Berlin (kobinet)
Eine Umfrage hat wichtige Ergebnisse gebracht.
Bei einer Umfrage werden viele Menschen befragt.
Alle antworten auf die gleichen Fragen.
Die Umfrage wurde vom Sozial-Verband VdK beauftragt.
Ein Sozial-Verband ist ein Verein.
Der Verein hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Der Sozial-Verband VdK hilft Menschen mit Behinderung.
75 Prozent der Befragten wollen die Rente ab 65 behalten.
Das bedeutet: Rente ohne Abzüge für langjährig Versicherte.
Abzüge bedeutet: Man bekommt weniger Geld.
Ein Teil des Geldes wird weggenommen.
Langjährig Versicherte sind Menschen, die viele Jahre gearbeitet haben.
78 Prozent wollen die Rente ab 65 für Menschen mit Schwer-Behinderung behalten.
Schwer-Behinderung bedeutet: Ein Mensch ist stark eingeschränkt im Alltag.
Die Einschränkung wird mit einer Zahl gemessen.
Ab einem Wert von 50 spricht man von Schwer-Behinderung.
Diese Meinung teilen Menschen aller Alters-Gruppen.
Es spielt keine Rolle, welche Partei man wählt.
Zustimmung bedeutet: Jemand ist einverstanden.
Die Person sagt Ja zu einem Vorschlag.
Der VdK sagt: Viele Politiker wollen die abschlags-freie Rente ab 65 abschaffen.
Abschlags-frei bedeutet: Die Rente wird nicht gekürzt.
Darüber wird kaum öffentlich gesprochen.
Das kritisiert der VdK.
VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:
Die Präsidentin ist die Chefin des Verbandes.
Sie spricht für alle Mitglieder.
Wer viele Jahre gearbeitet hat, verdient eine volle Rente ab 65.
Das gilt auch für Menschen, die Kinder erzogen haben.
Das gilt auch für Menschen, die Angehörige gepflegt haben.
Angehörige sind zum Beispiel kranke Familien-Mitglieder.
Menschen mit Schwer-Behinderung müssen 35 Jahre Beiträge gezahlt haben.
Beiträge sind Geld-Beträge, die man regelmäßig zahlt.
Man zahlt sie in die Renten-Versicherung ein.
Dafür bekommt man später Rente.
Dann können sie mit 65 ohne Abzüge in Rente gehen.
Das ist 2 Jahre früher als die normale Alters-Grenze.
Diese Menschen haben sich das verdient, sagt Bentele.
Viele arbeiten auch im Ruhe-Stand noch weiter.
Andere pflegen kranke Familien-Mitglieder.
Ruhe-Stand bedeutet: Man arbeitet nicht mehr und bekommt Rente.
Der VdK ist gegen eine Erhöhung der Alters-Grenzen.
Alters-Grenze bedeutet: Das Alter, ab dem man in Rente gehen kann.
Erhöhung bedeutet: Die Grenze wird höher gesetzt.
Eine höhere Alters-Grenze würde die Renten kürzen.
Manche Menschen verdienen weniger Geld als andere.
Diese Menschen würden besonders benachteiligt.
Benachteiligen bedeutet: Jemand wird schlechter behandelt als andere.
Das ist nicht fair.
Der VdK erwartet Vorschläge von der Alters-Sicherungs-Kommission.
Die Alters-Sicherungs-Kommission ist eine Gruppe von Fach-Leuten.
Sie berät die Politik, wie die Rente gut bleibt.
Der VdK will Vorschläge, wie Menschen gesund bis zur Rente arbeiten können.
Der VdK will keine Vorschläge, die nur Renten kürzen.
Der VdK fordert mehr Hilfe durch Reha-Maßnahmen.
Reha ist kurz für Reha-bili-tation.
Das sind Übungen und Behandlungen nach einer Krankheit.
Menschen werden dabei wieder fit und gesund.
Ein gutes Reha-System hilft Menschen, länger gesund zu bleiben.
So können sie länger arbeiten.
Das spart Kosten bei Kranken-Geld und Erwerbs-Minderungs-Rente.
Kranken-Geld bekommt man, wenn man krank ist und nicht arbeiten kann.
Die Kranken-Versicherung zahlt dann das Geld.
Erwerbs-Minderungs-Rente bedeutet: Rente für Menschen, die wegen Krankheit nicht mehr arbeiten können.

Foto: ht
Berlin (kobinet) In einer repräsentativen YouGov-Umfrage für den Sozialverband VdK sprachen sich drei Viertel (75 Prozent) der Befragten für eine Beibehaltung des abschlagsfreien Rentenzugangs ab 65 Jahren für besonders langjährig Versicherte aus. Noch deutlicher war die Zustimmung für Menschen mit einer Schwerbehinderung (78 Prozent). Die breite Akzeptanz für diese beiden vorgezogenen Rentenarten unterscheidet sich nach Informationen des VdK kaum nach Parteipräferenz, Geschlecht, Bildungsstand oder Region. Selbst bei den Jüngeren will noch mehr als jede zweite befragte Person diese Wege in die Rente offenhalten.
„Bei der Mehrheit der Alterssicherungskommission und auch bei vielen Politikern scheint die Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 65 und eine Erhöhung der Regelaltersgrenze schon beschlossene Sache zu sein. Ob dann auch der abschlagsfreie Rentenzugang für Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent ab 65 Jahren fallen würde, wird bisher noch nicht diskutiert“, heißt es vonseiten des VdK. Für VdK-Präsidentin Verena Bentele steht fest: „Wer ab dem 20. Lebensjahr mehr oder weniger durchgängig bis 65 gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, verdient einen abschlagsfreien Rentenzugang. Das gleiche gilt für Menschen mit einer Schwerbehinderung, die 35 Jahre vorweisen müssen, bevor sie mit 65 und ohne Abschläge in Rente gehen können. Diese Menschen haben sich einen zwei Jahre früheren Rentenbeginn verdient. Viele pflegen dann weiter Angehörige, engagieren sich im Ehrenamt oder arbeiten in Teilzeit oder Minijobs weiter.“
Der VdK lehnt darüber hinaus alle Forderungen nach einer pauschalen Anhebung der Altersgrenzen klar ab. „Sie kürzen die Renten von vielen und verkürzen zusätzlich den Ruhestand von benachteiligten Menschen, die ohnehin eine geringere Lebenserwartung aufweisen“, erklärt Bentele. Statt immer neuer Kürzungsvorschläge erwartet der Sozialverband VdK von der Alterssicherungskommission Vorschläge dazu, wie mehr Menschen gesund und altersgerecht bis zur bestehenden Regelaltersgrenze arbeiten können. „Wenn sich Unternehmen und Politik der Herausforderung einer alternden Gesellschaft und alternder Belegschaften stellen wollen, dürfen sie nicht mit vermeintlich einfachen Lösungen immer mehr prekäre Rentenübergänge in Kauf nehmen“, sagt Bentele. „Sie müssen bei den realen Problemen ansetzen. Die Alterssicherungskommission muss diese Zukunftsaufgabe vorbereiten und nicht vor ihr kapitulieren.“
Der VdK fordert, die medizinische und berufliche Rehabilitation in den Mittelpunkt der Rentendebatte zu rücken. Ein starkes Reha-System kann dazu beitragen, dass Menschen länger gesund und berufsfähig bleiben und so Krankengeld- sowie Erwerbsminderungsrentenausgaben senken.

Foto: ht
Berlin (kobinet) In einer repräsentativen YouGov-Umfrage für den Sozialverband VdK sprachen sich drei Viertel (75 Prozent) der Befragten für eine Beibehaltung des abschlagsfreien Rentenzugangs ab 65 Jahren für besonders langjährig Versicherte aus. Noch deutlicher war die Zustimmung für Menschen mit einer Schwerbehinderung (78 Prozent). Die breite Akzeptanz für diese beiden vorgezogenen Rentenarten unterscheidet sich nach Informationen des VdK kaum nach Parteipräferenz, Geschlecht, Bildungsstand oder Region. Selbst bei den Jüngeren will noch mehr als jede zweite befragte Person diese Wege in die Rente offenhalten.
„Bei der Mehrheit der Alterssicherungskommission und auch bei vielen Politikern scheint die Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 65 und eine Erhöhung der Regelaltersgrenze schon beschlossene Sache zu sein. Ob dann auch der abschlagsfreie Rentenzugang für Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent ab 65 Jahren fallen würde, wird bisher noch nicht diskutiert“, heißt es vonseiten des VdK. Für VdK-Präsidentin Verena Bentele steht fest: „Wer ab dem 20. Lebensjahr mehr oder weniger durchgängig bis 65 gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, verdient einen abschlagsfreien Rentenzugang. Das gleiche gilt für Menschen mit einer Schwerbehinderung, die 35 Jahre vorweisen müssen, bevor sie mit 65 und ohne Abschläge in Rente gehen können. Diese Menschen haben sich einen zwei Jahre früheren Rentenbeginn verdient. Viele pflegen dann weiter Angehörige, engagieren sich im Ehrenamt oder arbeiten in Teilzeit oder Minijobs weiter.“
Der VdK lehnt darüber hinaus alle Forderungen nach einer pauschalen Anhebung der Altersgrenzen klar ab. „Sie kürzen die Renten von vielen und verkürzen zusätzlich den Ruhestand von benachteiligten Menschen, die ohnehin eine geringere Lebenserwartung aufweisen“, erklärt Bentele. Statt immer neuer Kürzungsvorschläge erwartet der Sozialverband VdK von der Alterssicherungskommission Vorschläge dazu, wie mehr Menschen gesund und altersgerecht bis zur bestehenden Regelaltersgrenze arbeiten können. „Wenn sich Unternehmen und Politik der Herausforderung einer alternden Gesellschaft und alternder Belegschaften stellen wollen, dürfen sie nicht mit vermeintlich einfachen Lösungen immer mehr prekäre Rentenübergänge in Kauf nehmen“, sagt Bentele. „Sie müssen bei den realen Problemen ansetzen. Die Alterssicherungskommission muss diese Zukunftsaufgabe vorbereiten und nicht vor ihr kapitulieren.“
Der VdK fordert, die medizinische und berufliche Rehabilitation in den Mittelpunkt der Rentendebatte zu rücken. Ein starkes Reha-System kann dazu beitragen, dass Menschen länger gesund und berufsfähig bleiben und so Krankengeld- sowie Erwerbsminderungsrentenausgaben senken.





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