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Bundesarbeitsgemeinschaft fordert finanzielle Entlastung durch den Bund

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Foto: Gerhard Bartz

KÖLN / MÜNSTER (kobinet) Die Hauptversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) hat ihren Vorsitzenden Dirk Rist, Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Die Delegierten der 23 Mitgliedsorganisationen sprachen Rist in ihrer Hauptversammlung in Münster erneut das Vertrauen aus und setzen damit auf Kontinuität an der Spitze des Verbandes. Die diesjährige Hauptversammlung stand insbesondere im Zeichen der aktuellen Reformdiskussionen auf Bundesebene zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe und der Pflege. Die BAGüS sieht dabei mit großer Sorge, dass neue gesetzliche Regelungen zu erheblichen Mehrbelastungen für die kommunale Ebene und Länder führen und fordert den Bund dazu auf, die Leistungsträger finanziell spürbar zu entlasten und sich an den Kosten zu beteiligen.

„Die Finanzierung der Eingliederungshilfe und der Hilfe zur Pflege muss dringend auf eine tragfähige und faire Grundlage gestellt werden. Bund, Länder und Kommunen stehen gemeinsam in der Verantwortung, die steuerfinanzierten Sozialleistungen, deren Kostenaufwand seit Jahren stetig steigt, dauerhaft zu sichern und auch gemeinsam zu tragen. Es ist nicht hinnehmbar, dass sogar noch neue bundesgesetzliche Regelungen die Kommunen und Länder zusätzlich mit Kosten von mehr als einer Milliarde Euro jährlich belasten. Allein die derzeit diskutierten Änderungen im Rahmen des Pflegeneuordnungsgesetzes können nach den vorliegenden Berechnungen zu zusätzlichen Belastungen von rund einer Milliarde Euro für die Sozialhilfeträger führen. Wer Reformen beschließt, muss auch für deren Finanzierung sorgen. Die Kommunen und Länder dürfen nicht dauerhaft die Folgekosten bundespolitischer Entscheidungen alleine tragen“, erklärte Dirk Rist.

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