Berlin (kobinet)
Am 23. Juni 2026 wurde ein Papier bekannt.
Die Bundes-Regierung plant Änderungen in der Kranken-Haus-Pflege.
Simone Fischer ist Politikerin bei Bündnis 90 – Die Grünen.
Sie spricht für ihre Partei über das Thema Pflege.
Sie kritisiert diese Pläne stark.
Das Papier heißt: Ent-bürokratisierung und mehr Flexibilität bei der Kranken-Haus-Pflege.
Ent-bürokratisierung bedeutet: weniger Regeln und Vor-schriften.
Vor-schriften sind Regeln, die alle befolgen müssen.
Sie legen fest, was erlaubt ist und was nicht.
Flexibilität bedeutet: Man kann Dinge freier gestalten.
Man ist nicht so stark an feste Regeln gebunden.
Die Pläne wollen das Pflege-Budget abschaffen.
Das Pflege-Budget ist Geld für das Pflege-Personal eines Kranken-Hauses.
Damit werden die Gehälter der Pflege-Kräfte bezahlt.
Pflege-Personal sind Fach-leute im Gesundheits-bereich.
Sie helfen kranken Menschen.
Die Pläne wollen auch die PPR 2.0 abschaffen.
PPR 2.0 steht für Pflege-Personal-Regelung 2.0.
Das ist eine Regel für Kranken-Häuser.
Sie legt fest, wie viele Pflege-Kräfte auf einer Station arbeiten müssen.
Eine Station ist ein Teil eines Kranken-Hauses.
Dort werden kranke Menschen gepflegt.
Simone Fischer sagt: Die Sicherheit der Patienten ist in Gefahr.
Patientinnen und Patienten sind Menschen im Kranken-Haus.
Sie brauchen Hilfe und Pflege.
Es könnte zu wenig Personal geben.
Das ist gefährlich für kranke Menschen.
Pflege-Kräfte, Gewerkschaften und Politikerinnen und Politiker haben lange gekämpft.
Eine Gewerkschaft ist ein Verein für Arbeit-Nehmer.
Die Gewerkschaft setzt sich für bessere Arbeit und fairen Lohn ein.
Sie wollten bessere Bedingungen für Pflege-Kräfte.
Sie wollten mehr Personal in Kranken-Häusern.
Sie wollten klare und feste Regeln.
Die neuen Pläne machen viele dieser Verbesserungen rückgängig.
Ohne PPR 2.0 gibt es keine klare Personal-Regel mehr.
Es soll nur noch eine allgemeine Regel geben.
Simone Fischer sagt: Diese allgemeine Regel reicht nicht aus.
Viele Stationen sind jetzt schon überlastet.
Das bedeutet: Pflege-Kräfte haben zu viel Arbeit.
Eine allgemeine Regel ändert daran nichts.
Viele Kranken-Häuser suchen dringend Pflege-Fach-Personen.
Pflege-Fach-Personen haben eine Ausbildung in der Pflege.
Sie kümmern sich um kranke Menschen im Kranken-Haus.
Die neuen Pläne machen dieses Problem größer.
Mehr Pflege-Kräfte verlassen dann den Beruf.
Kranken-Häuser brauchen aber mehr Pflege-Kräfte.
Nicht weniger.
Simone Fischer fordert: Das Pflege-Budget muss erhalten bleiben.
Es muss weiter klare Regeln für genug Personal geben.
Nur so gibt es weiter gute Pflege in Kranken-Häusern.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum am 23. Juni 2026 bekannt gewordenen mutmaßlichen Koalitions-Papier "Entbürokratisierung und mehr Flexibilität bei der Pflege im Krankenhaus" hat sich die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, zu Wort gemeldet und betont: "Die heute bekannt gewordenen Pläne der Koalition zur Abschaffung des Pflegebudgets und der PPR 2.0 sind ein Frontalangriff auf Patientensicherheit und die Pflege im Krankenhaus. Seit Jahren kämpfen Pflegekräfte, Gewerkschaften und Politik für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und verbindliche Standards - diese Pläne würde viele dieser Fortschritte mit einem Federstrich zunichtemachen. Es drückt die Pflege zurück in das DRG-System und setzt damit wieder finanzielle Anreize, Pflegepersonal abzubauen, statt Pflege personell und finanziell abzusichern."
„Die PPR 2.0 als verbindliches Instrument der Personalbemessung soll sang- und klanglos beerdigt, die Kommission für Personalbemessung im Krankenhaus gleich mit abgeschafft werden. Statt eines klaren, verbindlichen Instruments wie der PPR 2.0 bleibt nur eine abstrakte Generalklausel zur Personalausstattung, die die chronische Überlastung auf vielen Stationen nicht wirksam begrenzen wird. Unter dem Etikett „Entbürokratisierung“ werden damit vor allem Schutzmechanismen für Pflegekräfte und Patient*innen ausgehöhlt. Wer gute Pflege ernst nimmt, darf sie nicht zur bloßen Verrechnungsgröße im DRG-System machen. In einer Situation, in der Kliniken händeringend Pflegefachpersonen suchen, würde diese Politik die Personalknappheit eher verschärfen und die Fluktuation weiter anheizen – genau das Gegenteil dessen, was wir brauchen, um Menschen im Beruf zu halten. Pflege braucht transparente, zweckgebundene Finanzierung und verbindliche Bemessungsinstrumente – beides steht mit diesen Plänen auf dem Spiel. Diese Vorschläge weisen in die falsche Richtung. Wer Pflegekräfte im Beruf halten und die Versorgung sichern will, muss das Pflegebudget erhalten und dauerhaft mit einer verbindlichen Personalbemessung verknüpfen, statt beides zurückzudrehen“, erklärte Simone Fischer.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum am 23. Juni 2026 bekannt gewordenen mutmaßlichen Koalitions-Papier "Entbürokratisierung und mehr Flexibilität bei der Pflege im Krankenhaus" hat sich die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, zu Wort gemeldet und betont: "Die heute bekannt gewordenen Pläne der Koalition zur Abschaffung des Pflegebudgets und der PPR 2.0 sind ein Frontalangriff auf Patientensicherheit und die Pflege im Krankenhaus. Seit Jahren kämpfen Pflegekräfte, Gewerkschaften und Politik für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und verbindliche Standards - diese Pläne würde viele dieser Fortschritte mit einem Federstrich zunichtemachen. Es drückt die Pflege zurück in das DRG-System und setzt damit wieder finanzielle Anreize, Pflegepersonal abzubauen, statt Pflege personell und finanziell abzusichern."
„Die PPR 2.0 als verbindliches Instrument der Personalbemessung soll sang- und klanglos beerdigt, die Kommission für Personalbemessung im Krankenhaus gleich mit abgeschafft werden. Statt eines klaren, verbindlichen Instruments wie der PPR 2.0 bleibt nur eine abstrakte Generalklausel zur Personalausstattung, die die chronische Überlastung auf vielen Stationen nicht wirksam begrenzen wird. Unter dem Etikett „Entbürokratisierung“ werden damit vor allem Schutzmechanismen für Pflegekräfte und Patient*innen ausgehöhlt. Wer gute Pflege ernst nimmt, darf sie nicht zur bloßen Verrechnungsgröße im DRG-System machen. In einer Situation, in der Kliniken händeringend Pflegefachpersonen suchen, würde diese Politik die Personalknappheit eher verschärfen und die Fluktuation weiter anheizen – genau das Gegenteil dessen, was wir brauchen, um Menschen im Beruf zu halten. Pflege braucht transparente, zweckgebundene Finanzierung und verbindliche Bemessungsinstrumente – beides steht mit diesen Plänen auf dem Spiel. Diese Vorschläge weisen in die falsche Richtung. Wer Pflegekräfte im Beruf halten und die Versorgung sichern will, muss das Pflegebudget erhalten und dauerhaft mit einer verbindlichen Personalbemessung verknüpfen, statt beides zurückzudrehen“, erklärte Simone Fischer.





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