BERLIN (kobinet)
Die Bundes-Regierung will Geld sparen.
Deshalb soll eine Zahlung für arme Kinder wegfallen.
Diese Zahlung heißt Sofort-Zuschlag.
Der Sofort-Zuschlag ist extra Geld vom Staat.
Arme Kinder bekommen dieses Geld jeden Monat.
Arme Kinder bekommen 25 Euro pro Monat.
Verena Bentele ist Chefin des VdK.
Die Chefin spricht für alle Mitglieder.
Sie setzt sich für ihre Rechte ein.
Der VdK ist ein großer Sozial-Verband in Deutschland.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe von Menschen.
Diese Menschen kämpfen gemeinsam für die Rechte anderer.
Verena Bentele sagt: Das ist falsch.
Arme Kinder brauchen diese Hilfe.
Kinder-Armut bedeutet: Die Familie hat zu wenig Geld.
Die Kinder haben nicht genug zu essen.
Manchmal haben sie auch keine warmen Kleider.
Arme Kinder werden oft arme Erwachsene.
Das zeigen viele gesammelte Zahlen.
Forscher haben diese Zahlen gesammelt.
Die Bundes-Regierung muss mehr gegen Kinder-Armut tun.
Den Sofort-Zuschlag gibt es seit 2022.
Er war als Übergangs-Lösung geplant.
Eine Übergangs-Lösung hilft für eine bestimmte Zeit.
Sie gilt, bis es eine bessere Lösung gibt.
Er sollte helfen, bis es eine Kinder-Grund-Sicherung gibt.
Kinder-Grund-Sicherung ist Geld für Familien mit Kindern.
Die Eltern bekommen dieses Geld vom Staat.
Die Kinder-Grund-Sicherung ist aber gescheitert.
Gescheitert bedeutet: Es hat nicht geklappt.
Deshalb soll der Sofort-Zuschlag dauerhaft bleiben.
Verena Bentele sagt: Die Bundes-Regierung bricht ein Versprechen.
Dieses Versprechen galt für die ärmsten Kinder.
Das ist nicht in Ordnung.
Die Bundes-Regierung will 450 Millionen Euro sparen.
Diese Rechnung stimmt aber nicht.
Der Sofort-Zuschlag fällt weg.
Dann brauchen viele Familien mehr Hilfe vom Staat.
Diese Familien bekommen dann Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen ohne Geld.
Das kostet dann 150 Millionen Euro mehr.
Am Ende spart die Bundes-Regierung also viel weniger.
Der VdK sagt: Der Sofort-Zuschlag muss bleiben.
Arme Familien brauchen verlässliche Hilfe.
Verlässlich bedeutet: Man kann sich darauf verlassen.
Kinder-Armut muss stärker bekämpft werden.

Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung will den monatlichen Sofortzuschlag von 25 Euro für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche streichen. Dazu stellt die VdK-Präsidentin Verena Bentele fest: "Jetzt reicht es! Die Sparwut der Bundesregierung nimmt Kindern echte Startchancen. Ausgerechnet bei den Kindern zu kürzen, die am wenigsten haben, ist sozial- und familienpolitisch das völlig falsche Signal. Wer das tut, hat wirklich nichts verstanden. Ständig moniert die Bundesregierung, die Ausgaben für das Sozialsystem seien zu hoch. Doch wer vermeiden will, dass viele Erwachsene in die Grundsicherung rutschen, muss bei den Jüngsten ansetzen. Denn Statistiken zeigen: Aus armen Kindern werden arme Erwachsene. Statt Zuschläge zu streichen, sollte die Bundesregierung endlich wirklich etwas gegen Kinderarmut tun."
Der Sofortzuschlag wurde 2022 als Übergangslösung bis zur geplanten Kindergrundsicherung eingeführt und kommt Kindern in einkommensschwachen Familien zugute. Mit dem Scheitern der Kindergrundsicherung sollte der Zuschlag eigentlich dauerhaft bestehen bleiben. „Die Bundesregierung bricht mit dieser Streichung ein Versprechen an die Kinder, die am dringendsten Unterstützung brauchen“, so Bentele.
Seit der gescheiterten Kindergrundsicherung hat die Bundesregierung die Kinderarmut nicht wirksam bekämpft. Der VdK fordert, den Sofortzuschlag zu erhalten, und setzt sich für eine grundlegende Strukturreform im Sinne einer Kindergrundsicherung ein. Kinder aus armen Familien brauchen verlässliche und dauerhafte Leistungen. „Die Bekämpfung von Kinderarmut muss bei der Haushaltskonsolidierung Vorrang haben. Einsparungen dürfen nicht einseitig bei einkommensschwachen Familien ansetzen, während an anderer Stelle im Haushalt deutlich größere Summen bewegt werden“, so Bentele.
„Die Logik hinter dieser Maßnahme erschließt sich mir ohnehin nicht“, sagt die VdK-Präsidentin. Zwar sollen beim Kinderzuschlag 450 Millionen Euro jährlich eingespart werden, gleichzeitig entstehen dem Entwurf zufolge aber Mehrausgaben von 150 Millionen Euro bei der Grundsicherung – weil Familien, die durch den Wegfall des Zuschlags unter die Bedarfsgrenze fallen, in das Grundsicherungssystem abrutschen. „Am Ende bleibt von der versprochenen Einsparung deutlich weniger übrig, als die Regierung suggeriert. Dafür trifft es Familien, die ohnehin am Existenzminimum leben“, kritisiert Bentele.

Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung will den monatlichen Sofortzuschlag von 25 Euro für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche streichen. Dazu stellt die VdK-Präsidentin Verena Bentele fest: "Jetzt reicht es! Die Sparwut der Bundesregierung nimmt Kindern echte Startchancen. Ausgerechnet bei den Kindern zu kürzen, die am wenigsten haben, ist sozial- und familienpolitisch das völlig falsche Signal. Wer das tut, hat wirklich nichts verstanden. Ständig moniert die Bundesregierung, die Ausgaben für das Sozialsystem seien zu hoch. Doch wer vermeiden will, dass viele Erwachsene in die Grundsicherung rutschen, muss bei den Jüngsten ansetzen. Denn Statistiken zeigen: Aus armen Kindern werden arme Erwachsene. Statt Zuschläge zu streichen, sollte die Bundesregierung endlich wirklich etwas gegen Kinderarmut tun."
Der Sofortzuschlag wurde 2022 als Übergangslösung bis zur geplanten Kindergrundsicherung eingeführt und kommt Kindern in einkommensschwachen Familien zugute. Mit dem Scheitern der Kindergrundsicherung sollte der Zuschlag eigentlich dauerhaft bestehen bleiben. „Die Bundesregierung bricht mit dieser Streichung ein Versprechen an die Kinder, die am dringendsten Unterstützung brauchen“, so Bentele.
Seit der gescheiterten Kindergrundsicherung hat die Bundesregierung die Kinderarmut nicht wirksam bekämpft. Der VdK fordert, den Sofortzuschlag zu erhalten, und setzt sich für eine grundlegende Strukturreform im Sinne einer Kindergrundsicherung ein. Kinder aus armen Familien brauchen verlässliche und dauerhafte Leistungen. „Die Bekämpfung von Kinderarmut muss bei der Haushaltskonsolidierung Vorrang haben. Einsparungen dürfen nicht einseitig bei einkommensschwachen Familien ansetzen, während an anderer Stelle im Haushalt deutlich größere Summen bewegt werden“, so Bentele.
„Die Logik hinter dieser Maßnahme erschließt sich mir ohnehin nicht“, sagt die VdK-Präsidentin. Zwar sollen beim Kinderzuschlag 450 Millionen Euro jährlich eingespart werden, gleichzeitig entstehen dem Entwurf zufolge aber Mehrausgaben von 150 Millionen Euro bei der Grundsicherung – weil Familien, die durch den Wegfall des Zuschlags unter die Bedarfsgrenze fallen, in das Grundsicherungssystem abrutschen. „Am Ende bleibt von der versprochenen Einsparung deutlich weniger übrig, als die Regierung suggeriert. Dafür trifft es Familien, die ohnehin am Existenzminimum leben“, kritisiert Bentele.





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