Berlin (kobinet)
Viele Menschen mit Behinderungen gehen auf die Straße.
Das passiert am 5. Mai 2026.
Eine Behinderung macht manche Dinge schwierig.
Man braucht oft mehr Hilfe als andere Menschen.
Sie protestieren gegen die Bundes-Regierung.
Protestieren bedeutet: Menschen zeigen gemeinsam, dass sie etwas nicht wollen.
Die Bundes-Regierung leitet Deutschland.
Sie besteht aus dem Bundes-Kanzler und den Ministern.
Die Bundes-Regierung besteht aus CDU, CSU und SPD.
Die Menschen fordern echte Teil-Habe.
Teil-Habe bedeutet: Alle Menschen können mitmachen.
Die Menschen fordern auch Selbst-Bestimmung.
Selbst-Bestimmung bedeutet: Jeder Mensch entscheidet selbst.
Den Protest-Tag gibt es seit 1992.
Die Behinderten-Bewegung hat ihn damals gestartet.
Die Behinderten-Bewegung ist eine Gruppe von Menschen mit Behinderungen.
Sie kämpfen gemeinsam für ihre Rechte.
Der Protest-Tag findet jedes Jahr am 5. Mai statt.
Es gibt Aktionen an vielen Orten in Deutschland und Europa.
Wiebke Schär leitet die Organisation ISL.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland.
Eine Interessen-Vertretung spricht für eine Gruppe von Menschen.
Sie setzt sich für deren Wünsche und Rechte ein.
Wiebke Schär sagt: Die Politik macht Rück-Schritte.
Erkämpfte Rechte sind in Gefahr.
Menschen mit Behinderungen müssen ihre Rechte verteidigen.
Wiebke Schär fordert: Assistenz muss gesichert bleiben.
Assistenz bedeutet: Eine Person hilft bei allem, was man braucht.
Diese Hilfe ist im Alltag wichtig.
Menschen bekommen Unterstützung genau dort, wo sie sie brauchen.
Diese Hilfe muss es im Kinder-Garten geben.
Und in der Schule, in der Freizeit und bei der Arbeit.
Assistenz ist ein Menschen-Recht.
Assistenz ist keine freiwillige Leistung.
Die ISL kritisiert das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Das Gesetz heißt kurz: BGG.
Das BGG soll sicherstellen, dass alle Menschen gleich behandelt werden.
Das BGG verpflichtet Firmen nicht zu Barriere-Freiheit.
Barriere-Freiheit bedeutet: Alle können alle Orte und Angebote nutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Das ist ein Problem.
Auch beim Pooling gibt es Kritik.
Pooling bedeutet: Mehrere Kinder bekommen gemeinsam Unterstützung.
Die Hilfe ist dann nicht mehr für jeden einzeln.
Das geht nicht auf die einzelne Person ein.
Einsparungen bei Menschen mit Behinderungen sind falsch.
Raúl Krauthausen sagt: Menschen mit Behinderungen werden nicht ernst genommen.
Sie gelten nur als Kosten-Posten.
Kosten-Posten bedeutet: Man denkt nur daran, was sie kosten.
Verbände bekommen kaum Zeit für ihre Meinung zu Gesetzen.
Ein Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Sie haben alle das gleiche Ziel.
Das ist keine echte Beteiligung.
Beteiligung bedeutet: Man darf mitreden und mitentscheiden.
Raúl Krauthausen sagt auch: Menschen mit Behinderungen müssen mitentscheiden.
Sie müssen am Verhandlungs-Tisch sitzen.
Am Verhandlungs-Tisch sitzen wichtige Menschen zusammen.
Sie reden und entscheiden gemeinsam.
Das gilt für alle Menschen mit Behinderungen.
Egal ob mit Rollstuhl, Rollator, Lang-Stock oder Prothese.
Viele Verbände rufen zur Demo am 5. Mai in Berlin auf.
Demo ist kurz für Demonstration.
Bei einer Demonstration gehen viele Menschen zusammen auf die Straße.
Sie zeigen gemeinsam ihre Meinung.
Die Kürzungs-Pläne treffen viele Menschen.
Kürzungs-Pläne bedeutet: Die Regierung will weniger Geld ausgeben.
Manche Menschen bekommen dann weniger Hilfe.
Zum Beispiel Kinder, Eltern, Lehr-Kräfte und Fach-Personal.
Alle sollen ein Zeichen setzen.
Das Zeichen lautet: Wir lassen uns unsere Rechte nicht nehmen.
Diese Gruppen haben das Aktions-Bündnis gegründet:
Ein Aktions-Bündnis ist eine Gruppe von Vereinen und Verbänden.
Sie arbeiten gemeinsam für ein Ziel.
- die Sozial-Held*innen
- bifos: Bildungs- und Forschungs-Institut zum selbstbestimmten Leben Behinderter
- ISL: Interessen-Vertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland
- ibf: Initiative barrierefrei Feiern
- akse: aktiv und selbstbestimmt

Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet) "Wir schlagen Alarm: Unter der aktuellen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD sehen wir gravierende Rückschritte für echte Teilhabe und Selbstbestimmung. Deshalb gehen wir deutschlandweit auf die Straße. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wurde 1992 durch die Behindertenbewegung initiiert und findet seit jeher dezentral organisiert an vielen Orten in Deutschland und Europa statt." Darauf hat die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Wiebke Schär, im Zusammenhang mit den diesjährigen Protestaktionen um den 5. Mai 2026 herum hingewiesen. Die ISL mischt zusammen mit einem Bündnis verschiedener Akteur*innen beispielsweise bei der Demonstration am Nachmittag des 5. Mai in Berlin mit.
„Hierzulande zwingt uns die politische Entwicklung zunehmend in Abwehrkämpfe – ein unhaltbarer Zustand. Statt dringend notwendige Verbesserungen und Fortschritte für einen inklusiven Arbeitsmarkt und bei der Barrierefreiheit im privaten Sektor voranzubringen, sehen wir uns gezwungen, lang erkämpfte Rechte zu verteidigen, wie etwa die Verbesserungen bei der Kostenheranziehung für Teilhabeleistungen oder die inklusive Beschulung. Persönliche und bedarfsgerechte Assistenz muss in allen Lebensbereichen gesichert bleiben – im Kindergarten, in der Schule, in der Freizeit und im Arbeitsleben. Personenzentrierte Unterstützung ist keine freiwillige Leistung oder ein Nice-to-Have, sondern ein Menschenrecht“, betonte Wiebke Schär von der ISL im Vorfeld der Protestaktionen.
Doch genau diese Grundsätze geraten nach Ansicht der ISL ins Wanken: Es fehle weiterhin an verbindlichen Verpflichtungen der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Gleichzeitig droht durch Maßnahmen wie das sogenannte Pooling in der Kinder- und Jugendhilfe, der Ansatz der Personenzentrierung komplett nachrangig zu werden. Einsparungen zulasten von Menschen mit Behinderungen seien ein fataler Fehler.
„Menschen mit Behinderungen werden nicht ernst genommen und nur als Kostenposten betrachtet. Dass Partizipation nicht gewollt ist, merkt man spätestens daran, dass Organisationen und Vereine momentan im Schnitt ein paar Tage für das Durcharbeiten von Gesetzesentwürfen und das Verfassen ihrer nicht erwünschten Stellungnahmen bekommen – zuletzt sage und schreibe ein Zeitraum von Donnerstagabend bis Montagfrüh für eine Positionierung zu 157 Seiten Beitragssätzestabilisierungsgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung“, betonte Raúl Krauthausen. „Partizipation am Katzentisch – oder ganz ohne uns über uns hinter verschlossener Türe – dabei müssen unser aller Füße, Rollatoren und Rollstühle, Langstöcke und Prothesen nicht nur in die Türen, sondern an den Verhandlungstisch!“
Deshalb rufen eine Reihe von Akteur*innen und Verbänden zur Teilnahme an der Demonstration am 5. Mai 2026 in Berlin auf. „Die breit angesetzten Kürzungspläne treffen uns alle – Alleinerziehende, Kinder mit Migrationshintergrund, Angehörige, Fachpersonal, Lehrkräfte, Schulleitungen und alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderungen“, heißt es dazu. „Wir setzen ein klares Zeichen: Wir lassen uns unsere grundlegenden Rechte nicht nehmen. Nichts über uns ohne uns! Zeigt Haltung!“
- Treffpunkt ist am 5. Mai um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor
- 15.30 Start ab Brandenburger Tor Richtung Rotes Rathaus
- 16.30 -17.30 Kundgebung; Übergabe der BGG-Petition an Politiker*innen; davor und danach Musik sowie Zeit für Austausch und Infos an den Ständen
„Dieses Jahr haben wir uns als Aktionsbündnis zum 5. Mai zusammengetan: die Sozialheld*innen, das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die Initiative barrierefrei Feiern (ibf) und aktiv und selbstbestimmt (akse), heißt es im Abspann der Presseinformation, die von der ISL versandt wurde.

Foto: Aktion Mensch
Berlin (kobinet) "Wir schlagen Alarm: Unter der aktuellen Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD sehen wir gravierende Rückschritte für echte Teilhabe und Selbstbestimmung. Deshalb gehen wir deutschlandweit auf die Straße. Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen wurde 1992 durch die Behindertenbewegung initiiert und findet seit jeher dezentral organisiert an vielen Orten in Deutschland und Europa statt." Darauf hat die Geschäftsführerin der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Wiebke Schär, im Zusammenhang mit den diesjährigen Protestaktionen um den 5. Mai 2026 herum hingewiesen. Die ISL mischt zusammen mit einem Bündnis verschiedener Akteur*innen beispielsweise bei der Demonstration am Nachmittag des 5. Mai in Berlin mit.
„Hierzulande zwingt uns die politische Entwicklung zunehmend in Abwehrkämpfe – ein unhaltbarer Zustand. Statt dringend notwendige Verbesserungen und Fortschritte für einen inklusiven Arbeitsmarkt und bei der Barrierefreiheit im privaten Sektor voranzubringen, sehen wir uns gezwungen, lang erkämpfte Rechte zu verteidigen, wie etwa die Verbesserungen bei der Kostenheranziehung für Teilhabeleistungen oder die inklusive Beschulung. Persönliche und bedarfsgerechte Assistenz muss in allen Lebensbereichen gesichert bleiben – im Kindergarten, in der Schule, in der Freizeit und im Arbeitsleben. Personenzentrierte Unterstützung ist keine freiwillige Leistung oder ein Nice-to-Have, sondern ein Menschenrecht“, betonte Wiebke Schär von der ISL im Vorfeld der Protestaktionen.
Doch genau diese Grundsätze geraten nach Ansicht der ISL ins Wanken: Es fehle weiterhin an verbindlichen Verpflichtungen der Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit im Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Gleichzeitig droht durch Maßnahmen wie das sogenannte Pooling in der Kinder- und Jugendhilfe, der Ansatz der Personenzentrierung komplett nachrangig zu werden. Einsparungen zulasten von Menschen mit Behinderungen seien ein fataler Fehler.
„Menschen mit Behinderungen werden nicht ernst genommen und nur als Kostenposten betrachtet. Dass Partizipation nicht gewollt ist, merkt man spätestens daran, dass Organisationen und Vereine momentan im Schnitt ein paar Tage für das Durcharbeiten von Gesetzesentwürfen und das Verfassen ihrer nicht erwünschten Stellungnahmen bekommen – zuletzt sage und schreibe ein Zeitraum von Donnerstagabend bis Montagfrüh für eine Positionierung zu 157 Seiten Beitragssätzestabilisierungsgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung“, betonte Raúl Krauthausen. „Partizipation am Katzentisch – oder ganz ohne uns über uns hinter verschlossener Türe – dabei müssen unser aller Füße, Rollatoren und Rollstühle, Langstöcke und Prothesen nicht nur in die Türen, sondern an den Verhandlungstisch!“
Deshalb rufen eine Reihe von Akteur*innen und Verbänden zur Teilnahme an der Demonstration am 5. Mai 2026 in Berlin auf. „Die breit angesetzten Kürzungspläne treffen uns alle – Alleinerziehende, Kinder mit Migrationshintergrund, Angehörige, Fachpersonal, Lehrkräfte, Schulleitungen und alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderungen“, heißt es dazu. „Wir setzen ein klares Zeichen: Wir lassen uns unsere grundlegenden Rechte nicht nehmen. Nichts über uns ohne uns! Zeigt Haltung!“
- Treffpunkt ist am 5. Mai um 15:00 Uhr am Brandenburger Tor
- 15.30 Start ab Brandenburger Tor Richtung Rotes Rathaus
- 16.30 -17.30 Kundgebung; Übergabe der BGG-Petition an Politiker*innen; davor und danach Musik sowie Zeit für Austausch und Infos an den Ständen
„Dieses Jahr haben wir uns als Aktionsbündnis zum 5. Mai zusammengetan: die Sozialheld*innen, das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die Initiative barrierefrei Feiern (ibf) und aktiv und selbstbestimmt (akse), heißt es im Abspann der Presseinformation, die von der ISL versandt wurde.




