Berlin (kobinet)
Die Energie-Steuer auf Kraft-Stoffe soll sinken.
Die Energie-Steuer ist Geld für den Staat.
Man zahlt sie beim Kauf von Benzin oder Diesel.
Kraft-Stoffe sind Flüssigkeiten für Autos und Maschinen.
Benzin und Diesel sind Kraft-Stoffe.
Das bedeutet: Benzin und Diesel werden billiger.
Pro Liter sollen es etwa 17 Cent weniger sein.
Menschen sollen dadurch weniger Geld ausgeben müssen.
Der Sozial-Verband VdK hat Zweifel.
Ein Sozial-Verband ist eine große Gruppe von Menschen.
Diese Gruppe hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
VdK ist ein großer Verband in Deutschland.
Der Verband vertritt Menschen mit wenig Geld.
Er vertritt auch ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.
Der VdK fragt: Kommt die Ersparnis wirklich bei den Menschen an?
Ersparnis bedeutet: Menschen zahlen weniger.
Das Leben wird dadurch leichter.
Im Jahr 2022 gab es schon einen Tank-Rabatt.
Ein Tank-Rabatt bedeutet: Benzin und Diesel kosten weniger.
Der Staat gibt diesen Preis-Nachlass für eine bestimmte Zeit.
Damals kam das Geld oft nicht bei den Menschen an.
Öl-Konzerne machten damals viele Milliarden Euro Gewinn.
Öl-Konzerne sind sehr große Firmen.
Diese Firmen verkaufen Öl, Benzin und Diesel.
Viele Menschen hatten trotzdem wenig Geld.
VdK-Chefin Verena Bentele kritisiert das.
Sie sagt: Das Geld muss bei den Menschen ankommen.
Manche Menschen sind auf das Auto angewiesen.
Sie fahren damit zum Arzt oder zum Einkaufen.
Das gilt besonders auf dem Land.
Dort gibt es oft keine Busse oder Bahnen.
Aber viele arme Menschen haben kein Auto.
Sie zahlen trotzdem mehr für Lebens-Mittel.
Lebens-Mittel sind Dinge zum Essen und Trinken.
Der Tank-Rabatt hilft ihnen gar nicht.
Das ist ungerecht.
Der VdK fordert deshalb andere Hilfen.
Es soll direkte Zahlungen geben.
Wer wenig Ein-kommen hat, bekommt mehr Hilfe.
Ein-kommen bedeutet: Du bekommst Geld für deine Arbeit.
Auch die Grund-Sicherung soll angepasst werden.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen ohne eigenes Geld.
Außerdem soll der öffentliche Nah-Verkehr besser werden.
Nah-Verkehr bedeutet: Busse und Bahnen in der Nähe.
Der Tank-Rabatt für 2 Monate kostet sehr viel Geld.
Er kostet mindestens so viel wie das Deutsch-land-Ticket für 1 Jahr.
Das Deutsch-land-Ticket ist ein günstiges Ticket für Bus und Bahn.
Der VdK sagt: Dieses Geld wäre besser eingesetzt.

Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Die geplante Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um rund 17 Cent pro Liter wird als Entlastung für Verbraucherinnen und Verbraucher verkauft. Doch aus Sicht des Sozialverbands VdK ist völlig unklar, ob diese Entlastung tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Die Erfahrungen mit dem Tankrabatt im Jahr 2022 zeigen nach Ansicht des VdK deutlich: Eine verlässliche Weitergabe an die Menschen ist nicht sicher. Gleichzeitig sieht der Verband, dass in der Energiekrise Ölkonzerne Milliardengewinne machen, während viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
„Entlastungen versickern zu oft bei globalen Konzernen, statt gezielt bei denjenigen anzukommen, die wirklich Unterstützung brauchen“, kritisiert die VdK-Präsidentin Verena Bentele und betont: „Besonders betroffen sind Menschen mit geringen Einkommen, Ältere, Menschen mit Behinderung sowie diejenigen, die oft auf das Auto angewiesen sind für Arztbesuche, Dialysetermine oder Einkäufe – etwa im ländlichen Raum, wo Alternativen häufig fehlen und Wege länger sind. Für sie sind steigende Preise eine tägliche Belastung.“
Dazu komme: Der Tankrabatt erreiche ausschließlich Autofahrerinnen und Autofahrer, obwohl die Preissteigerungen beispielsweise auch bei Lebensmitteln spürbar sind. Gleichzeitig nutzten die untersten Einkommensgruppen oft gar kein Auto. Sie werden von den geplanten Maßnahmen nicht entlastet.
Der Sozialverband VdK fordert deshalb einen klaren Kurswechsel. Statt pauschaler Maßnahmen braucht es zielgenaue und verlässliche Entlastungen, die spürbar bei den Menschen ankommen. Dazu gehören sozial gestaffelte Direktzahlungen, eine faire Anpassung der Grundsicherung sowie eine zielgenaue Unterstützung ärmerer Menschen angesichts steigender Lebenshaltungskosten.
„Der Tankrabatt für zwei Monate wird den Bund mindestens genauso viel kosten wie das Deutschlandticket für das gesamte Jahr 2026. Auch ein bezahlbarer und verlässlicher öffentlicher Nahverkehr – etwa durch ein dauerhaft günstiges Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket – könnte eine echte Entlastung schaffen, weil er kurzfristig den Kraftstoffverbrauch reduziert und langfristig Zugang zu klimafreundlicher Mobilität ermöglicht“, heißt es in der Presseinformation der VdK.

Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Die geplante Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um rund 17 Cent pro Liter wird als Entlastung für Verbraucherinnen und Verbraucher verkauft. Doch aus Sicht des Sozialverbands VdK ist völlig unklar, ob diese Entlastung tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Die Erfahrungen mit dem Tankrabatt im Jahr 2022 zeigen nach Ansicht des VdK deutlich: Eine verlässliche Weitergabe an die Menschen ist nicht sicher. Gleichzeitig sieht der Verband, dass in der Energiekrise Ölkonzerne Milliardengewinne machen, während viele Menschen jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
„Entlastungen versickern zu oft bei globalen Konzernen, statt gezielt bei denjenigen anzukommen, die wirklich Unterstützung brauchen“, kritisiert die VdK-Präsidentin Verena Bentele und betont: „Besonders betroffen sind Menschen mit geringen Einkommen, Ältere, Menschen mit Behinderung sowie diejenigen, die oft auf das Auto angewiesen sind für Arztbesuche, Dialysetermine oder Einkäufe – etwa im ländlichen Raum, wo Alternativen häufig fehlen und Wege länger sind. Für sie sind steigende Preise eine tägliche Belastung.“
Dazu komme: Der Tankrabatt erreiche ausschließlich Autofahrerinnen und Autofahrer, obwohl die Preissteigerungen beispielsweise auch bei Lebensmitteln spürbar sind. Gleichzeitig nutzten die untersten Einkommensgruppen oft gar kein Auto. Sie werden von den geplanten Maßnahmen nicht entlastet.
Der Sozialverband VdK fordert deshalb einen klaren Kurswechsel. Statt pauschaler Maßnahmen braucht es zielgenaue und verlässliche Entlastungen, die spürbar bei den Menschen ankommen. Dazu gehören sozial gestaffelte Direktzahlungen, eine faire Anpassung der Grundsicherung sowie eine zielgenaue Unterstützung ärmerer Menschen angesichts steigender Lebenshaltungskosten.
„Der Tankrabatt für zwei Monate wird den Bund mindestens genauso viel kosten wie das Deutschlandticket für das gesamte Jahr 2026. Auch ein bezahlbarer und verlässlicher öffentlicher Nahverkehr – etwa durch ein dauerhaft günstiges Deutschlandticket sowie ein bundesweites Sozialticket – könnte eine echte Entlastung schaffen, weil er kurzfristig den Kraftstoffverbrauch reduziert und langfristig Zugang zu klimafreundlicher Mobilität ermöglicht“, heißt es in der Presseinformation der VdK.




