Stuttgart / Berlin (kobinet)
Simone Fischer arbeitet für die Partei Die Grünen.
Eine Partei ist eine Gruppe von Politikern.
Sie haben ähnliche Ideen.
Sie sagt: Pflege-Heime werden immer teurer.
Ein Pflege-Heim ist ein Haus.
Dort wohnen alte oder kranke Menschen.
Dort bekommen sie Hilfe.
Das ist ein großes Problem.
Die Regierung muss etwas tun.
Eine Regierung leitet ein Land.
Die Regierung besteht aus Politikern und einem Chef.
Aber die Regierung tut zu wenig.
Menschen brauchen Pflege.
Diese Menschen müssen immer mehr selbst bezahlen.
Es gibt gute Vorschläge für Lösungen.
Aber die Politik entscheidet nicht.
Der VdK Baden-Württemberg kritisiert das.
VdK ist eine Gruppe.
Die Gruppe kämpft für soziale Rechte.
Auch der Paritätische kritisiert das.
Der Paritätische ist ein Wohlfahrts-Verband.
Ein Wohlfahrts-Verband ist eine große Gruppe.
Die Gruppe hilft Menschen in Not.
In Baden-Württemberg ist Pflege besonders teuer.
Im Jahr 2026 kostet ein Platz sehr viel.
Menschen müssen dann 3.532 Euro selbst zahlen.
Das ist jeden Monat.
Im Jahr 2024 waren es noch 2.907 Euro.
Das Geld kommt zur Pflege-Versicherung dazu.
Die Pflege-Versicherung zahlt einen Teil der Pflege.
Aber nicht alles.
Simone Fischer sagt: Eine Pflege-Reform ist wichtig.
Eine Reform ist eine große Änderung.
Alte Regeln werden besser gemacht.
Aber das Gesundheits-Ministerium handelt zu langsam.
Das Gesundheits-Ministerium ist eine Behörde.
Die Behörde kümmert sich um Gesundheit in Deutschland.
Manche Dinge könnte man sofort ändern.
Zum Beispiel: Corona hat Extra-Kosten verursacht.
Diese Kosten sollte der Staat zurück-zahlen.
Auch die Kosten für Ausbildung sollten niedriger sein.
Menschen lernen dort den Beruf Pflege.
Viele Menschen pflegen ihre Familie.
Sie pflegen zum Beispiel ihre Eltern.
Dafür zahlen sie Renten-Beiträge.
Renten-Beiträge sind Geld für später.
Man zahlt es jeden Monat.
Im Alter bekommt man Rente.
Der Staat sollte diese Beiträge über-nehmen.
Das würde die Pflege-Versicherung entlasten.
Dann könnte man Menschen besser helfen.
Simone Fischer sagt: Die Politik verliert Zeit.
Hans-Josef Hotz ist Chef vom VdK Baden-Württemberg.
Er sagt: Jeder dritte Bewohner bekommt Sozial-Hilfe.
Geld vom Staat für Menschen.
In Baden-Württemberg sind das 28.250 Menschen.
Diese Menschen haben ihr Leben lang gearbeitet.
Sie haben ihre Beiträge bezahlt.
Trotzdem reicht das Geld nicht.
Die Rente in Deutschland ist niedrig.
Männer bekommen 1.405 Euro Rente.
Frauen bekommen 955 Euro Rente.
Aber ein Platz im Pflege-Heim kostet 3.532 Euro.
Das können die meisten Menschen nicht bezahlen.
Hans-Josef Hotz sagt: Das ist beschämend.
Der VdK Baden-Württemberg fordert eine große Reform.
Das Land Baden-Württemberg soll mehr zahlen.
Es soll die Investitions-Kosten über-nehmen.
Investitions-Kosten sind Geld für Gebäude.
Zum Beispiel für ein Pflege-Heim.
Diese Kosten sind aktuell 461 Euro.
Das müssen Menschen selbst zahlen.
Das soll sich ändern.
Im Jahr 2010 hat Baden-Württemberg aufgehört zu zahlen.
Vorher hat das Land Pflege-Heime mit-finanziert.
Jetzt macht es das nicht mehr.
Hans-Josef Hotz sagt: Das Land muss wieder zahlen.
Das ist die Verantwortung vom Land.
Dann würden Menschen weniger zahlen müssen.
Dr. Joachim Rock ist Chef vom Paritätischen Gesamt-Verband.
Ein Gesamt-Verband ist eine große Gruppe.
Viele kleine Gruppen arbeiten dort zusammen.
Er sagt: Die Kosten müssen sinken.
Viele Menschen werden durch Pflege arm.
Es gibt eine Lösung.
Die Lösung heißt: Solidarische Pflege-Voll-Versicherung.
Solidarität bedeutet: Menschen helfen sich gegenseitig.
Zum Beispiel bei Krankheit.
Voll-Versicherung bedeutet: Die Versicherung zahlt alles.
Man muss nichts selbst bezahlen.
Aber die Regierung handelt nicht richtig.
Auch die Bundes-Länder handeln nicht richtig.
Sie machen nur kleine Änderungen.
Dr. Joachim Rock sagt: Wir brauchen einen Neu-Start.
Wir brauchen eine echte Reform.
Das Pflege-System muss sich ändern.

Foto: ht
Stuttgart / Berlin (kobinet) Zu der Nachrichten über die steigenden Eigenanteilen für pflegebedürftige Menschen hat sich u.a. Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet. "Die Zahlen zu den aktuellen Heimkosten sind alarmierend, aber nicht überraschend. Sie sind die absehbare Folge politischer Untätigkeit. Solange die Bundesregierung keine wirksamen Maßnahmen ergreift, werden die Eigenanteile für Pflegebedürftige weiter steigen. Dabei liegen die notwendigen Vorschläge längst auf dem Tisch – was fehlt, sind klare politische Entscheidungen", betonte die Grünen-Politikerin. Auch vonseiten des VdK Baden-Württemberg und der Paritätischen hagelt es Kritik angesichts dieser Entwicklung.
Informationen des Sozialverband VdK Baden-Württemberg zufolge ist die Pflege in Baden-Württemberg besonders teuer und der Eigenanteil steigt weiter: im Jahr 2026 auf 3.532 Euro monatlich im ersten Jahr. Das heißt: Im Schnitt müssen die Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg für einen Heimplatz im ersten Jahr jeden Monat 3.532 Euro aus eigener Tasche hinzuzahlen, zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Eigenanteil monatlich im ersten Jahr noch bei 2.907 Euro.
Der angekündigte Gesetzgebungsprozess zur Pflegereform ist nach Ansicht von Simone Fischer richtig und notwendig. „Er kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Gesundheitsministerium an politischer Führung mangelt. Entlastungen, die keiner großen Reform bedürfen, hätten längst umgesetzt werden können: die vollständige Rückerstattung der Corona-Mehrkosten, eine sofortige Entlastung bei den Ausbildungskosten oder die Erstattung der Rentenbeiträge für pflegende An- und Zugehörige aus Steuermitteln. Das würde der Pflegeversicherung mehr Spielräume für eine bessere Unterstützung der pflegebedürftigen Menschen ermöglichen. Ein weiterer Schritt zu mehr Fairness im System wäre auch ein Kostenausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung“, teilte Simone Fischer mit. Stattdessen werde Zeit verloren, während Pflegebedürftige Monat für Monat mehr bezahlen müssten. Wer es ernst meine mit der Entlastung, müsse jetzt handeln – nicht erst am Ende eines langwierigen Reformprozesses.
„Etwa jeder dritte Pflegeheim-Bewohner bekommt schon heute Sozialhilfe! Das sind 28.250 Menschen (Ende 2024) allein in Baden-Württemberg. Obwohl diese Menschen ihr Leben lang gearbeitet und ihre Beiträge pünktlich in die Pflegeversicherung gezahlt haben! Das ist beschämend“, sagte Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg. „Und was 3.532 Euro Eigenanteil heißen wird schnell klar, wenn man sich die Durchschnittsrente in Deutschland anschaut: Männer bekamen Ende 2024 gerade einmal 1.405 Euro, Frauen 955 Euro. Wer kann da 3.532 Euro monatlich zahlen?“
Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg fordert eine mutige nachhaltige Pflegereform und endlich die Übernahme der Investitionskosten durch das Land Baden-Württemberg. Die Investitionskosten als Teil des Eigenanteiles liegen aktuell bei 461 Euro. Nach dem Elften Sozialgesetzbuch ist auch das Land Baden-Württemberg für die Vorhaltung einer leistungsfähigen und zahlenmäßig ausreichenden und wirtschaftlichen pflegerischen Versorgung verantwortlich. Fakt ist jedoch, dass das Land aus der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen im Jahr 2010 ausgestiegen ist. Baden-Württemberg beteiligt sich somit nicht mehr an den Investitionskosten.
„Das Land muss hier endlich seiner Verantwortung gerecht werden. Das wäre ein nachhaltiger Schritt in die richtige Richtung. Jeder stationär Pflegebedürftige wäre damit spürbar entlastet“, sagt VdK-Vorsitzender Hans-Josef Hotz.
Anlässlich der aktuellen Zahlen zu deutlich steigenden Pflegeheim-Kosten äußerte sich auch Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes wie folgt: „Die wachsenden Belastungen für Pflegebedürftige müssen endlich gestoppt werden! Für immer mehr Menschen wird Pflegebedürftigkeit zur Armutsfalle. Die solidarische Pflegevollversicherung liegt als Lösung längst auf dem Tisch. Doch statt entschlossen zu handeln, setzen Bundesregierung und Länder mit dem sogenannten Zukunftspakt Pflege auf Stückwerk und halbgare Ankündigungen. Jetzt braucht es einen Neustart – einen Startschuss für eine echte Reform und den überfälligen Systemwechsel in der Pflege.“

Foto: ht
Stuttgart / Berlin (kobinet) Zu der Nachrichten über die steigenden Eigenanteilen für pflegebedürftige Menschen hat sich u.a. Simone Fischer, Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu Wort gemeldet. "Die Zahlen zu den aktuellen Heimkosten sind alarmierend, aber nicht überraschend. Sie sind die absehbare Folge politischer Untätigkeit. Solange die Bundesregierung keine wirksamen Maßnahmen ergreift, werden die Eigenanteile für Pflegebedürftige weiter steigen. Dabei liegen die notwendigen Vorschläge längst auf dem Tisch – was fehlt, sind klare politische Entscheidungen", betonte die Grünen-Politikerin. Auch vonseiten des VdK Baden-Württemberg und der Paritätischen hagelt es Kritik angesichts dieser Entwicklung.
Informationen des Sozialverband VdK Baden-Württemberg zufolge ist die Pflege in Baden-Württemberg besonders teuer und der Eigenanteil steigt weiter: im Jahr 2026 auf 3.532 Euro monatlich im ersten Jahr. Das heißt: Im Schnitt müssen die Pflegebedürftigen in Baden-Württemberg für einen Heimplatz im ersten Jahr jeden Monat 3.532 Euro aus eigener Tasche hinzuzahlen, zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 lag der Eigenanteil monatlich im ersten Jahr noch bei 2.907 Euro.
Der angekündigte Gesetzgebungsprozess zur Pflegereform ist nach Ansicht von Simone Fischer richtig und notwendig. „Er kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es im Gesundheitsministerium an politischer Führung mangelt. Entlastungen, die keiner großen Reform bedürfen, hätten längst umgesetzt werden können: die vollständige Rückerstattung der Corona-Mehrkosten, eine sofortige Entlastung bei den Ausbildungskosten oder die Erstattung der Rentenbeiträge für pflegende An- und Zugehörige aus Steuermitteln. Das würde der Pflegeversicherung mehr Spielräume für eine bessere Unterstützung der pflegebedürftigen Menschen ermöglichen. Ein weiterer Schritt zu mehr Fairness im System wäre auch ein Kostenausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung“, teilte Simone Fischer mit. Stattdessen werde Zeit verloren, während Pflegebedürftige Monat für Monat mehr bezahlen müssten. Wer es ernst meine mit der Entlastung, müsse jetzt handeln – nicht erst am Ende eines langwierigen Reformprozesses.
„Etwa jeder dritte Pflegeheim-Bewohner bekommt schon heute Sozialhilfe! Das sind 28.250 Menschen (Ende 2024) allein in Baden-Württemberg. Obwohl diese Menschen ihr Leben lang gearbeitet und ihre Beiträge pünktlich in die Pflegeversicherung gezahlt haben! Das ist beschämend“, sagte Hans-Josef Hotz, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Baden-Württemberg. „Und was 3.532 Euro Eigenanteil heißen wird schnell klar, wenn man sich die Durchschnittsrente in Deutschland anschaut: Männer bekamen Ende 2024 gerade einmal 1.405 Euro, Frauen 955 Euro. Wer kann da 3.532 Euro monatlich zahlen?“
Der Sozialverband VdK Baden-Württemberg fordert eine mutige nachhaltige Pflegereform und endlich die Übernahme der Investitionskosten durch das Land Baden-Württemberg. Die Investitionskosten als Teil des Eigenanteiles liegen aktuell bei 461 Euro. Nach dem Elften Sozialgesetzbuch ist auch das Land Baden-Württemberg für die Vorhaltung einer leistungsfähigen und zahlenmäßig ausreichenden und wirtschaftlichen pflegerischen Versorgung verantwortlich. Fakt ist jedoch, dass das Land aus der öffentlichen Förderung von stationären Pflegeheimen im Jahr 2010 ausgestiegen ist. Baden-Württemberg beteiligt sich somit nicht mehr an den Investitionskosten.
„Das Land muss hier endlich seiner Verantwortung gerecht werden. Das wäre ein nachhaltiger Schritt in die richtige Richtung. Jeder stationär Pflegebedürftige wäre damit spürbar entlastet“, sagt VdK-Vorsitzender Hans-Josef Hotz.
Anlässlich der aktuellen Zahlen zu deutlich steigenden Pflegeheim-Kosten äußerte sich auch Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes wie folgt: „Die wachsenden Belastungen für Pflegebedürftige müssen endlich gestoppt werden! Für immer mehr Menschen wird Pflegebedürftigkeit zur Armutsfalle. Die solidarische Pflegevollversicherung liegt als Lösung längst auf dem Tisch. Doch statt entschlossen zu handeln, setzen Bundesregierung und Länder mit dem sogenannten Zukunftspakt Pflege auf Stückwerk und halbgare Ankündigungen. Jetzt braucht es einen Neustart – einen Startschuss für eine echte Reform und den überfälligen Systemwechsel in der Pflege.“




