HANNOVER (kobinet)
Der Sozial-Verband Deutschland heißt kurz: SoVD.
Der SoVD in Nieder-sachsen ist sehr wütend.
Es gibt Pläne zur Eingliederungs-Hilfe.
Eingliederungs-Hilfe bedeutet: Menschen mit Behinderung bekommen Unterstützung.
Diese Unterstützung soll gekürzt werden.
Das steht in einem Papier des Paritätischen Wohl-fahrts-Verbands.
Der Paritätische Wohl-fahrts-Verband ist ein großer Verein.
Er setzt sich für Menschen ein, die Hilfe brauchen.
Das Papier kommt von einer Arbeits-Gruppe der Bundes-Regierung.
Eine Arbeits-Gruppe ist eine kleine Gruppe von Menschen.
Sie arbeiten gemeinsam an einem Thema.
Darin stehen schlimme Kürzungs-Vorschläge.
Kürzung bedeutet: Es gibt weniger Geld oder weniger Hilfe als vorher.
Menschen mit Behinderung sollen weniger selbst bestimmen dürfen.
Selbst-bestimmung bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Niemand anders entscheidet für einen.
Sie sollen nicht mehr frei wählen, welche Hilfe sie bekommen.
Auch bei Mobilität soll gekürzt werden.
Mobilität bedeutet: sich fortbewegen können.
Auch bei Bildung soll gekürzt werden.
Hilfen sollen einheitlich werden.
Einheitlich bedeutet: Alle bekommen das Gleiche.
Die eigenen Bedürfnisse zählen nicht mehr.
Bedürfnisse bedeutet: was ein Mensch braucht.
Menschen mit Behinderung müssten mehr selbst bezahlen.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Diese Pläne gefährden die Inklusion.
Dirk Swinke ist Chef des SoVD in Nieder-sachsen.
Er sagt: Diese Pläne schaden Menschen mit Behinderung.
Sie sollen weniger selbst bestimmen.
Sie sollen mehr von festen Regeln abhängig sein.
Das findet er sehr schlimm.
Diese Pläne machen alles Erreichte kaputt.
Merz findet vor allem wichtig: viel arbeiten und viel schaffen.
Wer nicht so ist, bekommt weniger Hilfe.
Das hält der SoVD für falsch.
Der SoVD fordert: Diese Pläne müssen sofort gestoppt werden.
Auch die Landes-Regierung in Nieder-sachsen soll handeln.
Die Landes-Regierung regiert ein Bundes-Land.
Dort arbeiten Minister und Ministerinnen.
Sie soll ihren Einfluss nutzen.
Einfluss haben bedeutet: Man kann etwas verändern.
Die eigene Meinung wirkt sich auf andere aus.
Es darf keine Kürzungen bei der Eingliederungs-Hilfe geben.
Wer den Sozial-Staat schwächt, schadet allen.
Sozial-Staat bedeutet: Der Staat hilft Menschen, die Unterstützung brauchen.
Menschen werden abgehängt.
Abgehängt bedeutet: Sie kommen nicht mehr mit.
Das schadet dem Zusammen-Halt in der Gesellschaft.
Zusammen-Halt bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Sie lassen niemanden allein.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich empört angesichts der Reformüberlegungen zur Eingliederungshilfe, die in einem Arbeitspapier des Paritätischen Wohlfahrtsverbands bekannt wurden. Für Niedersachsens größten Sozialverband ist klar: Wer nicht der "Merzschen Norm" entspricht, hat keine Solidarität mehr zu erwarten.
Das Arbeitspapier, das auf Vorschlägen aus einer Arbeitsgruppe der Bundesregierung beruht, enthält erschütternde Kürzungsvorschläge: Das individuelle Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung soll massiv eingeschränkt werden. Damit könnten Betroffene nicht mehr frei entscheiden, welche Unterstützungsangebote sie in Anspruch nehmen möchten. Außerdem sollen Leistungen stärker pauschaliert werden, individuelle Bedürfnisse würden dann keine Rolle mehr spielen. Auch Streichungen bei der Mobilität und in der Bildung sind in dem Papier aufgeführt.
„Insgesamt kann man sagen: Es soll weniger Selbstbestimmung im Alltag, mehr Abhängigkeit von starren Strukturen und finanzielle Mehrbelastungen für Menschen geben, die ohnehin auf Unterstützung angewiesen sind“, fasst Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, zusammen. Für ihn ist das eine erschütternde Entwicklung: „Bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung kommen wir in Deutschland sowieso nur in Babyschritten voran. Die Überlegungen machen alles Erreichte zunichte und offenbaren ein fatales Menschenbild: Wer vermeintlich nicht in das Bild des leistungsfähigen Menschen von Bundeskanzler Merz passt, kann sich der Solidarität der Gesellschaft nicht mehr sicher sein“, stellt Swinke fest.
Der SoVD fordert deshalb den Bund auf, die Vorschläge schnell wieder in der Schublade verschwinden zu lassen. „Auch die niedersächsische Landesregierung muss hier eingreifen und ihren Einfluss in der Arbeitsgruppe nutzen. Es darf keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe geben“, so der Vorstandsvorsitzende. Wer den Sozialstaat Schritt für Schritt aushöhle, riskiere nicht nur, dass Menschen abgehängt werden, sondern setze auch den demokratischen Zusammenhalt aufs Spiel. „Angesichts der derzeitigen politischen Entwicklung ist das genau das falsche Signal“, betont der niedersächsische SoVD-Chef.

Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen zeigt sich empört angesichts der Reformüberlegungen zur Eingliederungshilfe, die in einem Arbeitspapier des Paritätischen Wohlfahrtsverbands bekannt wurden. Für Niedersachsens größten Sozialverband ist klar: Wer nicht der "Merzschen Norm" entspricht, hat keine Solidarität mehr zu erwarten.
Das Arbeitspapier, das auf Vorschlägen aus einer Arbeitsgruppe der Bundesregierung beruht, enthält erschütternde Kürzungsvorschläge: Das individuelle Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderung soll massiv eingeschränkt werden. Damit könnten Betroffene nicht mehr frei entscheiden, welche Unterstützungsangebote sie in Anspruch nehmen möchten. Außerdem sollen Leistungen stärker pauschaliert werden, individuelle Bedürfnisse würden dann keine Rolle mehr spielen. Auch Streichungen bei der Mobilität und in der Bildung sind in dem Papier aufgeführt.
„Insgesamt kann man sagen: Es soll weniger Selbstbestimmung im Alltag, mehr Abhängigkeit von starren Strukturen und finanzielle Mehrbelastungen für Menschen geben, die ohnehin auf Unterstützung angewiesen sind“, fasst Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen, zusammen. Für ihn ist das eine erschütternde Entwicklung: „Bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung kommen wir in Deutschland sowieso nur in Babyschritten voran. Die Überlegungen machen alles Erreichte zunichte und offenbaren ein fatales Menschenbild: Wer vermeintlich nicht in das Bild des leistungsfähigen Menschen von Bundeskanzler Merz passt, kann sich der Solidarität der Gesellschaft nicht mehr sicher sein“, stellt Swinke fest.
Der SoVD fordert deshalb den Bund auf, die Vorschläge schnell wieder in der Schublade verschwinden zu lassen. „Auch die niedersächsische Landesregierung muss hier eingreifen und ihren Einfluss in der Arbeitsgruppe nutzen. Es darf keine Kürzungen in der Eingliederungshilfe geben“, so der Vorstandsvorsitzende. Wer den Sozialstaat Schritt für Schritt aushöhle, riskiere nicht nur, dass Menschen abgehängt werden, sondern setze auch den demokratischen Zusammenhalt aufs Spiel. „Angesichts der derzeitigen politischen Entwicklung ist das genau das falsche Signal“, betont der niedersächsische SoVD-Chef.




