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Schule eröffnet in Almaty für alle

Eine Gruppe von jungen Frauen, die ihr beim Erfahrungsaustausch erworbenes Zertifikat zeigen
Abschlussbild mit den Gästen aus Kasachstan
Foto: ABiD-Institut (IB&P)

BERLIN (kobinet) Autismus und AHDS werden auch in Kasachstan häufiger diagnostiziert. Das liegt vor allem daran, dass Medizin und Gesellschaft genauer hinschauen. Zugleich beginnen die Menschen in diesem Land zu verstehen, dass Autismus und AHDS keine Krankheiten sind, sondern eine andere Art, die Welt wahrzunehmen. Wie Satant Murzalinova-Jakovleve, die Gründerin der Insight School in Almaty, der größten Stadt Kasachstans, bei einem Erfahrungsaustausch in Berlin berichtet, entsteht nun die erste unabhängige inklusive Schule in Kasachstan.

Nach Begegnungen im Jahr 2016 mit einem internationalen Team, das zu Autismus forscht, wurden, wie die Initiatorin dieser Schule berichtet, im Jahr 2018 mit der Gründung eines sozialen Fonds und den ersten diversen Trainingsmaßnahmen die ersten Schritte zur Bildung dieser inklusiven Schule eingeleitet.

Mit dem Ziel, Inklusion auch in diesem Land zu normalisieren wurde weiter daran gearbeitet und dank der Eltern, der Unterstützung von Freiwilligen und Sponsoren auch Fortschritte erzielt. Mit Unterstützung des ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P)  waren Pädagogen dieser Schule zu einem Erfahrungsaustausch nach Berlin gekommen, um Schritte zur gesetzlichen Verankerung der inklusiven Bildung sowie die Wege und Modelle des Co-Teaching kennen zu lernen.

Kasachstan beginnt erst , ein System zu schaffen, in dem Kinder mit Autismus und AHDS verstanden und in ihrer Entwicklung begleitet werden. Den wichtigsten Wandel sehen die Pädagoginnen und Pädagogen in Kasachstan nicht in den Gebäuden oder Programmen sondern in den Köpfen der Menschen, Der Erfahrungsaustausch in Berlin war ein wichtiger Baustein dafür, die gestellten Ziele der Inklusion auch in Kasachstan zu erreichen.