Berlin (kobinet)
Heute ist der 5. März 2026.
Ab 11:20 Uhr gibt es eine wichtige Debatte.
Eine Debatte ist ein Gespräch über verschiedene Meinungen.
Es geht um die Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen ohne Einkommen.
Die Debatte findet im Deutschen Bundes-Tag statt.
Der Bundes-Tag ist das Parlament in Deutschland.
Das Parlament ist eine Versammlung von Volks-Vertretern.
Volks-Vertreter machen dort Gesetze.
Ein Gesetz ist eine Regel für alle Menschen in Deutschland.
Im Bundes-Tag wird über ein neues Gesetz abgestimmt.
Das neue Gesetz soll das Bürger-Geld ersetzen.
Bürger-Geld ist Geld vom Staat für Menschen ohne Arbeit.
Das neue Gesetz heißt dann Grund-Sicherung.
Die Regeln für Menschen ohne Arbeit sollen sich ändern.
Katja Kipping arbeitet beim Paritätischen Gesamt-Verband.
Der Paritätische Gesamt-Verband ist ein Hilfs-Verband.
Der Verband hilft Menschen in Not.
Katja Kipping sagt: Die neuen Regeln sind zu streng.
Die Regeln helfen niemandem, Arbeit zu finden.
Die Regeln machen das Leben schwerer.
Was ändert sich durch das neue Gesetz?
Menschen dürfen weniger Erspartes behalten.
Erspartes ist Geld, das du zur Seite gelegt hast.
Die Miete wird nicht mehr voll bezahlt.
Sanktionen bedeutet: Du bekommst weniger Geld als Strafe.
Sanktionen können künftig sehr hoch sein.
Im schlimmsten Fall gibt es kein Geld mehr für die Miete.
Außerdem soll schnelle Arbeit wichtiger sein als Aus-Bildung.
Aus-Bildung und Weiter-Bildung sollen weniger gefördert werden.
Weiter-Bildung bedeutet: Du lernst etwas Neues.
Zum Beispiel einen anderen Beruf.
Gefördert bedeutet: Jemand bekommt Geld oder Hilfe vom Staat.
Katja Kipping sagt: Das ist falsch.
Gute Aus-Bildung hilft Menschen, dauerhaft Arbeit zu finden.
Druck und Kürzungen helfen dabei nicht.
Kürzungen bedeutet: Es gibt weniger Geld als vorher.
Viele Menschen können schnell in Not geraten.
Das kann durch Trennung oder Krankheit passieren.
Das kann auch durch einen Unfall passieren.
Oder durch den Verlust der Arbeit.
Katja Kipping sagt: Das kann fast jeden treffen.
Die neuen Regeln machen diese Situation noch schwerer.
Was würde wirklich helfen?
Katja Kipping nennt 3 Dinge.
Erstens: Mehr Geld für die Eingliederung in Arbeit.
Eingliederung bedeutet: Menschen werden in die Arbeitswelt aufgenommen.
Zweitens: Persönliche Beratung für jeden Menschen.
Drittens: Passende Aus-Bildungs-Angebote.
Doch das neue Gesetz enthält diese Hilfen nicht.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Voraussichtlich heute am 5. März 2026 geht es ab 11:20 Uhr um die Reform der Grundsicherung. Dann findet im Plenum des Deutschen Bundestages die zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze statt. Im Vorfeld der anstehenden Verabschiedung des Gesetzentwurfs mit dem das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt werden soll, hat sich Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, wie folgt zu Wort gemeldet: "CDU/CSU und SPD haben sich entschieden, die sozialen Daumenschrauben anzuziehen. Mit der Abschaffung des Bürgergeldes werden die Regeln für Arbeitsuchende massiv verschärft: Die Karenzzeit für Vermögen fällt weg, die Freibeträge fürs Schonvermögen werden reduziert. Die Wohnkosten werden bereits ab dem ersten Tag der Bedürftigkeit gedeckelt. Sanktionen können künftig bis zum Komplettentzug gehen, einschließlich der kompletten Streichung von Wohnkosten. Und eine sture Auslegung des Vermittlungsvorrangs geht zu Lasten von Qualifikation und Weiterbildung. Die neuen Regeln bringen niemanden in Arbeit. Sie verschärfen nur Existenzängste und soziale Not. Sie schaden, ohne zu helfen."
„Eine Trennung, ein krankes Kind, ein Sportunfall, eine betriebsbedingte Kündigung – viele sind nur einen Schicksalsschlag von der Grundsicherung entfernt. Die neuen Zumutungen können fast jeden treffen. Und für viele wird es ein böses Erwachen geben. Aus der Praxis wissen wir, was wirklich hilft: ausreichend finanzierte Integrationsmaßnahmen wie die Teilhabe am Arbeitsmarkt nach §16i SGB II, individuelle Beratung, passgenaue Qualifizierung. Doch davon ist im neuen Gesetz keine Rede. Stattdessen setzt die Koalition auf Druck und Kürzungen. Das schafft keine Jobs, sondern nur Verzweiflung“, betonte Katja Kipping.

Foto: Paritätischer Gesamtverband
Berlin (kobinet) Voraussichtlich heute am 5. März 2026 geht es ab 11:20 Uhr um die Reform der Grundsicherung. Dann findet im Plenum des Deutschen Bundestages die zweite und dritte Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Dreizehnten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze statt. Im Vorfeld der anstehenden Verabschiedung des Gesetzentwurfs mit dem das Bürgergeld durch die neue Grundsicherung ersetzt werden soll, hat sich Katja Kipping, Geschäftsführerin beim Paritätischen Gesamtverband, wie folgt zu Wort gemeldet: "CDU/CSU und SPD haben sich entschieden, die sozialen Daumenschrauben anzuziehen. Mit der Abschaffung des Bürgergeldes werden die Regeln für Arbeitsuchende massiv verschärft: Die Karenzzeit für Vermögen fällt weg, die Freibeträge fürs Schonvermögen werden reduziert. Die Wohnkosten werden bereits ab dem ersten Tag der Bedürftigkeit gedeckelt. Sanktionen können künftig bis zum Komplettentzug gehen, einschließlich der kompletten Streichung von Wohnkosten. Und eine sture Auslegung des Vermittlungsvorrangs geht zu Lasten von Qualifikation und Weiterbildung. Die neuen Regeln bringen niemanden in Arbeit. Sie verschärfen nur Existenzängste und soziale Not. Sie schaden, ohne zu helfen."
„Eine Trennung, ein krankes Kind, ein Sportunfall, eine betriebsbedingte Kündigung – viele sind nur einen Schicksalsschlag von der Grundsicherung entfernt. Die neuen Zumutungen können fast jeden treffen. Und für viele wird es ein böses Erwachen geben. Aus der Praxis wissen wir, was wirklich hilft: ausreichend finanzierte Integrationsmaßnahmen wie die Teilhabe am Arbeitsmarkt nach §16i SGB II, individuelle Beratung, passgenaue Qualifizierung. Doch davon ist im neuen Gesetz keine Rede. Stattdessen setzt die Koalition auf Druck und Kürzungen. Das schafft keine Jobs, sondern nur Verzweiflung“, betonte Katja Kipping.




