Washington, D.C. (kobinet)
Im Jahr 2026 gibt es eine Fußball-Welt-Meisterschaft.
Eine Welt-Meisterschaft ist ein großes Sport-Turnier.
Die besten Mann-schaften aus vielen Ländern spielen mit.
Die Welt-Meisterschaft ist in 3 Ländern:
In den USA.
In Kanada.
Und in Mexiko.
Menschen mit Behinderung haben ein Problem.
Sie können vielleicht nicht ins Stadion gehen.
Ein Stadion ist ein großes Gebäude für Sport.
Viele Menschen können dort zu-schauen.
Die Eintritts-Karten kosten sehr viel Geld.
Eintritts-Karten nennt man auch: Tickets.
Menschen mit Behinderung brauchen oft Hilfe.
Diese Hilfe nennt man: Assistenz.
Eine Assistenz hilft anderen Menschen.
Die Hilfe ist im Alltag.
Die Assistenz kostet jetzt extra Geld.
Das war früher anders.
Die Internet-Seite ran.de hat darüber berichtet.
Die Tickets sind jetzt viel teurer.
Manche Tickets kosten fast 50 mal so viel.
Das war bei der Welt-Meisterschaft 2022 anders.
Damals waren die Tickets billiger.
Es gibt billige Tickets für 52 Euro.
Aber: Menschen mit Behinderung können diese nicht kaufen.
Sie bekommen nur teure Tickets.
Das ist nicht fair.
Früher war die Begleit-Person kostenlos dabei.
Eine Begleit-Person geht mit dir mit.
Die Person hilft dir und bleibt bei dir.
Das war bei der Welt-Meisterschaft 2022 so.
Jetzt muss man für die Begleit-Person auch bezahlen.
Die Begleit-Person kostet genau so viel.
Menschen mit Behinderung müssen also doppelt zahlen.
Hier ist ein Beispiel:
Ein Mensch im Roll-Stuhl will ein Spiel sehen.
Das Spiel ist am 17. Juni in Dallas.
Dallas ist eine große Stadt in den USA.
Die Stadt liegt im Bundes-Staat Texas.
England spielt in diesem Spiel.
Das Ticket kostet 228 Euro.
Die Begleit-Person kostet auch 228 Euro.
Zusammen sind das 456 Euro.
Es gibt eine Gruppe für Fußball-Fans.
Die Gruppe heißt: Football Supporters Europe.
Die kurze Form ist: FSE.
Die FSE sagt: Das ist ein Skandal.
Ein Skandal ist etwas Schlimmes.
Viele Menschen erfahren davon.
Viele Menschen ärgern sich darüber.
Die FIFA hat Ziele für die Welt-Meisterschaft.
FIFA ist der Welt-Fußball-Verband.
Die FIFA macht die Fußball-Welt-Meisterschaften.
Ein Ziel ist: Alle Menschen sollen dabei sein können.
Das nennt man: Inklusion.
Inklusion bedeutet: Alle Menschen sind mit dabei.
Jeder Mensch gehört dazu.
Aber die Ticket-Preise sind gegen dieses Ziel.
Menschen mit Behinderung können nicht dabei sein.
Das Problem ist groß und wichtig.
Menschen mit Behinderung werden benachteiligt.
Sie müssen mehr Geld bezahlen.
Das ist nicht gerecht.
Die FIFA spricht von Inklusion.
Aber die Regeln für die Tickets zeigen etwas anderes.
Nur reiche Menschen können dabei sein.
Das ist keine Inklusion.
Das ist Ausschluss von Menschen mit Behinderung.
Ausschluss bedeutet: Jemand darf nicht mit-machen.
Die Person muss draußen bleiben.
Hier ist der Link zum Bericht auf ran.de.

Foto: Pixabay/Pixaline
Washington, D.C. (kobinet) Bei der anstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko droht Menschen mit Behinderung ein faktischer Ausschluss vom Stadionbesuch. Ursache sind massive Preissteigerungen und eine Ticketpolitik, die notwendige Assistenz systematisch verteuert. Wie ran.de berichtet, müssen Fans mit Behinderung im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2022 Preissteigerungen von bis zu 4.900 Prozent hinnehmen. Während Tickets in der günstigsten Kategorie für 45 Pfund (rund 52 Euro) angeboten werden, sind diese für Menschen mit Behinderung nicht verfügbar. Barrierefreie Plätze werden ausschließlich in deutlich teureren Kategorien angeboten.
Besonders gravierend ist eine weitere Änderung: Anders als bei der WM 2022 sind Tickets für notwendige Begleitpersonen nicht mehr kostenfrei, sondern müssen zum regulären Preis erworben werden. Für Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, verdoppeln sich die ohnehin hohen Kosten damit automatisch.
Was das konkret bedeutet, zeigt ein Beispiel aus dem Bericht: Will ein Rollstuhlfahrer das Gruppenspiel der englischen Nationalmannschaft am 17. Juni in Dallas besuchen, kostet das Ticket mindestens 198 Pfund (rund 228 Euro). Für die Begleitperson fällt derselbe Betrag nochmals an. Insgesamt belaufen sich die reinen Ticketkosten damit auf rund 456 Euro.
Die Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) kritisiert diese Preisgestaltung scharf. Sie spricht von einem „Skandal“ und sieht einen klaren Widerspruch zu den von der FIFA formulierten Zielen von Inklusion und Teilhabe. Besonders problematisch sei, dass barrierefreie Plätze aus den günstigen Kategorien ausgeschlossen werden, während Menschen mit Behinderung gleichzeitig für ihre notwendige Unterstützung zusätzlich zahlen müssen.
Diese Praxis ist kein Randproblem, sondern Ausdruck eines strukturellen Versagens. Wer auf Assistenz angewiesen ist, wird finanziell bestraft. Wer barrierefreie Plätze benötigt, wird aus günstigen Angeboten ausgeschlossen. Teilhabe wird so zur Frage des Geldbeutels.
Eine Weltmeisterschaft, die Menschen mit Behinderung durch ihre Preis- und Ticketpolitik faktisch ausschließt, kann nicht glaubwürdig von Inklusion sprechen. Sie ist kein Fußballfest für alle, sondern ein Ereignis für diejenigen, die es sich leisten können.

Foto: Pixabay/Pixaline
Washington, D.C. (kobinet) Bei der anstehenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko droht Menschen mit Behinderung ein faktischer Ausschluss vom Stadionbesuch. Ursache sind massive Preissteigerungen und eine Ticketpolitik, die notwendige Assistenz systematisch verteuert. Wie ran.de berichtet, müssen Fans mit Behinderung im Vergleich zur Weltmeisterschaft 2022 Preissteigerungen von bis zu 4.900 Prozent hinnehmen. Während Tickets in der günstigsten Kategorie für 45 Pfund (rund 52 Euro) angeboten werden, sind diese für Menschen mit Behinderung nicht verfügbar. Barrierefreie Plätze werden ausschließlich in deutlich teureren Kategorien angeboten.
Besonders gravierend ist eine weitere Änderung: Anders als bei der WM 2022 sind Tickets für notwendige Begleitpersonen nicht mehr kostenfrei, sondern müssen zum regulären Preis erworben werden. Für Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, verdoppeln sich die ohnehin hohen Kosten damit automatisch.
Was das konkret bedeutet, zeigt ein Beispiel aus dem Bericht: Will ein Rollstuhlfahrer das Gruppenspiel der englischen Nationalmannschaft am 17. Juni in Dallas besuchen, kostet das Ticket mindestens 198 Pfund (rund 228 Euro). Für die Begleitperson fällt derselbe Betrag nochmals an. Insgesamt belaufen sich die reinen Ticketkosten damit auf rund 456 Euro.
Die Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) kritisiert diese Preisgestaltung scharf. Sie spricht von einem „Skandal“ und sieht einen klaren Widerspruch zu den von der FIFA formulierten Zielen von Inklusion und Teilhabe. Besonders problematisch sei, dass barrierefreie Plätze aus den günstigen Kategorien ausgeschlossen werden, während Menschen mit Behinderung gleichzeitig für ihre notwendige Unterstützung zusätzlich zahlen müssen.
Diese Praxis ist kein Randproblem, sondern Ausdruck eines strukturellen Versagens. Wer auf Assistenz angewiesen ist, wird finanziell bestraft. Wer barrierefreie Plätze benötigt, wird aus günstigen Angeboten ausgeschlossen. Teilhabe wird so zur Frage des Geldbeutels.
Eine Weltmeisterschaft, die Menschen mit Behinderung durch ihre Preis- und Ticketpolitik faktisch ausschließt, kann nicht glaubwürdig von Inklusion sprechen. Sie ist kein Fußballfest für alle, sondern ein Ereignis für diejenigen, die es sich leisten können.




