München (kobinet)
Am 21. Februar ist der Welt-Tag der Mutter-Sprache.
Die UNESCO hat diesen Tag gemacht.
UNESCO ist eine Organisation von den Vereinten Nationen.
Die Organisation kümmert sich um Bildung und Kultur.
Die UNESCO ist eine wichtige Organisation.
Sie setzt sich für Sprachen ein.
Der Landes-Verband Bayern der Gehörlosen hat eine wichtige Nachricht.
Gehörlose Menschen nutzen die Deutsche Gebärden-Sprache.
Die kurze Form ist: DGS.
In Bayern leben etwa 10.000 gehörlose Menschen.
Für sie ist DGS die erste Sprache.
Das ist sehr wichtig für ihr Leben.
Auf der ganzen Welt feiern Menschen ihre Sprachen.
Sprache ist wichtig für die eigene Kultur.
Aber gehörlose Menschen in Bayern haben Probleme.
Sie kämpfen für ihre Sprache.
Die DGS soll als Minderheiten-Sprache anerkannt werden.
Eine Minderheiten-Sprache ist eine Sprache.
Nur wenige Menschen in einem Land sprechen diese Sprache.
Das ist noch nicht passiert.
Tag der Erst-Sprache: Wichtig von Anfang an
Daniel Büter arbeitet für den Landes-Verband.
Er sagt: Der Name Mutter-Sprache ist nicht gut.
Besser ist: Tag der Erst-Sprache.
Für gehörlose Kinder ist DGS sehr wichtig.
DGS ist die einzige Sprache ohne Barrieren.
Eine Barriere ist ein Hindernis.
Die Barriere ist im Weg.
Mit DGS können sie gut denken lernen.
Mit DGS können sie gut mit anderen leben.
DGS ist genauso wichtig wie Deutsch oder Englisch.
Im Jahr 2002 gab es ein Gesetz.
Das Gesetz erkennt die Gebärden-Sprache an.
Aber im Alltag gibt es viele Probleme.
Gehörlose Menschen haben oft Barrieren.
Sie haben ein Recht auf Teilhabe.
Teilhabe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Kinder brauchen Gebärden-Sprache
Daniel Büter kennt viele Studien.
Studien sind wissenschaftliche Untersuchungen.
Die Studien zeigen etwas Wichtiges.
Gehörlose Kinder brauchen Gebärden-Sprache.
Das ist in den ersten Lebens-Jahren wichtig.
Ohne Gebärden-Sprache gibt es Probleme.
Das nennt man: Sprach-Deprivation.
Ein Kind lernt keine Sprache.
Das Kind kann dann nicht gut sprechen.
Diese Probleme bleiben oft für immer.
Der Landes-Verband sagt:
Kinder müssen DGS früh lernen.
Das muss in der Früh-Förderung sein.
Früh-Förderung bedeutet: Kleine Kinder bekommen früh Hilfe.
So lernen die Kinder besser.
Das muss in der Schule sein.
Nur so sind die Kinder geschützt.
Früher wurde Gebärden-Sprache verboten.
Das war im Jahr 1880.
Damals gab es einen Kongress in Mailand.
Ein Kongress ist ein großes Treffen.
Viele Menschen kommen zusammen und sprechen über ein Thema.
Dort wurde beschlossen: Gebärden-Sprache ist schlecht.
Das war ein großer Fehler.
Heute im Jahr 2026 muss das anders sein.
Gebärden-Sprache muss anerkannt werden.
DGS als Minderheiten-Sprache
Es gibt eine wichtige Charta in Europa.
Charta bedeutet: Vertrag oder Regel-Werk.
Eine Charta ist ein wichtiges Papier.
In dem Papier stehen Regeln und Rechte.
Die Charta schützt Minderheiten-Sprachen.
DGS soll auch in diese Charta kommen.
Das hätte viele Vorteile.
Die Kultur von gehörlosen Menschen wird geschützt.
Es gibt mehr Bildungs-Angebote in 2 Sprachen.
Das bedeutet: Deutsch und DGS zusammen.
Der Landes-Verband sagt:
Gehörlose Menschen sind keine behinderten Menschen.
Sie sind eine sprachliche Minderheit.
Sie haben die gleichen Rechte wie alle anderen.
Daniel Büter sagt:
Gebärden-Sprache lernen ist gut für alle.
Die Gesellschaft wird offener.
Wir müssen jetzt handeln.
Wir wollen Vielfalt und Teilhabe für alle.

Foto: public domain
München (kobinet) Zum Internationalen Tag der Muttersprache, der am 21. Februar begangen und von der UNESCO als Gedenktag zur Förderung sprachlicher Vielfalt ausgerufen wurde, hat der Landesverband Bayern der Gehörlosen an die fundamentale Bedeutung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) als Erstsprache für rund 10.000 gehörlose Menschen im Freistaat Bayern erinnert. Während weltweit die kulturelle Identität durch Sprache gefeiert wird, kämpfen Gehörlose in Bayern weiterhin gegen die drohende Sprachdeprivation und für die längst überfällige Anerkennung der DGS als Minderheitensprache.
Tag der Erstsprache: Identität von Anfang an
„Der Begriff Muttersprache greift zu kurz – wir sprechen vom Tag der Erstsprache“, erklärt Daniel Büter, politischer Referent des Landesverbandes. „Für gehörlose Kinder ist die DGS der einzige barrierefreie Zugang zur Welt. Sie ermöglicht eine uneingeschränkte kognitive und soziale Entwicklung, völlig identisch zu Lautsprachen wie Deutsch oder Englisch.“ Trotz der gesetzlichen Anerkennung im Jahr 2002 erleben Gebärdensprachnutzer im Alltag noch immer massive Barrieren. Der Zugang zu Bildung und Information in der Erstsprache ist kein Privileg, sondern ein grundlegendes Recht auf Teilhabe.
Prävention von Sprachdeprivation: Ein Auftrag für das Kindeswohl
Wissenschaftliche Studien zeigen nach Informationen von Daniel Büter deutlich: Erhalten gehörlose Kinder in ihren ersten Lebensjahren keinen Zugang zur Gebärdensprache, droht eine Sprachdeprivation mit irreversiblen kognitiven Folgen. Der Landesverband betont daher, dass die Förderung der DGS von der Frühförderung bis zum Schulabschluss der wirksamste Schutz vor Kindeswohlgefährdung ist. Die historische Verantwortung, die aus der systematischen Unterdrückung der Gebärdensprache seit dem Mailänder Kongress von 1880 resultiert, muss im Jahr 2026 durch eine aktive Anerkennungskultur überwunden werden.
DGS als Minderheitensprache anerkennen
Zentral für eine gerechte Zukunft ist die Aufnahme der DGS in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Diese rechtliche Anerkennung würde nicht nur den kulturellen Erhalt sichern, sondern auch den Weg für flächendeckende bilinguale Bildungsangebote ebnen. Nur durch einen systematischen Schutz der DGS als Minderheitensprache kann nach Ansicht des Landesverbandes der Gehörlosen Bayern sichergestellt werden, dass gehörlose Menschen nicht nur als „behindert“, sondern als gleichberechtigte sprachliche Minderheit wahrgenommen werden. „Gebärdensprache zu lernen, macht unsere Gesellschaft offener. Wir stehen an einem entscheidenden Punkt: Gemeinsam für Vielfalt und Teilhabe“, betonte Daniel Büter.

Foto: public domain
München (kobinet) Zum Internationalen Tag der Muttersprache, der am 21. Februar begangen und von der UNESCO als Gedenktag zur Förderung sprachlicher Vielfalt ausgerufen wurde, hat der Landesverband Bayern der Gehörlosen an die fundamentale Bedeutung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) als Erstsprache für rund 10.000 gehörlose Menschen im Freistaat Bayern erinnert. Während weltweit die kulturelle Identität durch Sprache gefeiert wird, kämpfen Gehörlose in Bayern weiterhin gegen die drohende Sprachdeprivation und für die längst überfällige Anerkennung der DGS als Minderheitensprache.
Tag der Erstsprache: Identität von Anfang an
„Der Begriff Muttersprache greift zu kurz – wir sprechen vom Tag der Erstsprache“, erklärt Daniel Büter, politischer Referent des Landesverbandes. „Für gehörlose Kinder ist die DGS der einzige barrierefreie Zugang zur Welt. Sie ermöglicht eine uneingeschränkte kognitive und soziale Entwicklung, völlig identisch zu Lautsprachen wie Deutsch oder Englisch.“ Trotz der gesetzlichen Anerkennung im Jahr 2002 erleben Gebärdensprachnutzer im Alltag noch immer massive Barrieren. Der Zugang zu Bildung und Information in der Erstsprache ist kein Privileg, sondern ein grundlegendes Recht auf Teilhabe.
Prävention von Sprachdeprivation: Ein Auftrag für das Kindeswohl
Wissenschaftliche Studien zeigen nach Informationen von Daniel Büter deutlich: Erhalten gehörlose Kinder in ihren ersten Lebensjahren keinen Zugang zur Gebärdensprache, droht eine Sprachdeprivation mit irreversiblen kognitiven Folgen. Der Landesverband betont daher, dass die Förderung der DGS von der Frühförderung bis zum Schulabschluss der wirksamste Schutz vor Kindeswohlgefährdung ist. Die historische Verantwortung, die aus der systematischen Unterdrückung der Gebärdensprache seit dem Mailänder Kongress von 1880 resultiert, muss im Jahr 2026 durch eine aktive Anerkennungskultur überwunden werden.
DGS als Minderheitensprache anerkennen
Zentral für eine gerechte Zukunft ist die Aufnahme der DGS in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Diese rechtliche Anerkennung würde nicht nur den kulturellen Erhalt sichern, sondern auch den Weg für flächendeckende bilinguale Bildungsangebote ebnen. Nur durch einen systematischen Schutz der DGS als Minderheitensprache kann nach Ansicht des Landesverbandes der Gehörlosen Bayern sichergestellt werden, dass gehörlose Menschen nicht nur als „behindert“, sondern als gleichberechtigte sprachliche Minderheit wahrgenommen werden. „Gebärdensprache zu lernen, macht unsere Gesellschaft offener. Wir stehen an einem entscheidenden Punkt: Gemeinsam für Vielfalt und Teilhabe“, betonte Daniel Büter.




