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Eltern schlagen mit Demo Alarm: Köln muss jetzt handeln, damit Inklusion an Schulen nicht ausstirbt

Zeichnung eines Schulgebäudes im Hintergrund vor dem eine Gruppe von Schülern steht
Alle gehen zusammen zur Schule
Foto: RosZie In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Köln (kobinet) Heute, am Montag, den 27. April 2026, demonstrieren Eltern und Schulen zum 16. Mal vor dem Kölner Schulausschuss für bessere Bedingungen an inklusiven Schulen in Köln und laden die Politik zum Gespräch ein. Zwei Gesamtschulen werden mit mehreren Klassen vor Ort sein. Seit drei Jahren machen Eltern auf wachsende Probleme im Bereich der inklusiven Bildung aufmerksam. Im Juni 2023 hat der Kölner Expertenbeirat Inklusion Handlungsempfehlungen zum Thema veröffentlicht. "Passiert ist nichts. Jetzt werden die Auswirkungen sichtbar: Mehrere Gesamtschulen berichten, dass in diesem Jahr erneut weniger Schüler*innen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung für das Gemeinsame Lernen angemeldet wurden. Damit bestätigt sich, wovor Eltern seit Jahren warnen. Der negative Trend, der im letzten Bildungsmonitoring bereits erkennbar war, setzt sich fort", heißt es in einer Presseinformation des Kölner Verein mittendrin, in der auf die Protestaktion am 27. April 2026 zwischen 14 und 15 Uhr am Theo-Burauen-Platz in Köln hingewiesen wird.

Eltern warnen vor einer gefährlichen Entwicklung: Wenn immer weniger Kinder mit dem Förderbedarf Geistige Entwicklung an Regelschulen ankommen, gehen Kompetenzen und Strukturen verloren, die an Schulen über Jahre aufgebaut wurden. Wo Inklusion nicht mehr praktisch gelebt werde, könne sie auf Dauer auch nicht erhalten bleiben. „Es ist höchste Zeit zu handeln! Wenn jetzt nicht endlich bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, stirbt Inklusion für Schüler*innen mit Förderschwerpunkt geistiger Entwicklung langsam aus. Alle Kinder haben einen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung und es ist Aufgabe der Stadt, gute Rahmenbedingen zu schaffen, damit Inklusion für Eltern überhaupt machbar ist“, sagte Ute Berger vom Elternverein mittendrin.

Die Demonstrierenden fordern deshalb den Abbau konkreter Inklusionshindernisse, eine verlässliche Schülerbeförderung, bessere Beratung für Familien und spürbare politische Unterstützung für inklusive Bildung. Ideen und Lösungsansätze lägen auf dem Tisch – jetzt müssten ihnen endlich Taten folgen. Die Eltern laden Politik, Verwaltung, Medien und interessierte Bürger*innen herzlich ein, am 27. April zwischen 14 und 15 Uhr auf den Theo-Burauen-Platz zu kommen und das Gespräch zu suchen.