HANNOVER (kobinet)
Dr.
Andreas Philippi ist Gesundheits-Minister.
Er arbeitet in Niedersachsen.
Er kümmert sich um Gesundheits-Themen.
Er leitet die Gesundheits-Minister-Konferenz.
Die Gesundheits-Minister-Konferenz ist ein Treffen.
Dort treffen sich alle Gesundheits-Minister aus Deutschland.
Es gibt einen neuen Vorschlag.
Der Vorschlag ist: Menschen bezahlen beim Zahn-Arzt mehr selbst.
Dr.
Philippi ist gegen den Vorschlag.
Dr.
Philippi sagt: Das ist unfair.
Der Vorschlag will: Patienten bezahlen viel selbst.
Die Kranken-Kasse bezahlt nur noch wenig.
Das gilt für gesetzlich Versicherte.
Gesetzlich Versicherte sind Menschen mit einer Kranken-Kasse.
Die Kranken-Kasse bezahlt Arzt-Besuche.
Das sind über 90 von 100 Menschen in Deutschland.
Dr.
Philippi sagt: Das ist nicht gerecht.
Arme Menschen haben dann Nach-teile.
Nach-teile bedeutet: Etwas ist schlechter für sie.
Viele Menschen können das nicht bezahlen.
Zahn-Gesundheit ist wichtig.
Zahn-Gesundheit ist für alle Menschen da.
Der Minister sagt: Reformen müssen für alle gut sein.
Reform bedeutet: Man ändert etwas.
Man will etwas besser machen.
Solidarisch bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Zum Beispiel bei Krankheit.
Alle Menschen sollen sich gegenseitig helfen.
Private Versicherungen sind zu teuer.
Private Versicherungen sind besondere Versicherungs-Firmen.
Man kann dort eine Kranken-Versicherung kaufen.
Die meisten Menschen können das nicht bezahlen.

Foto: photothek.net
HANNOVER (kobinet) Der Niedersächsische Gesundheitsminister und diesjährige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dr. Andreas Philippi, kritisiert die gegenwärtige Diskussion um Kürzungen von Zahnarztleistungen bei gesetzlich Versicherten und stellt dazu fest: "Der Vorschlag ist gesellschaftspolitisch und gesundheitspolitisch eine Dreistigkeit. Die aktuellen Forderungen, dass gesetzlich Versicherte den Großteil der Zahnarztkosten selber übernehmen sollen, können nicht ernst gemeint sein. Über 90 Prozent aller Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert und wären von dieser unsozialen Maßnahme betroffen. Ernsthafte Reformen im Gesundheitswesen müssen solidarisch angegangen werden und der Sozialstaat als Ganzes verstanden werden. Der Vorschlag, dass Patientinnen und Patienten vermehrt über private Absicherungen ihre Gesundheitskosten absichern, führt an der finanziellen Lebensrealität der meisten Menschen vorbei. Zahngesundheit darf kein Luxus sein."

Foto: photothek.net
HANNOVER (kobinet) Der Niedersächsische Gesundheitsminister und diesjährige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Dr. Andreas Philippi, kritisiert die gegenwärtige Diskussion um Kürzungen von Zahnarztleistungen bei gesetzlich Versicherten und stellt dazu fest: "Der Vorschlag ist gesellschaftspolitisch und gesundheitspolitisch eine Dreistigkeit. Die aktuellen Forderungen, dass gesetzlich Versicherte den Großteil der Zahnarztkosten selber übernehmen sollen, können nicht ernst gemeint sein. Über 90 Prozent aller Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert und wären von dieser unsozialen Maßnahme betroffen. Ernsthafte Reformen im Gesundheitswesen müssen solidarisch angegangen werden und der Sozialstaat als Ganzes verstanden werden. Der Vorschlag, dass Patientinnen und Patienten vermehrt über private Absicherungen ihre Gesundheitskosten absichern, führt an der finanziellen Lebensrealität der meisten Menschen vorbei. Zahngesundheit darf kein Luxus sein."




