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Soziale Stadtimkerei der gpe Mainz hat Preis für Nachhaltigkeit erhalten

Drei in Weiß gekleidete Personen mit Kopfschutz mit Netzen, die vor Bienenstichen bewahren mit einer Bienenwabe in der Hand
Imker der Sozialen Stadtimkerei bei der Arbeit
Foto: Thilo Schmülgen

MAINZ / DRESDEN (kobinet) Der Sozialen Stadtimkerei der gpe (Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen) wurde gestern eine hohe Ehre zuteil. Dieses Mainzer Vorzeigeprojekt wurde in Dresden mit der "Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" prämiert. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Deutsche UNESCO-Kommission würdigten damit das besondere Engagement der Initiative an der Schnittstelle von Inklusion und Naturschutz. Seit nunmehr neun Jahren ist die Soziale Stadtimkerei in Mainz ein lebendiger Treffpunkt und Lernort.

Das Besondere besteht hier darin, dass sich Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigungen Hand in Hand engagieren. Neben der Pflege von rund 20 Bienenvölkern und der Herstellung von Honig ist die Umweltbildung ein wichtiger Schwerpunkt in der Sozialen Stadtimkerei. Jährlich führen die Bienenfreunde knapp 1.000 Besucherinnen und Besucher durch Workshops und vermitteln ökologisches Wissen.

Die Jury zeigte sich besonders davon beeindruckt, wie die Soziale Stadtimkerei die globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in die Praxis umsetzt und sozialen Zusammenhalt mit aktivem Naturschutz verknüpft. Die Auszeichnung wurde in der Dresdner Dreikönigskirche von Bernd Schwarz (Referatsleiter im BMFSFJ) und Dr. Roman Luckscheiter (Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission) an insgesamt 32 Initiativen verliehen. Für die gpe Mainz nahmen Eva Böckel und Jens Bucher den Preis entgegen. „Diese Auszeichnung würdigt vor allem die Menschen, die unsere Stadtimkerei mit Leben füllen. Sie zeigt, dass Inklusion und Umweltschutz bei uns untrennbar zusammengehören und weit über Mainz hinaus Wirkung zeigen“, so das Team der Sozialen Stadtimkerei.

Trotz des Erfolgs blickt das Projekt in eine ungewisse Zukunft. Seit Beginn des Jahres verfügt die Soziale Stadtimkerei über keine feste Regelfinanzierung mehr. Um den Betrieb als wichtigen Bildungs- und Begegnungsort aufrechtzuerhalten und weiterhin einen Beitrag für eine zukunftsfähige Gesellschaft leisten zu können, ist die Initiative verstärkt auf Spenden und Förderpartner angewiesen.