Berlin (kobinet)
Simone Fischer ist Politikerin.
Eine Politikerin arbeitet für die Menschen.
Sie arbeitet für die Grünen.
Sie arbeitet im Bundes-Tag.
Der Bundes-Tag ist das deutsche Parlament.
Das Parlament ist eine Versammlung.
Volks-Vertreter machen dort Gesetze.
Simone Fischer kümmert sich um Pflege.
In Kranken-Häusern gibt es ein Problem.
Pflege-Kräfte machen immer mehr fremde Arbeiten.
Sie bringen Material von einem Ort zum anderen.
Oder sie machen Büro-Arbeit.
Das steht in vielen Zeitungen.
Simone Fischer sagt: Das ist in ganz Deutschland so.
Pflege-Kräfte sind gut ausgebildet.
Sie sollen kranke Menschen pflegen.
Aber für die Pflege fehlt oft Zeit.
Die Pflege-Kräfte machen zu viele fremde Arbeiten.
Deshalb fehlt die Zeit für Pflege.
Simone Fischer hat eine Frage gestellt.
Sie hat die Bundes-Regierung gefragt.
Die Bundes-Regierung leitet Deutschland.
Die Frage war: Wissen Sie von diesem Problem?
Und: Was wollen Sie dagegen tun?
Die Bundes-Regierung hat geantwortet.
Simone Fischer ist nicht zufrieden mit der Antwort.
Sie sagt: Die Bundes-Regierung tut zu wenig.
Die Bundes-Regierung schaut nur zu.
Aber sie handelt nicht.
Dabei muss schnell etwas passieren.
Pflege-Kräfte in ganz Deutschland berichten:
Wir machen immer mehr Service-Arbeiten.
Service-Arbeiten sind Hilfs-Arbeiten.
Zum Beispiel Putzen oder Reparieren.
Wir machen immer mehr Transport-Arbeiten.
Wir machen immer mehr Büro-Arbeiten.
Das ist nicht unsere Aufgabe.
Simone Fischer sagt: Das hat schlimme Folgen.
Die Pflege-Kräfte haben zu viel Arbeit.
Die Pflege-Kräfte sind überlastet.
Überlastet bedeutet: Die Person hat zu viel Arbeit.
Die Person ist sehr müde.
Die Patienten bekommen schlechtere Pflege.
Patienten sind kranke Menschen.
Sie sind beim Arzt oder im Kranken-Haus.
Die Zeit für die Patienten fehlt.
Simone Fischer fordert von der Bundes-Regierung:
Ändern Sie die Regeln für Kranken-Häuser.
Sorgen Sie für genug Personal.
Teilen Sie die Aufgaben richtig auf.
Pflege-Kräfte sollen wieder pflegen können.
Das ist ihre Ausbildung.
Das ist ihre Aufgabe.
Das Gesundheits-Ministerium hat geantwortet.
Eine Behörde ist ein Amt.
Dort arbeiten Menschen für die Bürger.
Das Gesundheits-Ministerium ist eine Behörde.
Die Behörde ist für Kranken-Häuser und Ärzte.
Wir wissen von dem Problem.
Kranken-Kassen haben uns davon berichtet.
Eine Kranken-Kasse ist eine Kranken-versicherung.
Die Kranken-versicherung bezahlt den Arzt für dich.
Aber jedes Kranken-Haus entscheidet selbst.
Jedes Kranken-Haus plant sein Personal selbst.
Es gibt ein Pflege-Budget.
Budget ist Geld für eine bestimmte Sache.
Du planst vorher wie viel Geld du brauchst.
Das Pflege-Budget ist Geld für die Pflege.
Das ist Geld für Pflege-Kräfte.
Das Geld darf nur für Pflege-Kräfte verwendet werden.
Ein Prüfer kontrolliert das.
Ein Prüfer schaut genau: Ist alles richtig?
Falsch verwendetes Geld muss zurück-gezahlt werden.
Die Bundes-Regierung beobachtet die Situation weiter.

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnie 90/Die Grünen, Simone Fischer weist daraufhin, dass Presseberichten zufolge zunehmend Servicetätigkeiten auf Pflegefachkräfte in Krankenhäusern verlagert werden. Dadurch fehle den Pflegefachpersonen für ihre eigentlichen Kompetenzen und Aufgaben die Zeit. Diese Problematik sei bundesweit und flächendeckend wahrzunehmen. Daher Simone Fischer ihr schriftliches Fragerecht genutzt, um zu dieser Thematik eine Frage an die Bundesregierung zu stellen, die nun beantwortet wurde. "Beobachten reicht nicht: Die Bundesregierung bleibt untätig, wo schnelles und entschlossenes Handeln nötig ist. Die Antwort der Bundesregierung enttäuscht und bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück. Statt die strukturellen Fehlanreize für Krankenhausträger konsequent abzubauen, liefert sie keine konkreten Maßnahmen, um die Situation von Pflegefachpersonen in Krankenhäusern zu verbessern", erklärte Simone Fischer.
„Bundesweit berichten Pflegefachpersonen, dass Service-, Logistik- und Verwaltungsaufgaben zunehmend auf ihre Schultern gepackt werden. Büro-, Transporttätigkeiten und Materiallogistik gehören ordentlich sichergestellt oder neu organisiert – nicht in den Arbeitsalltag hochqualifizierter Pflegekräfte. Jede Stunde, die Pflegefachpersonen mit administrativen oder infrastrukturellen Aufgaben verbringen, fehlt in der direkten Patientenversorgung. Die Folgen sind absehbar: überlastete Teams, steigende Arbeitsverdichtung und schleichende Verschlechterung der Versorgungsqualität. Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt verbindlich zu handeln: Fehlanreize in der Krankenhausfinanzierung müssen beseitigt, klare politische Rahmenbedingungen für eine verlässliche Personalausstattung und sinnvolle Aufgabenverteilung geschaffen und Zeitkontingente für pflegerische Kernaufgaben verbindlich abgesichert werden. Wer die Pflege stärken will, muss dafür sorgen, dass Pflegekräfte wieder das tun können, wofür sie ausgebildet sind: Menschen professionell versorgen. Gute Pflege braucht gute Strukturen – und die sind politisch gestaltbar“, betonte Simone Fischer.
Simone Fischer hatte die Bundesregierung in ihrer Anfrage folgende Frage gestellt: „Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, dass in Krankenhäusern seit der Einführung des Pflegebudgets wieder in zunehmendem Maße Service-, Logistik- und Verwaltungstätigkeiten auf Pflegefachpersonen übertragen werden, und wenn ja, welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zu ergreifen, damit Pflegefachpersonen wieder überwiegend entsprechend ihrer Qualifikation und Kompetenzen eingesetzt werden (bitte mit Zeitrahmen angeben)?“
In der Antwort des Bundesministerium für Gesundheit auf die Frage der Grünen-Politikerin heißt es: „An die Bundesregierung wurde die Kritik u. a. von Krankenkassenverbänden herangetragen, dass Pflegepersonen Aufgaben jenseits der Pflege übertragen würden. Festzuhalten ist, dass im Rahmen seiner Personal- und Organisationshoheit grundsätzlich der Krankenhausträger über den im jeweiligen Krankenhaus erforderlichen Pflegepersonaleinsatz entscheidet. Bereits nach aktueller Rechtslage gibt es Vorkehrungen gegen den Missbrauch des Pflegebudgets: Die gesetzliche Definition der im Pflegebudget zu berücksichtigenden Pflegepersonalkosten ist seit dem Jahr 2025 sowohl tätigkeits- als auch qualifikationsbasiert. Von den Krankenhäusern ist ein Wirtschaftsprüfer-Testat vorzulegen, um eine zweckentsprechende Mittelverwendung des Pflegebudgets sicherzustellen. Nicht zweckentsprechend verwendete Mittel sind andernfalls vom Krankenhaus zurückzuzahlen. Unabhängig davon beobachtet die Bundesregierung die Situation im Zusammenhang mit dem Pflegebudget weiterhin.“

Foto: Axel Dressel
Berlin (kobinet) Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnie 90/Die Grünen, Simone Fischer weist daraufhin, dass Presseberichten zufolge zunehmend Servicetätigkeiten auf Pflegefachkräfte in Krankenhäusern verlagert werden. Dadurch fehle den Pflegefachpersonen für ihre eigentlichen Kompetenzen und Aufgaben die Zeit. Diese Problematik sei bundesweit und flächendeckend wahrzunehmen. Daher Simone Fischer ihr schriftliches Fragerecht genutzt, um zu dieser Thematik eine Frage an die Bundesregierung zu stellen, die nun beantwortet wurde. "Beobachten reicht nicht: Die Bundesregierung bleibt untätig, wo schnelles und entschlossenes Handeln nötig ist. Die Antwort der Bundesregierung enttäuscht und bleibt weit hinter dem Notwendigen zurück. Statt die strukturellen Fehlanreize für Krankenhausträger konsequent abzubauen, liefert sie keine konkreten Maßnahmen, um die Situation von Pflegefachpersonen in Krankenhäusern zu verbessern", erklärte Simone Fischer.
„Bundesweit berichten Pflegefachpersonen, dass Service-, Logistik- und Verwaltungsaufgaben zunehmend auf ihre Schultern gepackt werden. Büro-, Transporttätigkeiten und Materiallogistik gehören ordentlich sichergestellt oder neu organisiert – nicht in den Arbeitsalltag hochqualifizierter Pflegekräfte. Jede Stunde, die Pflegefachpersonen mit administrativen oder infrastrukturellen Aufgaben verbringen, fehlt in der direkten Patientenversorgung. Die Folgen sind absehbar: überlastete Teams, steigende Arbeitsverdichtung und schleichende Verschlechterung der Versorgungsqualität. Wir fordern die Bundesregierung auf, jetzt verbindlich zu handeln: Fehlanreize in der Krankenhausfinanzierung müssen beseitigt, klare politische Rahmenbedingungen für eine verlässliche Personalausstattung und sinnvolle Aufgabenverteilung geschaffen und Zeitkontingente für pflegerische Kernaufgaben verbindlich abgesichert werden. Wer die Pflege stärken will, muss dafür sorgen, dass Pflegekräfte wieder das tun können, wofür sie ausgebildet sind: Menschen professionell versorgen. Gute Pflege braucht gute Strukturen – und die sind politisch gestaltbar“, betonte Simone Fischer.
Simone Fischer hatte die Bundesregierung in ihrer Anfrage folgende Frage gestellt: „Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, dass in Krankenhäusern seit der Einführung des Pflegebudgets wieder in zunehmendem Maße Service-, Logistik- und Verwaltungstätigkeiten auf Pflegefachpersonen übertragen werden, und wenn ja, welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zu ergreifen, damit Pflegefachpersonen wieder überwiegend entsprechend ihrer Qualifikation und Kompetenzen eingesetzt werden (bitte mit Zeitrahmen angeben)?“
In der Antwort des Bundesministerium für Gesundheit auf die Frage der Grünen-Politikerin heißt es: „An die Bundesregierung wurde die Kritik u. a. von Krankenkassenverbänden herangetragen, dass Pflegepersonen Aufgaben jenseits der Pflege übertragen würden. Festzuhalten ist, dass im Rahmen seiner Personal- und Organisationshoheit grundsätzlich der Krankenhausträger über den im jeweiligen Krankenhaus erforderlichen Pflegepersonaleinsatz entscheidet. Bereits nach aktueller Rechtslage gibt es Vorkehrungen gegen den Missbrauch des Pflegebudgets: Die gesetzliche Definition der im Pflegebudget zu berücksichtigenden Pflegepersonalkosten ist seit dem Jahr 2025 sowohl tätigkeits- als auch qualifikationsbasiert. Von den Krankenhäusern ist ein Wirtschaftsprüfer-Testat vorzulegen, um eine zweckentsprechende Mittelverwendung des Pflegebudgets sicherzustellen. Nicht zweckentsprechend verwendete Mittel sind andernfalls vom Krankenhaus zurückzuzahlen. Unabhängig davon beobachtet die Bundesregierung die Situation im Zusammenhang mit dem Pflegebudget weiterhin.“




