Berlin (kobinet)
Simone Fischer ist Mitglied im Bundes-Tag.
Sie gehört zur Partei Bündnis 90/Die Grünen.
Sie hat einen Antrag in den Bundes-Tag eingebracht.
Ein Antrag ist eine schriftliche Bitte an den Bundes-Tag.
Der Antrag heißt: Digitale Teil-Habe im Alter stärken.
Digitale Teil-Habe bedeutet: Jeder Mensch kann digitale Geräte benutzen.
Jeder Mensch kann das Internet nutzen.
Auch ältere Menschen sollen dabei mitmachen können.
Heute läuft vieles nur noch über das Internet.
Zum Beispiel: Arzt-Unterlagen oder Behörden-Gänge.
Eine Behörde ist ein Amt.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Bei Behörden-Gängen geht man zu einem Amt.
Dort stellt man zum Beispiel Anträge.
Viele ältere Menschen können das Internet nicht gut nutzen.
Sie bekommen dann keine Hilfe von der Bundes-Regierung.
Das ist ein Problem für ihr selbst-bestimmtes Leben.
Selbst-bestimmt bedeutet: Du entscheidest selbst, wie du lebst.
Forscher haben das in einer Studie untersucht.
Bei einer Studie befragen Forscher viele Menschen.
Sie schreiben auf, was sie dabei herausfinden.
96 von 100 älteren Menschen wollen mehr Hilfe mit dem Internet.
Schon heute nutzen 3 von 4 Menschen ab 65 Jahren das Internet.
Aber bei schwierigen Aufgaben brauchen viele Menschen Hilfe.
Wer keine Familie hat, bekommt oft gar keine Hilfe.
Die Bundes-Regierung hat bisher nur kleine Projekte gestartet.
Ein Projekt ist eine Aufgabe mit einem bestimmten Ziel.
Zum Beispiel den Digital-Pakt Alter oder den Digitalen Engel.
Der Digital-Pakt Alter ist ein Programm der Bundes-Regierung.
Es soll älteren Menschen helfen, das Internet zu nutzen.
Der Digitale Engel ist ein Hilfs-Angebot.
Dabei helfen Menschen anderen Menschen bei der Nutzung des Internets.
Diese Projekte helfen nicht genug.
Besonders ältere Menschen auf dem Land bekommen zu wenig Hilfe.
Es gibt keine genaue Prüfung, ob diese Projekte wirklich helfen.
Simone Fischer fordert mehr Hilfe für ältere Menschen.
Es soll überall Lern- und Beratungs-Angebote geben.
Ein Beratungs-Angebot ist Hilfe von einer Fach-Kraft.
Die Fach-Kraft erklärt dir, was du tun kannst.
Zum Beispiel in Büchereien, Treff-Punkten für ältere Menschen und Volks-Hoch-Schulen.
Eine Volks-Hoch-Schule ist eine Schule für alle.
Dort lernt man in der Frei-Zeit.
Wer nicht selbst hingehen kann, soll Hilfe zu Hause bekommen.
Es soll auch ein Hilfe-Telefon für digitale Fragen geben.
Auch Banken, Kranken-Kassen und Behörden müssen handeln.
Eine Kranken-Kasse ist eine Kranken-Versicherung.
Sie zahlt, wenn du krank bist und Hilfe brauchst.
Ihre Internet-Seiten müssen einfach und nutzbar sein.
Wer Dienste nur noch im Internet anbietet, trägt Verantwortung.
Verantwortung bedeutet: Du machst deine Aufgabe gut.
Du kümmerst dich selbst um Probleme.
Die Kosten dürfen nicht an andere Menschen weitergegeben werden.
Simone Fischer sagt: Niemand darf ausgeschlossen werden.
Jeder Mensch soll Zugang zu Gesundheit und Behörden haben.
Die Bundes-Regierung aus CDU und SPD muss jetzt handeln.
Digitale Teil-Habe im Alter muss für alle Wirklichkeit werden.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum Antrag mit dem Titel "Digitale Teilhabe im Alter stärken – Selbstbestimmung sichern und digitale Ungleichheit verhindern", der von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag eingebracht wurde, erklärte die grüne Bundestagsabgeordnete Simone Fischer: "Die Digitalisierung bestimmt längst den Alltag – doch die Bundesregierung ignoriert, wenn ältere Menschen dabei abgehängt werden. Immer mehr Leistungen – von der elektronischen Patientenaktie bis zur Online-Behörde – werden vor allem digital angeboten, aber verlässliche Unterstützungsstrukturen fehlen. Das ist kein Randthema, sondern eine Frage von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe im Alter."
„Die Bundesregierung verspricht digitale Modernisierung, lässt aber Millionen ältere Menschen im digitalen Abseits zurück. Das ist nicht einfach ein Technikproblem, sondern das Ergebnis politischer Untätigkeit“, so Simone Fischer. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Bitkom und dem zuständigen Bundesministerium zeigt: 96 Prozent der Seniorinnen und Senioren wünschen sich mehr Unterstützung im Umgang mit digitalen Anwendungen. Schon heute nutzen rund drei Viertel der Menschen ab 65 Jahren regelmäßig das Internet – doch bei komplexeren Anwendungen wie Online-Ausweis oder Gesundheits-Apps brauchen viele Hilfe. Wer dann keine Angehörigen oder kein unterstützendes Umfeld hat, bleibt außen vor und verliert den Zugang zu zentralen Bereichen des Lebens. So wird die Digitalisierung zur neuen sozialen Barriere, statt Chancen auf mehr Teilhabe zu eröffnen.
„Trotz dieser Zahlen setzt die Bundesregierung vor allem auf Modellprojekte und Ehrenamt. Programme wie der ‚DigitalPakt Alter‘ oder der ‚Digitale Engel‘ sind wichtige Ansätze, erreichen aber längst nicht alle, die Unterstützung brauchen – insbesondere für hochaltrige Menschen und in ländlichen Regionen. Bis heute fehlt eine systematische Evaluation, ob die eingesetzten Mittel überhaupt die richtige Zielgruppe und die nötige Tiefe der Unterstützung erreichen. Unser Antrag fordert einen klaren politischen Kurswechsel. Digitale Teilhabe im Alter muss als Bestandteil der Daseinsvorsorge verstanden und dauerhaft abgesichert werden. Wir wollen flächendeckende, wohnortnahe Beratungs- und Lernangebote in Bibliotheken, Mehrgenerationenhäusern, Seniorentreffs und Volkshochschulen, ergänzt um aufsuchende Unterstützung für Menschen, die diese Angebote nicht selbst erreichen können. Ein bundesweit erreichbares Hilfetelefon für digitale Fragen soll älteren Menschen schnelle Hilfe bei konkreten Problemen ermöglichen“, betonte Simone Fischer.
Gleichzeitig müssten CDU und SPD dafür sorgen, dass digitale Dienste von Banken, Krankenkassen, Verkehrsunternehmen und Behörden barrierefrei, verständlich und tatsächlich nutzbar sind. Wer zentrale Leistungen digitalisiere, trage Verantwortung – und dürfe die Kosten nicht einfach auf die Nutzerinnen und Nutzer und ihre Familien abwälzen. Ohne entschlossene politische Entscheidungen werde die Digitalisierung bestehende soziale Ungleichheiten weiter verschärfen – besonders im hohen Alter. „Unser Ziel ist klar: Niemand darf von Gesundheitsversorgung, Behördenwegen oder sozialer Teilhabe ausgeschlossen werden, nur weil digitale Angebote nicht erreichbar oder nicht nutzbar sind. Die Bundesregierung aus CDU und SPD muss sich entscheiden, ob sie zusieht, wie ältere Menschen abgehängt werden – oder endlich handelt, damit digitale Teilhabe im Alter Realität wird“, stellte Simone Fischer klar.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Zum Antrag mit dem Titel "Digitale Teilhabe im Alter stärken – Selbstbestimmung sichern und digitale Ungleichheit verhindern", der von der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag eingebracht wurde, erklärte die grüne Bundestagsabgeordnete Simone Fischer: "Die Digitalisierung bestimmt längst den Alltag – doch die Bundesregierung ignoriert, wenn ältere Menschen dabei abgehängt werden. Immer mehr Leistungen – von der elektronischen Patientenaktie bis zur Online-Behörde – werden vor allem digital angeboten, aber verlässliche Unterstützungsstrukturen fehlen. Das ist kein Randthema, sondern eine Frage von Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe im Alter."
„Die Bundesregierung verspricht digitale Modernisierung, lässt aber Millionen ältere Menschen im digitalen Abseits zurück. Das ist nicht einfach ein Technikproblem, sondern das Ergebnis politischer Untätigkeit“, so Simone Fischer. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Bitkom und dem zuständigen Bundesministerium zeigt: 96 Prozent der Seniorinnen und Senioren wünschen sich mehr Unterstützung im Umgang mit digitalen Anwendungen. Schon heute nutzen rund drei Viertel der Menschen ab 65 Jahren regelmäßig das Internet – doch bei komplexeren Anwendungen wie Online-Ausweis oder Gesundheits-Apps brauchen viele Hilfe. Wer dann keine Angehörigen oder kein unterstützendes Umfeld hat, bleibt außen vor und verliert den Zugang zu zentralen Bereichen des Lebens. So wird die Digitalisierung zur neuen sozialen Barriere, statt Chancen auf mehr Teilhabe zu eröffnen.
„Trotz dieser Zahlen setzt die Bundesregierung vor allem auf Modellprojekte und Ehrenamt. Programme wie der ‚DigitalPakt Alter‘ oder der ‚Digitale Engel‘ sind wichtige Ansätze, erreichen aber längst nicht alle, die Unterstützung brauchen – insbesondere für hochaltrige Menschen und in ländlichen Regionen. Bis heute fehlt eine systematische Evaluation, ob die eingesetzten Mittel überhaupt die richtige Zielgruppe und die nötige Tiefe der Unterstützung erreichen. Unser Antrag fordert einen klaren politischen Kurswechsel. Digitale Teilhabe im Alter muss als Bestandteil der Daseinsvorsorge verstanden und dauerhaft abgesichert werden. Wir wollen flächendeckende, wohnortnahe Beratungs- und Lernangebote in Bibliotheken, Mehrgenerationenhäusern, Seniorentreffs und Volkshochschulen, ergänzt um aufsuchende Unterstützung für Menschen, die diese Angebote nicht selbst erreichen können. Ein bundesweit erreichbares Hilfetelefon für digitale Fragen soll älteren Menschen schnelle Hilfe bei konkreten Problemen ermöglichen“, betonte Simone Fischer.
Gleichzeitig müssten CDU und SPD dafür sorgen, dass digitale Dienste von Banken, Krankenkassen, Verkehrsunternehmen und Behörden barrierefrei, verständlich und tatsächlich nutzbar sind. Wer zentrale Leistungen digitalisiere, trage Verantwortung – und dürfe die Kosten nicht einfach auf die Nutzerinnen und Nutzer und ihre Familien abwälzen. Ohne entschlossene politische Entscheidungen werde die Digitalisierung bestehende soziale Ungleichheiten weiter verschärfen – besonders im hohen Alter. „Unser Ziel ist klar: Niemand darf von Gesundheitsversorgung, Behördenwegen oder sozialer Teilhabe ausgeschlossen werden, nur weil digitale Angebote nicht erreichbar oder nicht nutzbar sind. Die Bundesregierung aus CDU und SPD muss sich entscheiden, ob sie zusieht, wie ältere Menschen abgehängt werden – oder endlich handelt, damit digitale Teilhabe im Alter Realität wird“, stellte Simone Fischer klar.




