BERLIN (kobinet)
Der Allgemeine Behinderten-Verband in Deutschland heißt kurz: ABiD.
Der ABiD kritisiert aktuelle Spar-Pläne.
Das bedeutet: Der ABiD ist dagegen.
Der ABiD sagt: Diese Pläne sind falsch.
Bund, Länder und Kommunen planen Kürzungen.
Kommunen sind Städte und Gemeinden.
Es soll weniger Geld ausgegeben werden.
Betroffen wären Kinder und Jugendliche.
Auch Menschen mit Behinderung wären betroffen.
Es gibt mehr als 70 Spar-Vorschläge.
Das Spar-Volumen beträgt mindestens 8,6 Milliarden Euro.
Spar-Volumen bedeutet: So viel Geld soll gespart werden.
Die Eingliederungs-Hilfe soll gekürzt werden.
Eingliederungs-Hilfe ist Unterstützung für Menschen mit Behinderung.
Sie hilft ihnen, am Leben teil-zunehmen.
Auch die Kinder- und Jugend-Hilfe soll gekürzt werden.
Persönliche Unterstützungs-Leistungen sollen wegfallen.
Menschen mit Behinderung sind keine Haushalts-Position.
Ein Haushalt ist ein Plan.
Darin steht, wofür der Staat Geld ausgibt.
Man kann nicht einfach bei ihnen sparen.
Ihre Rechte stehen im Gesetz.
Diese Rechte ermöglichen Schule, Arbeit und ein selbst-bestimmtes Leben.
Wer hier kürzt, nimmt Menschen ihre Freiheit.
Der ABiD sagt: Sparen bei Kindern ist falsch.
Sparen bei Menschen mit Behinderung ist falsch.
Das ist kein Reform-Vorschlag.
Ein Reform-Vorschlag ist eine Idee, etwas zu verbessern.
Das ist ein Angriff auf die Würde der Menschen.
Chancen-Gleichheit bedeutet: Alle Menschen haben dieselben Chancen.
Niemand wird dabei ausgeschlossen.
Der ABiD ist empört über die Art der Pläne.
Empört bedeutet: sehr wütend und aufgebracht.
Die Pläne werden ohne Betroffene besprochen.
Betroffene sind Menschen mit Behinderung und ihre Familien.
Über ihr Leben darf nicht ohne sie entschieden werden.
Der ABiD fordert: Legt die Kürzungs-Pläne offen.
Nehmt die Pläne zurück.
Findet Lösungen gemeinsam mit Verbänden und Betroffenen.
Verbände sind Gruppen von Menschen mit dem gleichen Ziel.
Sie setzen sich gemeinsam für ihre Interessen ein.
Haushalts-Probleme dürfen nicht auf Kosten schwacher Menschen gelöst werden.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu und wird nicht ausgeschlossen.
Teilhabe ist kein Luxus.
Menschenwürde bedeutet: Jeder Mensch ist wichtig und wertvoll.
Alle Menschen muss man gut und gleich behandeln.
Menschenwürde ist nicht kürzbar.

Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland kritisiert die bekannt gewordenen Überlegungen von Bund, Ländern und Kommunen zu massiven Kürzungen bei Unterstützungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung mit aller Schärfe. Nach aktuellen Berichten und Veröffentlichungen geht es um mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem Volumen von mindestens 8,6 Milliarden Euro. Betroffen wären unter anderem Leistungen der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie individuelle Unterstützungsansprüche.
Menschen mit Behinderung sind nach dem Verständnis der Mitglieder dieses Verbandes keine Haushaltsposition, die man nach Kassenlage kürzt. Diese Unterstützungsleistungen sind keine Wohltaten, sondern vielfach gesetzlich verankerte Rechte. Sie ermöglichen Schulbesuch, Ausbildung, Arbeit, Mobilität, Kommunikation, selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Wer diese Leistungen kürzt, spart nicht abstrakt Geld, sondern nimmt konkreten Menschen Möglichkeiten, Freiheit und Zukunft.
„Wer ausgerechnet bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung sparen will, stellt den sozialen Rechtsstaat infrage. Das ist kein Reformvorschlag, das ist ein Angriff auf Teilhabe, Würde und Chancengleichheit“, erklärt der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland.
Besonders empörend ist nach Einschätzung des ABiD, dass solche Vorschläge offenbar hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Über die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung, Kindern, Jugendlichen und Familien darf nicht ohne ihre Beteiligung entschieden werden. Nichts über uns ohne uns gilt nicht nur für Sonntagsreden, sondern gerade dann, wenn politische Entscheidungen weh tun.
Der ABiD fordert Bund, Länder und Kommunen auf, die Kürzungspläne umgehend offenzulegen, zurückzunehmen und stattdessen gemeinsam mit Behindertenverbänden, Sozialverbänden und Betroffenen tragfähige Lösungen zu entwickeln. Haushaltsprobleme dürfen nicht auf dem Rücken derjenigen gelöst werden, die ohnehin täglich gegen Barrieren, Benachteiligung und Ausgrenzung kämpfen.
Teilhabe ist kein Luxus, so wird vom ABiD betont, und Inklusion ist keine freiwillige Zusatzleistung. Und Menschenwürde ist nicht kürzbar.

Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland kritisiert die bekannt gewordenen Überlegungen von Bund, Ländern und Kommunen zu massiven Kürzungen bei Unterstützungsleistungen für Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung mit aller Schärfe. Nach aktuellen Berichten und Veröffentlichungen geht es um mehr als 70 Kürzungsvorschläge mit einem Volumen von mindestens 8,6 Milliarden Euro. Betroffen wären unter anderem Leistungen der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie individuelle Unterstützungsansprüche.
Menschen mit Behinderung sind nach dem Verständnis der Mitglieder dieses Verbandes keine Haushaltsposition, die man nach Kassenlage kürzt. Diese Unterstützungsleistungen sind keine Wohltaten, sondern vielfach gesetzlich verankerte Rechte. Sie ermöglichen Schulbesuch, Ausbildung, Arbeit, Mobilität, Kommunikation, selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Wer diese Leistungen kürzt, spart nicht abstrakt Geld, sondern nimmt konkreten Menschen Möglichkeiten, Freiheit und Zukunft.
„Wer ausgerechnet bei Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung sparen will, stellt den sozialen Rechtsstaat infrage. Das ist kein Reformvorschlag, das ist ein Angriff auf Teilhabe, Würde und Chancengleichheit“, erklärt der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland.
Besonders empörend ist nach Einschätzung des ABiD, dass solche Vorschläge offenbar hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Über die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung, Kindern, Jugendlichen und Familien darf nicht ohne ihre Beteiligung entschieden werden. Nichts über uns ohne uns gilt nicht nur für Sonntagsreden, sondern gerade dann, wenn politische Entscheidungen weh tun.
Der ABiD fordert Bund, Länder und Kommunen auf, die Kürzungspläne umgehend offenzulegen, zurückzunehmen und stattdessen gemeinsam mit Behindertenverbänden, Sozialverbänden und Betroffenen tragfähige Lösungen zu entwickeln. Haushaltsprobleme dürfen nicht auf dem Rücken derjenigen gelöst werden, die ohnehin täglich gegen Barrieren, Benachteiligung und Ausgrenzung kämpfen.
Teilhabe ist kein Luxus, so wird vom ABiD betont, und Inklusion ist keine freiwillige Zusatzleistung. Und Menschenwürde ist nicht kürzbar.




