand eine internationale Bewegung für Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Das Symbol dieser Bewegung ist die Disability Pride Flagge. Sie wird den ganzen Juli an verschiedenen Gebäuden in München wehen. Ab dem 17. Juli 2026 werden wir sie, gemeinsam mit Bürgermeisterin Verena Dietl, am Fischbrunnen auf dem Marienplatz hissen, ergänzt durch Informationstafeln, welche die Bedeutung der unterschiedlichen Farben erläutern. Deutschland hat 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterschrieben und sich damit verpflichtet, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu stärken. Aktuell werden Teilhabe und Barrierefreiheit jedoch als Kostenfaktor betrachtet. Viele Menschen mit Behinderungen müssen deshalb um ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben fürchten. Der Disability Pride Month München soll daher Mut machen, Aufmerksamkeit für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen schaffen und den Zusammenhalt in der Münchner Stadtgesellschaft stärken.

Weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen im Juli gibt es im Kalender von Daniela Maier, der Behindertenbeauftragten der Stadt und: www.behindertenbeauftragtemuenchen.de/veranstaltungen

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