Bremen (kobinet)
Horst Frehe hat viel für Menschen mit Behinderung getan.
Er hat bei vielen wichtigen Dingen mit-gemacht.
Wo Horst Frehe mit-gemacht hat:
Krüppel-Gruppen
Das sind Gruppen von Menschen mit Behinderung.
Krüppel-Tribunal
Ein Tribunal ist ein Gericht.
Dort entscheiden Menschen über Recht und Unrecht.
Menschen mit Behinderung sprechen dort über Unrecht.
Hunger-Streik
Hunger-Streik bedeutet: Jemand isst und trinkt nichts.
Die Person will etwas erreichen.
Besetzungen
Menschen gehen in ein Gebäude.
Sie bleiben dort.
Sie wollen zeigen: Hier ist etwas nicht in Ordnung.
Demonstrationen
Bei einer Demonstration treffen sich viele Menschen.
Die Menschen zeigen ihre Meinung auf der Straße.
Arbeit im Parlament
Das Parlament ist eine Versammlung.
Volks-Vertreter machen dort Gesetze.
Arbeit in der Regierung
Was Horst Frehe gemacht hat:
Er hat beim Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz mit-geholfen.
Das ist ein wichtiges Gesetz.
Es hilft Menschen mit Behinderung.
Er hat die Assistenz-Genossenschaft in Bremen gegründet.
Eine Genossenschaft bedeutet: Menschen arbeiten zusammen.
Sie helfen sich gegen-seitig.
Die Genossenschaft hilft Menschen mit Behinderung im Alltag.
Er hat Selbst-bestimmt Leben Bremen gegründet.
Selbst-bestimmt Leben ist eine Interessen-Vertretung.
Interessen-Vertretung bedeutet: Menschen setzen sich für ihre Rechte ein.
Er hat eine neue Genossenschaft auf-gebaut.
Die Genossenschaft ist für behinderte Arbeit-Geber.
Er hat die Horst Frehe Stiftung gegründet.
Horst Frehe ist ein Aktivist.
Ein Aktivist ist eine Person.
Die Person will etwas ändern.
Er kommt aus Bremen.
Am 5. Februar 2026 wird Horst Frehe 75 Jahre alt.
Die kobinet-nachrichten gratulieren ihm.
Das sind Nachrichten über Behinderten-Politik.
Horst Frehe nutzt einen Roll-Stuhl.
Er hat die kobinet-nachrichten oft unterstützt.
Das Leben von Horst Frehe
Horst Frehe wurde 1951 in Bremen geboren.
Mit 15 Jahren hatte er einen Unfall.
Seit dem Unfall ist er quer-schnitt-gelähmt.
Quer-schnitt-gelähmt bedeutet: Er kann seine Beine nicht bewegen.
Deshalb nutzt er einen Roll-Stuhl.
Nach dem Unfall lebte er 10 Jahre in Süd-Deutschland.
Dort machte er eine Ausbildung zum Industrie-Kaufmann.
Er studierte Betriebs-Wirtschaft in Heidelberg.
Betriebs-Wirtschaft bedeutet: Man lernt über Firmen und Geld.
Zum Beispiel: Wie verdient eine Firma Geld?
Er studierte Volks-Wirtschaft in Freiburg und Konstanz.
Volks-Wirtschaft ist die Wirtschaft von einem ganzen Land.
Es geht um Arbeit, Geld und Waren für alle Menschen.
Er studierte Politik-Wissenschaft.
Politik-Wissenschaft bedeutet: Man lernt über Politik und Regierung.
Er studierte Soziologie.
Soziologie ist eine Wissenschaft über Menschen.
Sie untersucht, wie Menschen zusammen leben.
Dann kam er zurück nach Bremen.
Er begann ein Lehrer-Studium.
Er studierte Rechts-Wissenschaft.
Das bedeutet: Er lernte viel über Gesetze.
Er mischte sich stark in die Politik ein.
Das bedeutet: Er redete mit.
Er setzte sich für seine Ideen ein.
Jetzt ist er Rentner.
Aber er kümmert sich noch immer um Behinderten-Politik.
Er hat ein Interview gegeben.
Das Interview ist vom bifos.
bifos ist kurz für: Bildungs- und Forschungs-Institut.
Link zum Zeit-Zeugen-Interview:
Andreas Brünning hat das Interview mit ihm gemacht.
Wichtige Aktionen
Horst Frehe hat die Krüppel-Gruppen mit-gegründet.
Er hat die Selbst-bestimmt-Leben-Bewegung mit-gegründet.
Selbst-bestimmt-Leben bedeutet: Menschen mit Behinderung entscheiden selbst.
Sie entscheiden selbst über ihr Leben.
Er war bei vielen Protest-Aktionen dabei.
Eine wichtige Aktion war 1981.
1981 war das UNO-Jahr der Behinderten.
UNO ist kurz für: Vereinte Nationen.
Seine Berufe
Horst Frehe hat viel gearbeitet.
Er arbeitete an der Universität Bremen.
Er hatte Lehr-Aufträge an vielen Hoch-Schulen.
Lehr-Auftrag bedeutet: Er unterrichtete Studenten.
Er war 16 Jahre Richter am Sozial-Gericht.
Er war 4 Jahre Staats-Rat.
Staats-Rat ist ein wichtiges Amt.
Er arbeitete im Sozial-Ressort von Bremen.
Ein Ressort ist eine Abteilung.
Eine Abteilung ist eine Gruppe von Menschen.
Sie arbeiten zusammen an einer Sache.
Er war 8 Jahre Abgeordneter.
Abgeordnete vertreten die Bürger in der Politik.
Er war in der Bremischen Bürger-Schaft.
Die Bremische Bürger-Schaft ist das Parlament von Bremen.
Er war für Bündnis 90 DIE GRÜNEN.
Aktuelle Themen
Horst Frehe kümmert sich noch heute um wichtige Themen.
Ein Thema ist die Triage.
Triage bedeutet aus-suchen in der Medizin.
Ärzte wählen aus: Wer bekommt zuerst Hilfe.
Das ist wichtig für Menschen mit Behinderung.
Er verteidigt die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Er kennt sich gut mit Gesetzen aus.
Deshalb kann er gut helfen.
2002 wurde ein wichtiges Gesetz beschlossen.
Das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz.
Horst Frehe saß im Bundes-Tag.
Er saß auf der Regierungs-Bank.
Mit ihm saß Andreas Jürgens.
Er hat viele Ideen für das Gesetz gegeben.
Das Forum behinderter Juristen hat auch mit-geholfen.
Juristen sind Menschen.
Sie kennen sich gut mit Gesetzen aus.

Foto: Franziska Vu
Bremen (kobinet) Krüppelgruppen, Krüppeltribunal, Hungerstreik und Besetzungen, Demonstrationen, Parlaments- und Regierungsarbeit, Mit-Entwicklung des Behindertengleichstellungsgesetz und anderer Gesetzesvorschläge, Gründung der Assistenzgenossenschaft in Bremen und von Selbstbestimmt Leben Bremen, bis hin zur jahrzehntelangen Prägung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland sowie der Aufbau der neuen Genossenschaft behinderter Arbeitgebender und die Horst Frehe Stiftung. Diese Liste von Aktivitäten, die Horst Frehe entscheidend mit vorangetrieben hat, ließe sich noch lange fortsetzen. Heute kann sich der Behindertenrechtler und Aktivist der ersten Stunde aus Bremen jedoch ein leckeres Stück Kuchen gönnen. Denn heute, am 5. Februar 2026, kann Horst Frehe seinen 75. Geburtstag feiern. Den vielen Gratulant*innen schließen sich die kobinet-nachrichten an, denn der engagierte Rollstuhlnutzer hat auch die Berichterstattung der kobinet-nachrichten immer wieder bereichert.
Horst Frehe wurde 1951 in Bremen geboren. Seit einem Unfall mit fünfzehn Jahren ist er querschnittgelähmt und nutzt einen Rollstuhl. Nach der Schule und dem Unfall lebte er zehn Jahre in Süddeutschland und machte dort eine Ausbildung zum Industriekaufmann, studierte Betriebswirtschaft an der Fachhochschule der Stiftung Rehabilitation Heidelberg und Volkswirtschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Freiburg und Konstanz. Danach kehrte er nach Bremen zurück, begann ein Lehrerstudium und studierte Rechtswissenschaft. Er mischte sich intensiv in die Landespolitik ein und widmet sich noch heute mittlerweile als Rentner der Behindertenpolitik. In einem Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) sprach Horst Frehe vor einigen Jahren über seine vielfältigen Erfahrungen.
Link zum Zeitzeugen-Interview, das Andreas Brünning mit Horst Frehe geführt hat
Horst Frehe war beispielsweise an der Gründung der „Krüppelgruppen“ und der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung beteiligt und nahm an spektakulären Protestaktionen teil, zum Beispiel zum UNO-Jahr der Behinderten 1981. Beruflich war er wissenschaftlich an der Universität Bremen und an zahlreichen anderen Hochschulen mit Lehraufträgen tätig, arbeitete 16 Jahre als Richter am Sozialgericht und vier Jahre als Staatsrat im Sozialressort von Bremen. Acht Jahre war er Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft für Bündnis 90/DIE GRÜNEN.
Aber auch aktuelle Themen wie die Regelungen zur Triage oder die Verteidigung der Rechte behinderter Menschen durch seine juristische Expertise treiben Horst Frehe immer noch um. Einmal saß er zusammen mit Andreas Jürgens auf der Regierungsbank im Bundestag als das Behindertengleichstellungsgesetz 2002 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Er und Vertreter*innen des Forum behinderter Jurist*innen hatten entscheidende Impulse und Vorschläge für das Gesetz erarbeitet.

Foto: Franziska Vu
Bremen (kobinet) Krüppelgruppen, Krüppeltribunal, Hungerstreik und Besetzungen, Demonstrationen, Parlaments- und Regierungsarbeit, Mit-Entwicklung des Behindertengleichstellungsgesetz und anderer Gesetzesvorschläge, Gründung der Assistenzgenossenschaft in Bremen und von Selbstbestimmt Leben Bremen, bis hin zur jahrzehntelangen Prägung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland sowie der Aufbau der neuen Genossenschaft behinderter Arbeitgebender und die Horst Frehe Stiftung. Diese Liste von Aktivitäten, die Horst Frehe entscheidend mit vorangetrieben hat, ließe sich noch lange fortsetzen. Heute kann sich der Behindertenrechtler und Aktivist der ersten Stunde aus Bremen jedoch ein leckeres Stück Kuchen gönnen. Denn heute, am 5. Februar 2026, kann Horst Frehe seinen 75. Geburtstag feiern. Den vielen Gratulant*innen schließen sich die kobinet-nachrichten an, denn der engagierte Rollstuhlnutzer hat auch die Berichterstattung der kobinet-nachrichten immer wieder bereichert.
Horst Frehe wurde 1951 in Bremen geboren. Seit einem Unfall mit fünfzehn Jahren ist er querschnittgelähmt und nutzt einen Rollstuhl. Nach der Schule und dem Unfall lebte er zehn Jahre in Süddeutschland und machte dort eine Ausbildung zum Industriekaufmann, studierte Betriebswirtschaft an der Fachhochschule der Stiftung Rehabilitation Heidelberg und Volkswirtschaft, Politikwissenschaft und Soziologie an den Universitäten Freiburg und Konstanz. Danach kehrte er nach Bremen zurück, begann ein Lehrerstudium und studierte Rechtswissenschaft. Er mischte sich intensiv in die Landespolitik ein und widmet sich noch heute mittlerweile als Rentner der Behindertenpolitik. In einem Zeitzeugen-Interview des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) sprach Horst Frehe vor einigen Jahren über seine vielfältigen Erfahrungen.
Link zum Zeitzeugen-Interview, das Andreas Brünning mit Horst Frehe geführt hat
Horst Frehe war beispielsweise an der Gründung der „Krüppelgruppen“ und der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung beteiligt und nahm an spektakulären Protestaktionen teil, zum Beispiel zum UNO-Jahr der Behinderten 1981. Beruflich war er wissenschaftlich an der Universität Bremen und an zahlreichen anderen Hochschulen mit Lehraufträgen tätig, arbeitete 16 Jahre als Richter am Sozialgericht und vier Jahre als Staatsrat im Sozialressort von Bremen. Acht Jahre war er Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft für Bündnis 90/DIE GRÜNEN.
Aber auch aktuelle Themen wie die Regelungen zur Triage oder die Verteidigung der Rechte behinderter Menschen durch seine juristische Expertise treiben Horst Frehe immer noch um. Einmal saß er zusammen mit Andreas Jürgens auf der Regierungsbank im Bundestag als das Behindertengleichstellungsgesetz 2002 vom Deutschen Bundestag verabschiedet wurde. Er und Vertreter*innen des Forum behinderter Jurist*innen hatten entscheidende Impulse und Vorschläge für das Gesetz erarbeitet.




