Bremen (kobinet)
Die ISL hatte ein wichtiges Treffen.
ISL ist eine Abkürzung.
ISL bedeutet: Interessen-Vertretung Selbst-bestimmt Leben.
Eine Interessen-Vertretung kämpft für die Rechte von Menschen.
Das Treffen war am 15. Januar 2026.
Das Treffen war auch am 16. Januar 2026.
Das Treffen war in Bremen.
Es war in einer Jugend-Herberge.
Eine Jugend-Herberge ist ein günstiges Hotel.
Bei dem Treffen waren verschiedene Menschen:
Vorstände der ISL.
Beiräte der ISL.
Mitarbeiter der ISL.
Mitarbeiterinnen der ISL.
Ein Vorstand leitet eine Organisation.
Ein Beirat berät und gibt Tipps.
Die Menschen haben über wichtige Themen gesprochen.
Die Menschen haben Pläne gemacht.
Die Pläne sind für das Jahr 2026.
Die ISL sagt:
Wir kämpfen für selbst-bestimmtes Leben.
Wir wollen selbst über unser Leben entscheiden.
Wir wollen dabei sein in der Gesellschaft.
Wir wollen verschieden sein dürfen.
Niemand soll uns Grenzen setzen.
Wichtige Themen beim Treffen
1. Thema: Triage
Triage ist ein schwieriges Wort.
Triage bedeutet aussuchen in der Medizin.
Ärzte wählen aus: Wer bekommt zuerst Hilfe.
Zum Beispiel: Wer bekommt ein Kranken-Bett?
Das war wichtig in der Corona-Zeit.
Corona ist eine Krankheit.
Viele Menschen waren gleichzeitig krank.
Das Bundes-Verfassungs-Gericht hat entschieden.
Das Bundes-Verfassungs-Gericht ist ein wichtiges Gericht.
Das Gericht ist in Deutschland.
Das Gericht prüft die Gesetze.
Das war am 4. November 2025.
Das Gericht sagt: Die alte Regel ist nicht gut.
Die alte Regel verstößt gegen die Verfassung.
Eine Verfassung sind Regeln für einen Staat.
In Deutschland heißt die Verfassung Grund-Gesetz.
Jetzt müssen die Bundes-Länder neue Regeln machen.
Deutschland hat 16 Teile.
Diese Teile heißen Bundes-Länder.
Die ISL passt gut auf.
Die ISL macht eigene Vorschläge.
Die Regeln sollen für alle Menschen gut sein.
Die Regeln sollen auch für Menschen mit Behinderung gut sein.
2. Thema: Eingliederungs-Hilfe
Eingliederungs-Hilfe ist Hilfe für Menschen mit Behinderung.
Zum Beispiel: Persönliche Assistenz.
Persönliche Assistenz bedeutet: Ein Mensch hilft dir.
Zum Beispiel beim Anziehen.
Oder beim Essen.
Manche Leute sagen: Das kostet zu viel Geld.
Man muss sparen.
Die ISL sagt: Das ist falsch!
Persönliche Assistenz ist ein Menschen-Recht.
Menschen-Rechte sind Rechte für alle Menschen.
Jeder Mensch hat diese Rechte.
Ohne Assistenz müssen Menschen ins Heim.
Mit Assistenz können Menschen selbst-bestimmt leben.
Christian Bayerlein arbeitet bei der ISL.
Christian Bayerlein hat einen Text geschrieben.
Der Text war in der Zeitung WELT.
Christian Bayerlein sagt: Persönliche Assistenz ist kein Luxus.
Luxus ist etwas Teures, das man nicht wirklich braucht.
Persönliche Assistenz braucht man zum Leben.
Thomas Koritz ist Co-Chef der ISL.
Co-Chef bedeutet: Thomas Koritz leitet die ISL zusammen mit anderen.
Thomas Koritz sagt: Wir lassen das nicht zu.
Unsere Würde ist nicht verhandelbar.
Würde bedeutet: Jeder Mensch ist wertvoll.
Verhandelbar bedeutet: Man kann darüber reden.
Wir kämpfen für unsere Rechte.
Das werden wir auch 2026 tun.
3. Thema: Genossen-schaft behinderter Arbeit-gebender
Das ist eine neue Genossen-schaft.
Menschen arbeiten zusammen und helfen sich gegenseitig.
Die Abkürzung ist: GBA.
Die Genossen-schaft wurde 2025 gegründet.
Menschen mit Behinderung können dort Mitglied werden.
In der Genossen-schaft sind sie Arbeit-gebende.
Das bedeutet: Sie stellen ihre Assistenz-Kräfte an.
Sie sind die Chefs ihrer Assistenz.
Die Genossen-schaft hilft ihnen dabei.
Die ISL findet diese Idee sehr gut.
Das ist ein gutes Modell für die Zukunft.
Weitere wichtige Themen
Die ISL hat über mehr Themen gesprochen:
Gen-Diagnostik und Pränatal-Diagnostik.
Pflege außerhalb vom Kranken-Haus.
Wie junge Menschen mit Behinderung mitmachen können.
Arbeit für Menschen mit Behinderung.
Alternativen zu Werkstätten.
Rechts-Ruck in der Gesellschaft.
Gen-Diagnostik bedeutet: Tests vor der Geburt.
Ärzte testen: Hat das Baby eine Behinderung?
Pränatal-Diagnostik ist das gleiche.
Ärzte untersuchen das Baby im Bauch vor der Geburt.
Die ISL findet: Das ist ein schwieriges Thema.
Jedes Leben ist wertvoll.
Rechts-Ruck bedeutet: Viele Menschen wählen rechte Parteien.
Rechte Parteien sind oft gegen Ausländer und andere Gruppen.
Das kann gefährlich sein.
Rechte Politik bedroht die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Die ISL passt gut auf.
Ein wichtiger Satz
Thomas Koritz ist nach Hause gefahren.
Thomas Koritz ist von Bremen nach Hause gefahren.
Thomas Koritz hat Musik gehört.
Die Band hieß Nirvana.
Eine Band ist eine Musik-Gruppe.
Das hat Thomas Koritz zum Nachdenken gebracht.
Es gibt ein altes Zitat.
Ein Zitat ist ein Satz von einer anderen Person.
Neil Young hat das Zitat geschrieben.
Das war 1979.
Der Sänger Kurt Cobain hat das Zitat später benutzt.
Das war 1994.
Thomas Koritz hat den Satz neu geschrieben.
Der neue Satz passt zur ISL.
Der Satz ist:
Lieber stark für selbst-bestimmtes Leben kämpfen.
Lieber für Autonomie kämpfen.
Lieber für Teil-Habe kämpfen.
Lieber für Vielfalt kämpfen.
Als von der Gesellschaft in Rollen gezwungen werden.
Autonomie bedeutet: Man entscheidet für sich selbst.
Niemand anders entscheidet für einen.
Teil-Habe bedeutet: Man macht bei etwas mit.
Man gehört dazu.
Vielfalt bedeutet: Verschieden sein dürfen.
Dieser Satz zeigt: Die ISL gibt nicht auf.
Menschen mit Behinderung wollen nicht passiv sein.
Passiv bedeutet: Nichts tun und nur zusehen.
Menschen mit Behinderung kämpfen aktiv für ihre Rechte.
Aktiv bedeutet: Selbst handeln und etwas tun.
Menschen mit Behinderung wollen eine Gesellschaft für alle.
Eine Gesellschaft ohne Grenzen.
Über die ISL
Die ISL ist eine wichtige Organisation.
Eine Organisation ist eine Gruppe von Menschen, die zusammen für ein Ziel arbeiten.
Die ISL vertritt Menschen mit Behinderung.
Die ISL kämpft für Menschen-Rechte.
Die ISL ist die Dach-Organisation.
Eine Dach-Organisation vertritt viele kleine Organisationen.
Das bedeutet: Viele Zentren gehören zur ISL.
Diese Zentren heißen: Zentren für selbst-bestimmtes Leben.
Die ISL gehört zu einer großen Bewegung.
Eine Bewegung ist eine Gruppe von Menschen weltweit, die für das gleiche Ziel kämpfen.
Diese Bewegung gibt es auf der ganzen Welt.
Die Bewegung heißt: Disabled Peoples' International.
Das ist eine Welt-Organisation, in der Menschen mit Behinderung für ihre Rechte kämpfen.
Die Abkürzung ist: DPI.

Foto: ISL
Bremen (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hielt am 15. und 16. Januar 2026 ihre jährliche Klausurtagung in der Jugendherberge Bremen ab. Vorstände, Beiräte und Mitarbeitende der ISL diskutierten die strategischen Schwerpunkte des anstehenden Jahres und setzten ein klares politisches Zeichen: "Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden."
Drei zentrale Schwerpunkte
Triage und Verfassungsgerichtsbeschluss: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4. November 2025, der die bestehende Triage-Regelung als verfassungswidrig einstufte, war ein zentrales Thema der Klausur. Die Gesetzgebungskompetenz liegt nun bei den Ländern, und gemeinsam mit den übrigen Bundesländern sollte eine möglichst einheitliche Regelung für zukünftige Triage-Entscheidungen entwickelt werden. Die ISL wird die Gesetzgebung kritisch begleiten und eigene Vorschläge einbringen.
Eingliederungshilfe-Debatte: Intensiv diskutiert wurde die öffentliche Auseinandersetzung um Einsparerfordernisse in der Eingliederungshilfe, die die ISL 2025 stark beschäftigte. Die Teilnehmenden bekräftigten die Position von Christian Bayerlein in seinem WELT-Gastbeitrag „Eingliederungshilfe: Doch, wir müssen uns persönliche Assistenz auch künftig leisten!“ als wichtige Reaktion. Bayerlein verteidigte darin persönliche Assistenz als unverzichtbares Menschenrecht und machte deutlich: Persönliche Assistenz ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Heimen. Kürzungen würden Menschen mit Behinderungen ihre Menschenwürde und gesellschaftliche Teilhabe nehmen.
„Wir lassen nicht zu, dass Sparzwänge unsere Menschenwürde zur Verhandlungsmasse machen“, betont Co-Geschäftsführer Thomas Koritz. „Die aktuellen politischen Entwicklungen zeigen deutlich, wie schnell hart erkämpfte Rechte wieder infrage gestellt werden und dass wir hier 2026 weiterhin gefragt sein werden.“
Genossenschaft behinderter Arbeitgebender: Ein Schwerpunkt der Diskussionen war auch die Ende des Jahres vollzogene Gründung der Genossenschaft behinderter Arbeitgebender (www.gba-bund.de). Diese innovative Genossenschaft ermöglicht es Menschen mit Behinderungen, als Arbeitgebende ihrer Assistenzkräfte aufzutreten und gleichzeitig von den Vorteilen einer genossenschaftlichen Struktur zu profitieren. Die ISL sieht hier ein zukunftsweisendes Modell für selbstbestimmtes Leben.
Weitere Schwerpunkte 2026
Die Klausurtagung befasste sich zudem mit Themen wie der Gendiagnostik und Pränataldiagnostik, der Umsetzung der außerklinischen Intensivpflege (AKI), Fragen der Nachwuchsgewinnung von jungen behinderten Menschen, die als Selbstvertreter*innen politisch aktiv sein wollen, sowie mit Fragen der Arbeitsmarktteilhabe und der Alternativen zu Werkstätten, gerade in jetzigen Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks und die Auswirkungen auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Vom Rock-Zitat zur politischen Haltung
Auf der Heimfahrt von Bremen hörte Co-Geschäftsführer Thomas Koritz Musik von Nirvana. Dies inspirierte ihn zu einer Neuinterpretation eines bekannten Zitats: Neil Young schrieb 1979 die Zeile „It’s better to burn out than to fade away“. Kurt Cobain zitierte diese Worte 1994 in seinem Abschiedsbrief.
In Gedanken bei dem unsäglichen WELT-Gastbeitrag von Kristina Schröder zur Eingliederungshilfe formulierte Thomas Koritz das Zitat kurzerhand um in: „Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden.“
Diese Neuformulierung bringt die Grundhaltung der ISL auf den Punkt: Menschen mit Behinderungen wollen nicht passiv gesellschaftliche Zuschreibungen und Begrenzungen hinnehmen. Stattdessen kämpfen sie aktiv und mit voller Energie für ihre Rechte, für Selbstbestimmung und für eine inklusive Gesellschaft.
Über die ISL
Die „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL“ ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation. Sie ist die Dachorganisation der Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und die deutsche Mitgliedsorganisation der internationalen Selbstvertretungsbewegung behinderter Menschen „Disabled Peoples‘ International – DPI“.

Foto: ISL
Bremen (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hielt am 15. und 16. Januar 2026 ihre jährliche Klausurtagung in der Jugendherberge Bremen ab. Vorstände, Beiräte und Mitarbeitende der ISL diskutierten die strategischen Schwerpunkte des anstehenden Jahres und setzten ein klares politisches Zeichen: "Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden."
Drei zentrale Schwerpunkte
Triage und Verfassungsgerichtsbeschluss: Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4. November 2025, der die bestehende Triage-Regelung als verfassungswidrig einstufte, war ein zentrales Thema der Klausur. Die Gesetzgebungskompetenz liegt nun bei den Ländern, und gemeinsam mit den übrigen Bundesländern sollte eine möglichst einheitliche Regelung für zukünftige Triage-Entscheidungen entwickelt werden. Die ISL wird die Gesetzgebung kritisch begleiten und eigene Vorschläge einbringen.
Eingliederungshilfe-Debatte: Intensiv diskutiert wurde die öffentliche Auseinandersetzung um Einsparerfordernisse in der Eingliederungshilfe, die die ISL 2025 stark beschäftigte. Die Teilnehmenden bekräftigten die Position von Christian Bayerlein in seinem WELT-Gastbeitrag „Eingliederungshilfe: Doch, wir müssen uns persönliche Assistenz auch künftig leisten!“ als wichtige Reaktion. Bayerlein verteidigte darin persönliche Assistenz als unverzichtbares Menschenrecht und machte deutlich: Persönliche Assistenz ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Heimen. Kürzungen würden Menschen mit Behinderungen ihre Menschenwürde und gesellschaftliche Teilhabe nehmen.
„Wir lassen nicht zu, dass Sparzwänge unsere Menschenwürde zur Verhandlungsmasse machen“, betont Co-Geschäftsführer Thomas Koritz. „Die aktuellen politischen Entwicklungen zeigen deutlich, wie schnell hart erkämpfte Rechte wieder infrage gestellt werden und dass wir hier 2026 weiterhin gefragt sein werden.“
Genossenschaft behinderter Arbeitgebender: Ein Schwerpunkt der Diskussionen war auch die Ende des Jahres vollzogene Gründung der Genossenschaft behinderter Arbeitgebender (www.gba-bund.de). Diese innovative Genossenschaft ermöglicht es Menschen mit Behinderungen, als Arbeitgebende ihrer Assistenzkräfte aufzutreten und gleichzeitig von den Vorteilen einer genossenschaftlichen Struktur zu profitieren. Die ISL sieht hier ein zukunftsweisendes Modell für selbstbestimmtes Leben.
Weitere Schwerpunkte 2026
Die Klausurtagung befasste sich zudem mit Themen wie der Gendiagnostik und Pränataldiagnostik, der Umsetzung der außerklinischen Intensivpflege (AKI), Fragen der Nachwuchsgewinnung von jungen behinderten Menschen, die als Selbstvertreter*innen politisch aktiv sein wollen, sowie mit Fragen der Arbeitsmarktteilhabe und der Alternativen zu Werkstätten, gerade in jetzigen Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks und die Auswirkungen auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Vom Rock-Zitat zur politischen Haltung
Auf der Heimfahrt von Bremen hörte Co-Geschäftsführer Thomas Koritz Musik von Nirvana. Dies inspirierte ihn zu einer Neuinterpretation eines bekannten Zitats: Neil Young schrieb 1979 die Zeile „It’s better to burn out than to fade away“. Kurt Cobain zitierte diese Worte 1994 in seinem Abschiedsbrief.
In Gedanken bei dem unsäglichen WELT-Gastbeitrag von Kristina Schröder zur Eingliederungshilfe formulierte Thomas Koritz das Zitat kurzerhand um in: „Lieber intensiv für ein selbstbestimmtes Leben brennen – für Autonomie, Teilhabe und Vielfalt – als von der Gesellschaft in Rollen und Grenzen gezwungen zu werden.“
Diese Neuformulierung bringt die Grundhaltung der ISL auf den Punkt: Menschen mit Behinderungen wollen nicht passiv gesellschaftliche Zuschreibungen und Begrenzungen hinnehmen. Stattdessen kämpfen sie aktiv und mit voller Energie für ihre Rechte, für Selbstbestimmung und für eine inklusive Gesellschaft.
Über die ISL
Die „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL“ ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation. Sie ist die Dachorganisation der Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und die deutsche Mitgliedsorganisation der internationalen Selbstvertretungsbewegung behinderter Menschen „Disabled Peoples‘ International – DPI“.




