Kassel (kobinet)
Das Weibernetz ist eine Gruppe.
Die Gruppe setzt sich für Frauen mit Behinderung ein.
Jetzt ist das Weibernetz sehr enttäuscht.
Es gibt eine neue Studie.
Das ist eine Untersuchung.
Forscher wollen etwas herausfinden.
Sie stellen Fragen oder machen Tests.
Dann schauen sie sich die Ergebnisse an.
So bekommen sie neue Informationen.
Die Studie heißt LeSuBiA.
Die Studie ist am 10. Februar 2026 erschienen.
In der Studie geht es um Gewalt in Deutschland.
Gewalt bedeutet: Eine Person tut einer anderen Person weh.
Das kann mit Worten sein oder mit Schlägen.
Aber die Studie sagt nichts über Menschen mit Behinderung.
Das ist ein großes Problem.
Denn Menschen mit Behinderung erleben oft Gewalt.
Die Studie spricht nur über Kinder mit Behinderung.
Die Studie sagt: Diese Kinder haben ein hohes Risiko.
Risiko bedeutet: Es kann etwas Schlimmes passieren.
Die Gefahr ist da.
Sie werden oft miss-handelt.
Miss-handelt bedeutet: Jemand wird schlecht behandelt.
Die Person bekommt Gewalt ab.
Aber die Studie sagt nichts über Erwachsene mit Behinderung.
Sie sagt nichts über Frauen mit Behinderung.
Sie sagt nichts über LSBTIQ*-Menschen mit Behinderung.
LSBTIQ*-Menschen lieben anders oder fühlen sich anders.
Zum Beispiel: Männer lieben Männer oder Frauen lieben Frauen.
Das macht das Weibernetz sehr wütend.
Martina Puschke arbeitet beim Weibernetz.
Sie sagt: Das Weibernetz ist sehr enttäuscht.
Das Weibernetz ist sehr wütend.
Das Weibernetz arbeitet seit fast 30 Jahren.
Es setzt sich für Frauen mit Behinderung ein.
Es will sie vor Gewalt schützen.
Das Weibernetz hat mit der Regierung gesprochen.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern und einem Chef.
Die Regierung hat gesagt: Die Studie wird gut sein.
Die Studie wird alle Menschen zeigen.
Aber jetzt ist die Studie da.
Und sie zeigt nicht alle Menschen.
Sie zeigt nicht Menschen mit Behinderung.
Das Weibernetz hat eine Frage gestellt.
Die Frage geht an das BKA.
BKA ist eine Abkürzung.
BKA bedeutet: Bundes-Kriminal-Amt.
Das Weibernetz fragt: Wird es noch mehr Hefte geben?
Werden die Hefte über Menschen mit Behinderung sprechen?
Das Weibernetz wartet auf eine Antwort.
Die Studie wurde von 3 Stellen gemacht.
Diese Stellen sind: Das BKA.
Das BMBFSFJ.
Das BMI.
Das Weibernetz ist für ganz Deutschland da.
Es kämpft für Frauen mit Behinderung.
Es kämpft gegen Gewalt.
Es kämpft gegen Sexismus.
Sexismus bedeutet: Menschen werden wegen ihrem Geschlecht schlecht behandelt.
Das ist ungerecht.
Es kämpft gegen Ableismus.
Ableismus bedeutet: Menschen mit Behinderung werden schlechter behandelt.
Sie werden nicht ernst genommen.

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Die Enttäuschung bei der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz ist groß: Die lang ersehnte und am 10. Februar 2026 veröffentlichte Studie zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland LeSuBiA (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) enthält keine Aussagen zu Menschen mit Beeinträchtigungen. "Lediglich im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder wird dargelegt, dass Kinder mit Behinderungen ein besonders hohes Risiko haben, misshandelt oder missbraucht zu werden. Ansonsten kein Wort zur hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen, Männern, LSBTIQ*-Menschen mit Beeinträchtigungen. Das enttäuscht und ärgert uns maßlos", erklärte Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz.
Das Weibernetz setzt sich seit fast 30 Jahren für einen besseren Gewaltschutz für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen ein. „Uns war in Bundesgremien in den letzten Jahren versichert worden, dass die groß angelegte Studie von BMBFSFJ, BMI und BKA intersektional aufgestellt sein wird und differenzierte Daten veröffentlicht werden können. Wir haben nun eine entsprechende Anfrage an das BKA gestellt und erwarten jetzt noch die Antwort, ob die weiteren Themenhefte zur Studie, die in diesem Jahr veröffentlich werden sollen, Aussagen über weitere Merkmale zum Beispiel zu Menschen mit Beeinträchtigungen treffen werden“, so Martina Puschke.
Die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA) wurde vom Bundeskriminalamt (BKA) heraus gegeben im Auftrag des BKA, des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern (BMI).
Die bundesweite Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz streitet für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung. Sie setzt sich gezielt für den Schutz vor Gewalt gegen Frauen mit Behinderung, Intersektionalität und gegen Sexismus und Ableismus ein.

Foto: Weibernetz
Kassel (kobinet) Die Enttäuschung bei der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz ist groß: Die lang ersehnte und am 10. Februar 2026 veröffentlichte Studie zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland LeSuBiA (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) enthält keine Aussagen zu Menschen mit Beeinträchtigungen. "Lediglich im Kontext sexualisierter Gewalt gegen Kinder wird dargelegt, dass Kinder mit Behinderungen ein besonders hohes Risiko haben, misshandelt oder missbraucht zu werden. Ansonsten kein Wort zur hohen Gewaltbetroffenheit von Frauen, Männern, LSBTIQ*-Menschen mit Beeinträchtigungen. Das enttäuscht und ärgert uns maßlos", erklärte Martina Puschke, Projektleiterin im Weibernetz.
Das Weibernetz setzt sich seit fast 30 Jahren für einen besseren Gewaltschutz für Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen ein. „Uns war in Bundesgremien in den letzten Jahren versichert worden, dass die groß angelegte Studie von BMBFSFJ, BMI und BKA intersektional aufgestellt sein wird und differenzierte Daten veröffentlicht werden können. Wir haben nun eine entsprechende Anfrage an das BKA gestellt und erwarten jetzt noch die Antwort, ob die weiteren Themenhefte zur Studie, die in diesem Jahr veröffentlich werden sollen, Aussagen über weitere Merkmale zum Beispiel zu Menschen mit Beeinträchtigungen treffen werden“, so Martina Puschke.
Die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA) wurde vom Bundeskriminalamt (BKA) heraus gegeben im Auftrag des BKA, des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und des Bundesministeriums des Innern (BMI).
Die bundesweite Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz streitet für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigung. Sie setzt sich gezielt für den Schutz vor Gewalt gegen Frauen mit Behinderung, Intersektionalität und gegen Sexismus und Ableismus ein.




