HANNOVER (kobinet)
Morgen ist der Tag des Not-Rufs.
Ein Not-ruf ist ein Hilfe-ruf über das Telefon.
Du rufst an wenn ein Not-fall ist.
Der Sozial-Verband Deutschland erinnert daran:
Menschen mit Behinderung müssen einen Not-Ruf machen können.
Ein Sozial-Verband ist eine Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen bei Problemen.
Manche Menschen können nicht sprechen.
Manche Menschen können nicht hören.
Diese Menschen brauchen besondere Hilfe beim Not-Ruf.
Der Verband sagt: Es gibt noch viele Probleme.
Die Politik muss mehr tun.
Mehr Menschen müssen einen Not-Ruf machen können.
Das nennt man: Barriere-Freiheit.
Barrierefreiheit bedeutet: Alle Menschen können etwas benutzen.
Niemand wird ausgeschlossen.
Die Telekom hat gezählt:
Jeden Tag rufen 72-tausend Menschen den Not-Ruf an.
Aber manche Menschen können nicht telefonieren.
Zum Beispiel Menschen mit einer Sprach-Behinderung.
Manche Menschen können nicht gut sprechen.
Das nennt man Sprach-Behinderung.
Oder Menschen mit einer Hör-Behinderung.
Eine Hör-Behinderung bedeutet: Ein Mensch kann nicht gut hören.
Oder ein Mensch kann gar nichts hören.
Oder Menschen die kein Deutsch sprechen.
Es gibt eine App für den Not-Ruf.
Eine App ist ein Computer-programm.
Du nutzt sie auf dem Handy.
Die App heißt: Nora.
Mit der App kannst du einen Not-Ruf machen.
Du musst nicht sprechen können.
Dirk Swinke ist der Chef vom Sozial-Verband.
Er sagt: Viele Menschen kennen die App nicht.
Das Land muss mehr Werbung machen.
Mehr Menschen sollen die App kennen.
Die App ist für alle Menschen wichtig.
Besonders für Menschen mit Behinderung.
Manche Menschen können nicht gut mit Apps umgehen.
Diese Menschen dürfen nicht vergessen werden.
Dirk Swinke sagt:
Alle Menschen müssen einen Not-Ruf machen können.
Egal ob sie eine Behinderung haben.
Egal wie alt sie sind.
Egal wie gut sie Deutsch sprechen.
Es gibt verschiedene Arten von Not-Rufen:
Not-Ruf mit Text.
Not-Ruf mit Video.
Not-Ruf mit Gebärden-Sprache.
Gebärden-sprache spricht man mit den Händen.
Gehörlose Menschen nutzen Gebärden-sprache.
Haus-Not-Ruf für zu Hause.
Ein Haus-Not-Ruf ist ein Knopf für zu Hause.
Du drückst den Knopf und dann kommt Hilfe.
Alle diese Not-Rufe sind wichtig.
In Berlin gab es vor kurzem einen Strom-Ausfall.
Das war eine Katastrophe.
Eine Katastrophe ist ein sehr großes Un-Glück.
Dabei werden viele Menschen verletzt oder sterben.
Solche Katastrophen kommen plötzlich.
Dann muss jeder Mensch Hilfe rufen können.
Jeder Mensch muss Hilfe bekommen können.

Foto: Antranias In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen
HANNOVER (kobinet) Anlässlich des morgigen Tages des Notrufes erinnert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen daran, dass es vor allem für Menschen mit Behinderung, die nicht sprechen oder hören können, wichtig ist, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste barrierefrei erreichbar sind. Dieser Verband sieht hier noch deutlichen Nachholbedarf und fordert von der Politik, die Barrierefreiheit auszubauen und bestehende Lösungen bekannter zu machen.
Nach Auskunft der Telekom benötigen täglich 72.000 Menschen Hilfe und wählen den Notruf. Doch was passiert, wenn Menschen aufgrund einer Akutsituation, einer Sprach-oder Hörbehinderung oder geringer Sprachkenntnisse nicht telefonieren können? „Dann gibt es zum Beispiel ‚Nora‘, die Notfall-App der Bundesländer, die einen Notruf absetzt, auch wenn man nicht sprechen kann. Das Problem: Viele Menschen kennen das Angebot nicht“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das Land müsse viel stärker die Werbetrommel rühren und dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen die App nutzen. „‚Nora‘ ist eigentlich für alle Menschen eine wichtige Unterstützung im Notfall, vor allem aber für Menschen mit einer entsprechenden Behinderung“, so Swinke weiter.
Der Vorstandsvorsitzende macht aber auch deutlich, dass dabei diejenigen, die Schwierigkeiten mit einer solchen digitalen Lösung haben, nicht vergessen werden dürfen. „Barrierefreie Zugänge zum Notruf müssen für alle möglich sein, egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, und egal, wie alt sie sind oder wie gut sie Deutsch sprechen. Deshalb sind neben der App auch weitere barrierefreie Angebote wie Text-, Video- oder Gebärdensprach-Notrufe und analoge Dienstleistungen wie der Hausnotruf wichtig und müssen ausgebaut werden“, fordert der Vorstandsvorsitzende und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel durch den Strom-Ausfall in Berlin gesehen, dass Katastrophen unvorhergesehen eintreten können. In solchen Situationen ist es unerlässlich, dass jede*r einen Notruf absetzen kann und Hilfe erhält.“

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HANNOVER (kobinet) Anlässlich des morgigen Tages des Notrufes erinnert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen daran, dass es vor allem für Menschen mit Behinderung, die nicht sprechen oder hören können, wichtig ist, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste barrierefrei erreichbar sind. Dieser Verband sieht hier noch deutlichen Nachholbedarf und fordert von der Politik, die Barrierefreiheit auszubauen und bestehende Lösungen bekannter zu machen.
Nach Auskunft der Telekom benötigen täglich 72.000 Menschen Hilfe und wählen den Notruf. Doch was passiert, wenn Menschen aufgrund einer Akutsituation, einer Sprach-oder Hörbehinderung oder geringer Sprachkenntnisse nicht telefonieren können? „Dann gibt es zum Beispiel ‚Nora‘, die Notfall-App der Bundesländer, die einen Notruf absetzt, auch wenn man nicht sprechen kann. Das Problem: Viele Menschen kennen das Angebot nicht“, erläutert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Das Land müsse viel stärker die Werbetrommel rühren und dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen die App nutzen. „‚Nora‘ ist eigentlich für alle Menschen eine wichtige Unterstützung im Notfall, vor allem aber für Menschen mit einer entsprechenden Behinderung“, so Swinke weiter.
Der Vorstandsvorsitzende macht aber auch deutlich, dass dabei diejenigen, die Schwierigkeiten mit einer solchen digitalen Lösung haben, nicht vergessen werden dürfen. „Barrierefreie Zugänge zum Notruf müssen für alle möglich sein, egal, ob sie eine Behinderung haben oder nicht, und egal, wie alt sie sind oder wie gut sie Deutsch sprechen. Deshalb sind neben der App auch weitere barrierefreie Angebote wie Text-, Video- oder Gebärdensprach-Notrufe und analoge Dienstleistungen wie der Hausnotruf wichtig und müssen ausgebaut werden“, fordert der Vorstandsvorsitzende und ergänzt: „Wir haben in den vergangenen Wochen zum Beispiel durch den Strom-Ausfall in Berlin gesehen, dass Katastrophen unvorhergesehen eintreten können. In solchen Situationen ist es unerlässlich, dass jede*r einen Notruf absetzen kann und Hilfe erhält.“




