Berlin (kobinet)
Der Sozial-Verband VdK Deutschland kritisiert eine geplante Änderung.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe, die Menschen hilft.
Die Änderung betrifft die Grund-Sicherung.
Grund-Sicherung ist Geld vom Staat für Menschen ohne Arbeit.
Die Chefin des VdK heißt Verena Bentele.
Sie sagt: Diese Änderung hilft den Menschen nicht wirklich.
Die Änderung sieht mehr Druck und Strafen vor.
Strafen nennt man auch Sanktionen.
Verena Bentele sagt: Strafen helfen nicht.
Menschen brauchen echte Hilfe.
Menschen brauchen gute Ausbildung und Unterstützung.
Nur so finden sie dauerhaft Arbeit.
Der VdK kritisiert auch die Pläne zur Miete.
Bisher zahlt der Staat die Miete ganz.
Das soll sich ändern.
Der Staat will die Miete nur noch zum Teil zahlen.
Viele Menschen können ihre Miete dann nicht mehr zahlen.
Das kann zu Miet-Schulden führen.
Verena Bentele warnt vor Miet-Schulden.
Miet-Schulden sind sehr gefährlich.
Menschen können ihre Wohnung verlieren.
Das nennt man Wohnungs-losigkeit.
Wohnungs-losigkeit bedeutet: Eine Person hat keine Wohnung mehr.
Ausnahmen für Familien mit Kindern reichen nicht aus.
Die Änderung plant noch etwas anderes.
Menschen mit Grund-Sicherung sollen ihren Vermieter verklagen.
Ein Vermieter ist eine Person, die eine Wohnung vermietet.
Verklagen bedeutet: Man geht vor Gericht gegen jemanden.
Es geht um die Miet-Preis-Bremse.
Die Miet-Preis-Bremse ist ein Gesetz: Eine Wohnung darf nur bestimmtes Geld kosten.
Verena Bentele sagt: Das ist zu riskant für Mieter.
Vermieter könnten die Wohnung dann kündigen.
Der VdK fordert eine andere Sozial-Politik.
Sozial-Politik bedeutet: Regeln vom Staat für das Leben der Menschen.
Diese Politik darf keine Angst machen.
Sie muss Menschen Sicherheit und echte Chancen geben.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Die geplante Neuausrichtung der Grundsicherung stößt beim Sozialverband VdK Deutschland auf deutliche Kritik. Für VdK-Präsidentin Verena Bentele ist klar: "Die neue Grundsicherung ist alles andere als neu. Sie ist eine Rolle rückwärts. Totalsanktionen und Vermittlungsvorrang haben schon in der Vergangenheit nicht dazu geführt, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen." Statt auf Druck und Sanktionen zu setzen, brauche es nachhaltige Unterstützung und Qualifizierung. "Diese Reform verkennt die Lebensrealität vieler Menschen, die sich in einer Notsituation befinden. Sozialpolitik darf nicht durch Abschreckung Wirkung entfalten, sie muss Stabilität und echte Perspektiven schaffen", betonte Verena Bentele zur heute im Deutschen Bundestag anstehenden Beratung und Abstimmung der Reform.
Besonders kritisch bewertet der VdK die geplanten Einschränkungen bei der Übernahme der Wohnkosten. Die vorgesehene sofortige Deckelung auf 150 Prozent der Angemessenheitsgrenze würde dazu führen, dass Mietanteile bereits in der Karenzzeit nicht mehr vollständig übernommen werden – auch dann, wenn Betroffene keine realistische Möglichkeit haben, ihre Wohnkosten kurzfristig zu senken.
„Eine solche Deckelung bedeutet für viele Menschen ein erhebliches Risiko von Mietschulden. Das kann bis zur Wohnungslosigkeit führen“, warnt Verena Bentele. Mögliche Ausnahmen, etwa für Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, reichten bei weitem nicht aus, um die Härten der Neuregelung abzumildern. Mit großer Sorge sieht der Verband zudem Pläne, Leistungsbeziehende zu verpflichten, ihre Vermieterinnen und Vermieter zur Einhaltung der Mietpreisbremse aufzufordern und gegebenenfalls gerichtlich vorzugehen.
„Hier wird das Risiko einseitig auf die Mieterinnen und Mieter verlagert. Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass Mietende in diesen Fällen ein hohes Risiko eingehen, die Wohnung dann zum Beispiel durch eine Eigenbedarfskündigung zu verlieren“, so Verena Bentele. Eine Zunahme der Wohnungslosigkeit sei durch die neue Grundsicherung vorprogrammiert.

Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Die geplante Neuausrichtung der Grundsicherung stößt beim Sozialverband VdK Deutschland auf deutliche Kritik. Für VdK-Präsidentin Verena Bentele ist klar: "Die neue Grundsicherung ist alles andere als neu. Sie ist eine Rolle rückwärts. Totalsanktionen und Vermittlungsvorrang haben schon in der Vergangenheit nicht dazu geführt, Menschen dauerhaft in Arbeit zu bringen." Statt auf Druck und Sanktionen zu setzen, brauche es nachhaltige Unterstützung und Qualifizierung. "Diese Reform verkennt die Lebensrealität vieler Menschen, die sich in einer Notsituation befinden. Sozialpolitik darf nicht durch Abschreckung Wirkung entfalten, sie muss Stabilität und echte Perspektiven schaffen", betonte Verena Bentele zur heute im Deutschen Bundestag anstehenden Beratung und Abstimmung der Reform.
Besonders kritisch bewertet der VdK die geplanten Einschränkungen bei der Übernahme der Wohnkosten. Die vorgesehene sofortige Deckelung auf 150 Prozent der Angemessenheitsgrenze würde dazu führen, dass Mietanteile bereits in der Karenzzeit nicht mehr vollständig übernommen werden – auch dann, wenn Betroffene keine realistische Möglichkeit haben, ihre Wohnkosten kurzfristig zu senken.
„Eine solche Deckelung bedeutet für viele Menschen ein erhebliches Risiko von Mietschulden. Das kann bis zur Wohnungslosigkeit führen“, warnt Verena Bentele. Mögliche Ausnahmen, etwa für Bedarfsgemeinschaften mit Kindern, reichten bei weitem nicht aus, um die Härten der Neuregelung abzumildern. Mit großer Sorge sieht der Verband zudem Pläne, Leistungsbeziehende zu verpflichten, ihre Vermieterinnen und Vermieter zur Einhaltung der Mietpreisbremse aufzufordern und gegebenenfalls gerichtlich vorzugehen.
„Hier wird das Risiko einseitig auf die Mieterinnen und Mieter verlagert. Wir wissen von unseren Mitgliedern, dass Mietende in diesen Fällen ein hohes Risiko eingehen, die Wohnung dann zum Beispiel durch eine Eigenbedarfskündigung zu verlieren“, so Verena Bentele. Eine Zunahme der Wohnungslosigkeit sei durch die neue Grundsicherung vorprogrammiert.




