Berlin (kobinet)
Viele Menschen werden zu Hause gepflegt.
Manche von ihnen haben wenig Geld.
Sie haben ein Recht auf finanzielle Hilfe.
Finanzielle Hilfe bedeutet: Jemand bekommt Geld zur Unterstützung.
Aber viele bekommen diese Hilfe nicht.
Das zeigt eine neue Studie.
Eine Studie ist eine genaue Untersuchung.
Forscher sammeln Daten und werten sie aus.
Die Studie trägt den Namen: Pflege-Armut.
Pflege-Armut bedeutet: Menschen brauchen Pflege, haben aber kein Geld dafür.
Der Paritätische Gesamt-Verband hat die Studie in Auftrag gegeben.
Das ist ein großer Verein in Deutschland, der sich für Menschen in Not einsetzt.
In Deutschland werden rund 4,9 Millionen Menschen zu Hause gepflegt.
Etwa 390.000 von ihnen haben ein Recht auf Hilfe zur Pflege.
Hilfe zur Pflege ist Geld vom Staat.
Der Staat zahlt, wenn jemand selbst kein Geld für die Pflege hat.
Aber nur 76.000 Menschen bekommen diese Hilfe wirklich.
Das sind viel zu wenige.
Nur 1 von 5 betroffenen Menschen bekommt die Hilfe.
Etwa 300.000 Menschen bekommen keine Hilfe.
Dabei haben sie ein Recht darauf.
Das ist nicht gerecht.
Warum bekommen so viele Menschen die Hilfe nicht?
Manche wissen nicht, dass sie Hilfe bekommen können.
Manche schämen sich, um Hilfe zu bitten.
Manche werden nicht gut beraten.
Außerdem arbeiten die Sozial-Ämter sehr unterschiedlich.
Das Sozial-Amt ist eine Behörde vom Staat, die Menschen in Not hilft.
Es gibt große Unterschiede zwischen den Bundes-Ländern.
Deutschland hat 16 Teile.
Diese Teile heißen Bundes-Länder.
Im Saar-Land bekommt nur jede 10. Person die Hilfe.
In Sachsen-Anhalt ist es jede 5. Person.
In Hamburg bekommt mehr als jede 3. Person die Hilfe.
Der Wohn-Ort entscheidet also darüber, ob jemand Hilfe bekommt.
Das ist ungerecht.
Der Paritätische Gesamt-Verband fordert mehr Gerechtigkeit.
Alle Menschen sollen die Hilfe bekommen, die ihnen zusteht.
Egal, wo sie wohnen.
Der Verband fordert außerdem eine solidarische Pflege-Voll-Versicherung.
Solidarisch bedeutet: Alle helfen sich gegenseitig.
Alle zahlen gemeinsam ein.
Jeder bekommt die Hilfe, die er braucht.
Eine Pflege-Voll-Versicherung gilt für alle Arten von Pflege.
Das soll für Pflege zu Hause und im Pflege-Heim gelten.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus, in dem Fach-Kräfte kranken oder alten Menschen täglich helfen.
Die Studie könnt ihr hier herunterladen:

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, das zeigt eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten demnach etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine Hilfe zur Pflege. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes erklärte hierzu: "Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen."
Rund 4,9 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause gepflegt. Etwa 390.000 von ihnen haben Anspruch auf die Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“, wenn ihr Einkommen und Vermögen zusammen mit den Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, um ihre Bedarfe zu decken. Nur 76.000 Betroffene erhalten diese Hilfe aber tatsächlich. Damit zeige die neue Studie „Pflegearmut“ des Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Klie, dass in der Regel nur einer von fünf Armutsbetroffenen in häuslicher Pflege die ihr zustehende Hilfe bekommt.
Neben Unwissen, Scham und ausbleibender Beratung führen unterschiedliche Verwaltungspraxen der zuständigen Sozial-Ämter zu der von der Studie beleuchteten Unterversorgung, so der Paritätische. Die Studie ermittelt die Zahl der potenziell Anspruchsberechtigten auf die Sozialleistung ‘Hilfe zur Pflege’ mittels Modellrechnungen, die auf Daten des Statistischen Bundesamtes zur Grundsicherung beruhen. Dabei zeigen sich regional massive Unterschiede beim Zugang zur „Hilfe zur Pflege“: Während im Saarland nur jede zehnte zu Hause gepflegte Person die ihr zustehende Leistung in Anspruch nimmt, ist es in Sachsen-Anhalt jede fünfte und in Hamburg immerhin mehr als jede dritte.
„Derzeit entscheidet die Postleitzahl darüber, wie gut Pflegebedürftige zu Hause unterstützt werden – das ist schlicht ungerecht. Gute Pflege muss überall ermöglicht werden, unabhängig vom Wohnort“, so Rock. Der Paritätische fordert die flächendeckende Umsetzung der gesetzlichen Ansprüche auf Hilfe zur Pflege, damit sich die Armut von Pflegebedürftigen nicht weiter verschärft und die Versorgung bei Pflegebedürftigkeit nicht vom Wohnort abhängt. Um das Pflege-System in Deutschland insgesamt aus der Krise zu führen und die Unterversorgung und Armut von Pflegebedürftigen zu bekämpfen, setzt sich der Paritätische Gesamtverband zudem für eine solidarische Pflegevollversicherung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich ein.
Die Studie gibt’s unter folgendem Link zum Download:

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Wer wenig Geld hat und zu Hause gepflegt wird, bekommt trotz Anspruch oft keine ausreichende finanzielle Hilfe, das zeigt eine neue vom Paritätischen Gesamtverband in Auftrag gegebene Studie zum Thema Pflegearmut. Bundesweit erhalten demnach etwa 300.000 armutsbetroffene Pflegebedürftige keine Hilfe zur Pflege. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes erklärte hierzu: "Unsere Studie zeigt, dass finanzielle Hilfe in der häuslichen Pflege erschreckend oft ausbleibt – obwohl sie dringend gebraucht wird und rechtlich vorgesehen ist. Bund und Länder müssen endlich die Menschen in der ambulanten Pflege in den Blick nehmen und Pflegearmut entschieden bekämpfen."
Rund 4,9 Millionen Menschen werden in Deutschland zu Hause gepflegt. Etwa 390.000 von ihnen haben Anspruch auf die Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“, wenn ihr Einkommen und Vermögen zusammen mit den Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichen, um ihre Bedarfe zu decken. Nur 76.000 Betroffene erhalten diese Hilfe aber tatsächlich. Damit zeige die neue Studie „Pflegearmut“ des Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Klie, dass in der Regel nur einer von fünf Armutsbetroffenen in häuslicher Pflege die ihr zustehende Hilfe bekommt.
Neben Unwissen, Scham und ausbleibender Beratung führen unterschiedliche Verwaltungspraxen der zuständigen Sozial-Ämter zu der von der Studie beleuchteten Unterversorgung, so der Paritätische. Die Studie ermittelt die Zahl der potenziell Anspruchsberechtigten auf die Sozialleistung ‘Hilfe zur Pflege’ mittels Modellrechnungen, die auf Daten des Statistischen Bundesamtes zur Grundsicherung beruhen. Dabei zeigen sich regional massive Unterschiede beim Zugang zur „Hilfe zur Pflege“: Während im Saarland nur jede zehnte zu Hause gepflegte Person die ihr zustehende Leistung in Anspruch nimmt, ist es in Sachsen-Anhalt jede fünfte und in Hamburg immerhin mehr als jede dritte.
„Derzeit entscheidet die Postleitzahl darüber, wie gut Pflegebedürftige zu Hause unterstützt werden – das ist schlicht ungerecht. Gute Pflege muss überall ermöglicht werden, unabhängig vom Wohnort“, so Rock. Der Paritätische fordert die flächendeckende Umsetzung der gesetzlichen Ansprüche auf Hilfe zur Pflege, damit sich die Armut von Pflegebedürftigen nicht weiter verschärft und die Versorgung bei Pflegebedürftigkeit nicht vom Wohnort abhängt. Um das Pflege-System in Deutschland insgesamt aus der Krise zu führen und die Unterversorgung und Armut von Pflegebedürftigen zu bekämpfen, setzt sich der Paritätische Gesamtverband zudem für eine solidarische Pflegevollversicherung sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich ein.
Die Studie gibt’s unter folgendem Link zum Download:




